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Aktuelle Nachrichten 23. August 2026

Starkregen an der Costa Daurada: Elf Verletzte und Hunderte Evakuierte

An der Küste von Tarragona fielen örtlich mehr als 200 Liter Regen pro Quadratmeter. Überflutungen legten Straßen und mehrere Bahnlinien zeitweise lahm.

Starkregen an der Costa Daurada: Elf Verletzte und Hunderte Evakuierte

Symbolbild – mit künstlicher Intelligenz erstellt

Inhaltsverzeichnis
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Heftiger Starkregen hat in der Nacht zum 22. August den Norden der Costa Daurada getroffen. Örtlich fielen mehr als 200 Liter Wasser pro Quadratmeter. Elf Menschen wurden verletzt.

Besonders betroffen waren El Vendrell, Roda de Berà, Creixell und Torredembarra. Mehr als 400 Menschen mussten Campingplätze, eine Diskothek und andere gefährdete Orte verlassen.

Überflutete Straßen und Bahnanlagen führten zudem zu erheblichen Verkehrsproblemen. Mehrere Rodalies-Linien waren zeitweise unterbrochen.

Elf Verletzte nach Einsturz einer Mauer

Der schwerste Zwischenfall ereignete sich nahe dem Hafen von Roda de Berà. Dort gab eine Mauer unter der Wucht des Wassers nach und traf eine Familie.

Drei Menschen wurden dabei eingeschlossen. Eine Person wurde zunächst in kritischem Zustand in das Krankenhaus Joan XXIII in Tarragona gebracht. Am Samstagabend wurde ihr Zustand als zurückhaltend beurteilt.

Insgesamt meldeten die Behörden elf Verletzte. Der medizinische Notdienst SEM wurde nach Angaben der Einsatzkräfte 35-mal aktiviert.

Die Wassermassen rissen außerdem Autos, Verkehrsschilder und Stadtmobiliar mit. Bäume und Sträucher wurden entwurzelt. In Häusern, Garagen, Innenhöfen und Hotels drang Wasser ein.

Campingplätze und Diskothek geräumt

Auf zwei Campingplätzen in Roda de Berà und Creixell wurden rund 300 Menschen in Sicherheit gebracht. Betroffen war unter anderem der Campingplatz Las Sirenas in Creixell.

In El Vendrell mussten die Einsatzkräfte etwa 100 junge Menschen aus einer Diskothek holen. Ein Bus brachte sie in die Schule Pla de Mar, die als Notunterkunft geöffnet wurde.

Weitere Anlaufstellen entstanden in der Sporthalle von Roda de Berà und im Gemeindezentrum von Creixell. Insgesamt waren mehr als 400 Menschen von Evakuierungen betroffen.

Die Notrufzentrale 112 erhielt nach späteren Angaben mehr als 800 Anrufe. Die Feuerwehr bearbeitete während der Nacht 192 Meldungen. Frühere Zwischenstände hatten noch knapp 700 Notrufe und rund 200 Feuerwehreinsätze genannt.

Mehr als 200 Liter an einzelnen Orten

Der katalanische Wetterdienst meldete in einzelnen Bereichen Niederschlagsmengen von mehr als 200 Litern pro Quadratmeter. Zwischen 22 Uhr und 6 Uhr lagen die Werte in El Vendrell und Torredembarra bei etwa 140 Litern.

Für El Vendrell wurden innerhalb von 24 Stunden 145,4 Liter gemessen. In Torredembarra waren es 136,5 Liter. Allein in El Vendrell fielen 100 Liter innerhalb von drei Stunden.

Die örtlichen Bäche und sonst oft trockenen Wasserläufe traten über die Ufer. Besonders problematisch war die Lage dort, wo sie abrupt zum Meer führen oder Straßen und Bahngleise kreuzen.

Eine Warnung über das Mobilfunksystem Es-Alert wurde nicht verschickt. Justizminister Ramon Espadaler erklärte, die Angaben des Wetterdienstes hätten zum entscheidenden Zeitpunkt nicht die notwendige Warnstufe erreicht. Zugleich lobte er die schnelle Reaktion von Feuerwehr, Polizei und Zivilschutz.

Bahnstrecken und Straßen zeitweise gesperrt

Wegen einer überfluteten Station in Sant Vicenç de Calders wurde der Bahnverkehr auf den Linien R2 Sud, R4, R13, R14, R15, R16, R17 und RT2 unterbrochen. Nach 9 Uhr lief der Verkehr wieder an, allerdings mit geänderten Fahrplänen.

Auf der Autobahn AP-7 war bei Riera de Gaià in Richtung Süden eine Spur gesperrt. Auch die Nationalstraße N-340 musste zeitweise wegen Überflutung geschlossen werden.

Der katalanische Zivilschutz hielt den Hochwasser-Notfallplan Inuncat zunächst in der Alarmphase. Eine Aufhebung sollte erst erfolgen, wenn sich die Lage weiter normalisiert.

Bedeutung für Urlauber und Residenten

Reisende an der Costa Daurada sollten vor Fahrten den aktuellen Zustand von Bahnlinien und Straßen prüfen. Das gilt besonders rund um Sant Vicenç de Calders sowie in El Vendrell, Roda de Berà, Creixell und Torredembarra.

Überflutete Unterführungen, Bäche und Senken sollten weder zu Fuß noch mit dem Auto durchquert werden. Auch nach Ende des Regens können Wasserstände schnell steigen oder Fahrbahnen beschädigt sein.

Bewohner und Urlauber sollten Hinweise von Protecció Civil, Gemeinden und Verkehrsbetreibern verfolgen. Bei akuter Gefahr gilt in Katalonien die Notrufnummer 112.

Deutsche Urlauber auf überflutetem Campingplatz

Auf dem Campingplatz Gavina in Creixell standen Wege, Stellplätze und Mobilheime unter Wasser. Betroffen waren auch deutsche Feriengäste.

Der Regen setzte gegen 23 Uhr ein und ließ erst gegen 5 Uhr morgens nach. An einzelnen Stellen soll das Wasser 60 bis 70 Zentimeter hoch gestanden haben. Die Feuerwehr brachte zusätzliche Pumpen zum Gelände.

Verletzt wurde auf dem Platz nach ersten Angaben niemand. Mehrere Unterkünfte wurden geräumt, darunter Familien mit Kindern.

Gleichzeitig Waldbrand in der Region Valencia

Einige hundert Kilometer weiter südlich kämpften Einsatzkräfte zur gleichen Zeit gegen Flammen. Bei Gátova in der Region Valencia mussten rund 1.000 Menschen ihre Häuser verlassen.

Das Feuer war bei Segorbe ausgebrochen, vermutlich durch einen Blitzeinschlag. Nach EFFIS-Daten sind in Spanien 2026 bereits mehr als 297.000 Hektar bei 425 Waldbränden verbrannt.

Quelle

El País, La Vanguardia, elDiario.es, Spiegel, Bild, BR24 – „Un episodio inédito de lluvias torrenciales en la Costa Daurada causa inundaciones y 11 heridos“

https://elpais.com/espana/catalunya/2026-08-23/un-episodio-inedito-de-lluvias-torrenciales-en-la-costa-daurada-causa-inundaciones-y-11-heridos.html

Redaktion Spanienleben.de

Wir berichten aus Spanien über Auswandern, Alltag, Immobilien und aktuelle Nachrichten – recherchiert anhand offizieller Quellen und spanischer Medien.

Veröffentlicht am 23. August 2026

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