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Aktuelle Nachrichten 02. September 2026

Sommer 2026 war der heißeste in Katalonien seit Messbeginn

Von Redaktion Spanienleben.de

Hitze am Tag, ungewöhnlich warme Nächte und vielerorts kaum Regen prägten die Monate Juni bis August. Auch das Mittelmeer erreichte einen Rekordwert.

Ein Mann kühlt sich an einem Brunnen in Barcelona während der außergewöhnlichen Sommerhitze ab

Symbolbild – mit künstlicher Intelligenz erstellt

Ein Mann kühlt sich an einem Brunnen in Barcelona während der außergewöhnlichen Sommerhitze ab

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Der meteorologische Sommer 2026 war in Katalonien der heißeste seit Beginn der Aufzeichnungen. Das zeigen Daten des katalanischen Wetterdienstes Meteocat für Juni, Juli und August.

Auf mehr als 80 Prozent des Gebiets lag die Durchschnittstemperatur über 3,0 Grad über dem Referenzwert der Jahre 1991 bis 2020. Damit übertraf der Sommer die bisherigen besonders warmen Jahre 2022, 2003 und 2025.

Neben der anhaltenden Hitze prägte große Trockenheit viele Regionen. Gleichzeitig erreichte auch das Meer vor der Costa Brava einen neuen Temperaturrekord.

Rekorde am Tag und in der Nacht

Nach Einschätzung von Meteocat trugen vor allem die hohen Tageswerte zum außergewöhnlich warmen Sommer bei. Doch auch die nächtlichen Tiefsttemperaturen blieben über lange Zeit ungewöhnlich hoch.

Die Messstation Barcelona–Can Bruixa verzeichnete 59 sogenannte torrid nights. In diesen Nächten sank die Temperatur nicht unter 25 Grad.

An insgesamt 20 Tagen meldete mindestens eine automatische Wetterstation in Katalonien 40 Grad oder mehr. Besonders häufig war das in Lleida–la Femosa mit 15 Tagen der Fall. Vinebre und Alcarràs folgten mit jeweils 14 Tagen.

Juli stach besonders hervor

Bereits der Juni gehörte zu den drei wärmsten jemals in Katalonien gemessenen Juni-Monaten. Der Juli war dann der heißeste seit Beginn der Aufzeichnungen. Seine Temperaturabweichung lag mehr als 5 Grad über dem klimatischen Monatswert.

Auch der August zählte zu den wärmsten der Messgeschichte und war nur mit dem August 2003 vergleichbar. Ausgeprägte Hitzephasen traten vom 21. bis 24. Juni sowie vom 6. bis 9. Juli auf. Weitere Episoden folgten im Juli und vom 12. bis 21. August.

Die hohen Werte zeigten sich auch in rund 1.500 Metern Höhe. Dort betrug die mittlere Sommertemperatur 19,8 Grad. Das war der höchste Wert in der 30-jährigen Messreihe.

Wärme erfasste fast ganz Katalonien

Der Rekord beschränkte sich nicht auf einzelne Regionen. Die meisten automatischen Stationen mit mehr als 20 Jahren Messdaten meldeten ihren jeweils wärmsten Sommer.

Das gilt auch für rund 20 historische Messreihen mit mehr als 75 Jahren Daten. Dazu gehören die über 100 Jahre alten Reihen des Observatori Fabra in Barcelona und des Observatori de l’Ebre.

Die größten Abweichungen lagen zwischen 4,0 und 4,5 Grad. Sie wurden in den westlichen Pyrenäen, in der Ebene von Vic und an einigen Orten im Landesinneren gemessen.

Kaum Regen in Teilen des Landes

In weiten Teilen Kataloniens war der Sommer trocken oder sehr trocken. In Segrià, Montsià, Baix Ebre und Pla d’Urgell fielen stellenweise weniger als 10 Millimeter Niederschlag. Mollerussa erreichte eine Trockenperiode von 111 Tagen, an denen täglich weniger als ein Millimeter Regen fiel.

Eine Ausnahme bildete das Camp de Tarragona. Zwei Starkregenereignisse im August sorgten örtlich für mehr als 200 Prozent der üblichen Sommermenge. In El Vendrell und Torredembarra war es wegen der Wolkenbrüche vom 22. und 24. August sogar der niederschlagsreichste Sommer ihrer 25 beziehungsweise 26 Jahre langen Messreihen.

Bedeutung für Urlauber und Residenten

Auch die Wassertemperatur war außergewöhnlich. Bei l’Estartit an der Costa Brava lag sie seit Ende Juni über 22 Grad. Am 13. August erreichte sie 27,8 Grad und damit den höchsten Wert der 1974 begonnenen Messreihe.

Für Bewohner und Besucher bedeuteten die hohen Tages- und Nachttemperaturen eine starke Dauerbelastung. Besonders in Barcelona erschwerten die zahlreichen Nächte über 25 Grad die nächtliche Abkühlung. Die regional sehr unterschiedliche Regenverteilung zeigt zudem, dass kurze Starkregenperioden eine lang anhaltende Trockenheit nicht überall ausgleichen.

Redaktion Spanienleben.de

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Veröffentlicht am 02. September 2026

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