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Aktuelle Nachrichten 27. August 2026

Spaniens Immobilienpreise steigen erstmals über 2.100 Euro je Quadratmeter

Trotz weniger Verkäufen verteuern sich Wohnungen und Häuser weiter. Besonders starke Zuwächse verzeichnen Cantabria, Murcia und die Comunidad Valenciana.

Mehrstöckige Wohnhäuser in einer dicht bebauten spanischen Stadt

Mehrstöckige Wohnhäuser in einer dicht bebauten spanischen Stadt

Inhaltsverzeichnis
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Der durchschnittliche Kaufpreis für Wohnimmobilien in Spanien hat erstmals die Marke von 2.100 Euro je Quadratmeter überschritten. Im Juni lag der tatsächlich beurkundete Durchschnittspreis bei 2.114 Euro.

Das waren 8,8 Prozent mehr als im Juni 2025. Damals wurden im landesweiten Mittel 1.943 Euro je Quadratmeter gezahlt.

Der neue Höchststand fällt in eine Phase mit weniger Verkäufen. Zugleich bleibt die Nachfrage solide, während es vielerorts an verfügbaren Wohnungen und Häusern mangelt.

Neuer Rekord trotz weniger Verkäufen

Die Zahlen stammen aus dem Register des Consejo General del Notariado. Dessen historische Reihe beginnt im Jahr 2007. Der Wert von Juni 2026 ist der höchste seit Beginn dieser Erfassung.

Die Preise stiegen damit den fünften Monat in Folge. Lediglich zwischen Januar und Februar hatte die notarielle Statistik einen Rückgang der endgültigen Verkaufspreise ausgewiesen.

Bei der Zahl der Transaktionen zeigt sich dagegen eine leichte Abkühlung. Von Januar bis Juni wurden 7,7 Prozent weniger Wohnimmobilien verkauft als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Das entspricht rund 30.000 Geschäften weniger.

Dass die Preise dennoch weiter steigen, deutet auf ein anhaltendes Ungleichgewicht hin. Die verfügbare Zahl an Wohnimmobilien reicht in vielen Teilen des Landes nicht aus, um die Nachfrage zu decken.

Madrid und die Balearen bleiben besonders teuer

Die Comunidad de Madrid war im Juni erneut die teuerste Region Spaniens. Dort kostete ein Quadratmeter im Durchschnitt 4.104 Euro.

Knapp dahinter folgten die Balearen mit 4.056 Euro. Im Baskenland wurden im Mittel 3.217 Euro je Quadratmeter bezahlt.

Diese drei Märkte ziehen seit Jahren einen großen Teil der Wohnungsnachfrage auf sich. Gleichzeitig lässt sich das Angebot dort nur schwer ausweiten. Das hält die Preise auf einem historisch hohen Niveau.

Die landesweiten Durchschnittswerte verdecken allerdings große regionale Unterschiede. Käufer zahlen in den teuersten Regionen ein Mehrfaches der Preise in Teilen des spanischen Binnenlands.

Stärkste Preissprünge in anderen Regionen

Die höchsten Preise gingen nicht mit den stärksten jährlichen Zuwächsen einher. Cantabria führte den Vergleich mit einem Anstieg um 41,6 Prozent gegenüber Juni 2025 an.

In Murcia legten die Preise um 22,1 Prozent zu. Die Comunidad Valenciana folgte mit einem Plus von 21 Prozent.

Damit erreicht der Preisdruck zunehmend Regionen, die bis vor Kurzem noch vergleichsweise moderate Werte aufwiesen. Die Entwicklung beschränkt sich also nicht mehr auf Madrid, die Inseln oder das Baskenland.

Nur zwei autonome Gemeinschaften meldeten sinkende Preise. Auf den Balearen gab der Durchschnitt trotz des weiterhin hohen Niveaus um 2 Prozent nach. In Navarra betrug der Rückgang 0,4 Prozent.

Große Unterschiede zwischen den Regionen

Extremadura blieb im Juni die günstigste autonome Gemeinschaft. Der durchschnittliche Quadratmeterpreis belief sich dort auf 768 Euro.

Es folgten Castilla y León mit 899 Euro und Castilla-La Mancha mit 1.046 Euro. Damit lagen diese Regionen deutlich unter dem spanischen Mittelwert von 2.114 Euro.

Der nationale Rekord bedeutet daher nicht, dass Immobilien überall dasselbe Preisniveau erreicht haben. Standort, Nachfrage und verfügbares Angebot prägen die regionalen Märkte weiterhin sehr unterschiedlich.

Bedeutung für Käufer und Residenten

Wer in Spanien eine Immobilie kaufen möchte, sollte landesweite Durchschnittswerte nur als grobe Orientierung nutzen. Zwischen Madrid und Extremadura liegen im regionalen Mittel mehr als 3.300 Euro je Quadratmeter.

Auch ältere Preisvorstellungen können schnell überholt sein. Besonders in Cantabria, Murcia und der Comunidad Valenciana zeigen die hohen Jahreszuwächse, wie rasch sich lokale Märkte verändern können.

Entscheidend ist zudem, Angebotspreise und tatsächlich beurkundete Kaufpreise auseinanderzuhalten. Die vorliegenden Daten beziehen sich auf abgeschlossene Transaktionen. Vor einem Kauf empfiehlt sich deshalb ein Vergleich aktueller Verkäufe am konkreten Ort und nicht allein die Orientierung an Inseraten oder dem Landesdurchschnitt.

Quelle

El País – „El precio medio de la vivienda en España alcanza por primera vez los 2.100 euros por metro cuadrado“

https://elpais.com/economia/vivienda/2026-08-27/el-precio-de-la-vivienda-alcanza-por-primera-vez-los-2100-euros-por-metro-cuadrado.html

Redaktion Spanienleben.de

Wir berichten aus Spanien über Auswandern, Alltag, Immobilien und aktuelle Nachrichten – recherchiert anhand offizieller Quellen und spanischer Medien.

Veröffentlicht am 27. August 2026

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