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Aktuelle Nachrichten 27. August 2026

Spaniens Wohnungspreise übertreffen das Blasenniveau um 12,4 Prozent

Der neue Rekord verteilt sich sehr ungleich auf Spanien. Vor allem die Balearen, Madrid und die Kanaren haben ihre früheren Höchststände deutlich überschritten.

Schaufenster eines Immobilienbüros in Spanien mit Wohnungsangeboten

Schaufenster eines Immobilienbüros in Spanien mit Wohnungsangeboten

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Wohnimmobilien in Spanien sind nominal teurer als auf dem Höhepunkt der früheren Immobilienblase. Im zweiten Quartal lag der landesweite Durchschnitt bei 2.064 Euro pro Quadratmeter.

Damit wurde der bisherige Vergleichswert aus dem gleichen Zeitraum des Jahres 2007 um 12,4 Prozent übertroffen. Damals kostete der Quadratmeter im Mittel 1.837 Euro.

Hinter dem nationalen Rekord stehen jedoch große regionale Unterschiede. Nur sieben der 17 autonomen Gemeinschaften liegen über ihren jeweiligen Höchstständen aus der Zeit vor der Finanzkrise.

Balearen liegen mit großem Abstand vorn

Am stärksten haben sich die Preise auf den Balearen vom früheren Rekord entfernt. Zwischen Januar und Juni wurden dort durchschnittlich 4.273 Euro pro Quadratmeter erreicht.

Im ersten Halbjahr 2008 waren es auf dem damaligen Höchststand 2.504 Euro. Der heutige Wert liegt damit nominal 70,6 Prozent darüber.

Madrid folgt an zweiter Stelle. In der Hauptstadtregion kostet der Quadratmeter inzwischen durchschnittlich 3.891 Euro. Das sind 41,4 Prozent mehr als die 2.752 Euro im ersten Halbjahr 2007.

Auch die Kanaren haben ihren früheren Höchststand klar überschritten. Der aktuelle Durchschnitt von 2.419 Euro liegt 36,1 Prozent über den 1.778 Euro aus dem Jahr 2008.

Sieben Regionen über dem früheren Rekord

Neben den Balearen, Madrid und den Kanaren melden vier weitere Regionen höhere Werte als während der Immobilienblase. In Andalusien beträgt der Abstand zum früheren Maximum 14,8 Prozent.

Die Comunidad Valenciana liegt 10,7 Prozent darüber. In Kantabrien sind es 6 Prozent und im Baskenland 4 Prozent.

Insgesamt haben damit nur sieben autonome Gemeinschaften neue nominale Höchststände erreicht. In den übrigen zehn Regionen bleiben die Preise trotz des landesweiten Rekords unter ihren früheren Spitzenwerten.

Binnenregionen bleiben deutlich zurück

Am weitesten vom eigenen Rekord entfernt ist La Rioja. Dort wurden im ersten Halbjahr durchschnittlich 1.184 Euro pro Quadratmeter gezahlt. Das sind fast 30 Prozent weniger als die 1.679 Euro im ersten Halbjahr 2009.

In Kastilien-La Mancha liegt der aktuelle Wert von 899 Euro noch 23,5 Prozent unter dem Höchststand von 2008. Aragón bleibt 21,8 Prozent unter seinem Rekord von 2007.

Auch Murcia liegt noch 17,8 Prozent unter dem früheren Spitzenwert. Es folgen Extremadura mit 16,9 Prozent, Kastilien und León mit 14,9 Prozent sowie Asturien mit 13,4 Prozent.

In Navarra fehlen noch 9,3 Prozent zum alten Rekord. Katalonien liegt 7,6 Prozent darunter, Galicien 7 Prozent.

Preise steigen weiter, Verkäufe gehen zurück

Eine klare Trendwende beim Preiswachstum ist bisher nicht zu erkennen. Im Juni verteuerten sich Wohnungen im Jahresvergleich um 8,8 Prozent. Im Mai hatte der Anstieg 10,9 Prozent und im April 10,7 Prozent betragen.

In 15 der 17 autonomen Gemeinschaften stiegen die Preise im Juni. Besonders kräftig war der Zuwachs in Murcia und der Comunidad Valenciana mit jeweils mehr als 20 Prozent. Madrid kam auf 19,5 Prozent, Asturien auf 19,4 Prozent. Leichte Rückgänge gab es nur auf den Balearen und in La Rioja.

Gleichzeitig verlor der Markt bei der Zahl der Abschlüsse an Schwung. Im ersten Halbjahr wurden rund 353.237 Wohnimmobilien verkauft. Das waren 7,7 Prozent weniger als von Januar bis Juni 2025.

Bedeutung für Käufer und Residenten

Der Landesdurchschnitt ist für Kaufentscheidungen nur begrenzt aussagekräftig. Während einige Küsten- und Inselregionen ihre früheren Rekorde deutlich übertreffen, bleiben mehrere Binnenregionen weit davon entfernt.

Bei den Hypotheken fiel der Rückgang geringer aus. Im ersten Halbjahr wurden rund 191.500 Darlehen für den Wohnungskauf abgeschlossen. Das waren 2,3 Prozent weniger als ein Jahr zuvor.

Die durchschnittliche Kreditsumme erreichte im Juni 188.785 Euro und lag damit 7,3 Prozent höher als im Vorjahr. Im Mittel finanzierten Banken 72,3 Prozent des Immobilienwerts.

Quelle

Diario Información – „La vivienda supera en un 12% los precios de la burbuja, pero solo siete comunidades han roto máximos“

https://www.informacion.es/economia/2026/08/27/programada-vivienda-supera-12-precios-133692373.html

Redaktion Spanienleben.de

Wir berichten aus Spanien über Auswandern, Alltag, Immobilien und aktuelle Nachrichten – recherchiert anhand offizieller Quellen und spanischer Medien.

Veröffentlicht am 27. August 2026

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