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Aktuelle Nachrichten 24. August 2026

Óscar Puente hält Tourismusabgabe in Alicante und Benidorm für sinnvoll

Spaniens Verkehrsminister verweist auf stark belastete kommunale Dienste. Im Streit mit Ryanair verteidigt er zugleich die Gebühren von Aena.

Óscar Puente hält Tourismusabgabe in Alicante und Benidorm für sinnvoll

Symbolbild – mit künstlicher Intelligenz erstellt

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Spaniens Verkehrsminister Óscar Puente hält eine finanzielle Beteiligung von Touristen an kommunalen Leistungen in stark besuchten Städten für „vernünftig“. Er verwies dabei ausdrücklich auf Alicante und Benidorm.

Eine konkrete Abgabe kündigte der Minister nicht an. Über mögliche Maßnahmen müssten nach seiner Darstellung die jeweiligen Gemeinden selbst entscheiden.

Puente äußerte sich zugleich zum Konflikt zwischen Ryanair und dem spanischen Flughafenbetreiber Aena. Er wirft der irischen Fluggesellschaft vor, mit ihrer Kritik an den Flughafengebühren eigene Probleme wegen fehlender Flugzeuge zu „verschleiern“.

Hohe Belastung für Alicante und Benidorm

Alicante und Valencia nannte Puente als Beispiele für Städte mit einer großen schwankenden Bevölkerung. Die öffentlichen Dienste müssten dort zeitweise deutlich mehr Menschen versorgen, als offiziell als Einwohner registriert seien.

Besonders deutlich sei dies in Benidorm. Die zeitweise anwesende Bevölkerung bezeichnete der Minister als „bestial“. Der starke Besucherandrang erhöhe unter anderem den Aufwand für die Straßenreinigung und die Polizei.

Nach Ansicht Puentes ist es deshalb nachvollziehbar, dass auch die Nutzer dieser Leistungen zu deren Finanzierung beitragen. Das gelte vor allem dann, wenn der Tourismus die Belastung einer Stadt vervielfache.

Gemeinden sollen selbst entscheiden

Der Minister sprach sich damit grundsätzlich für eine mögliche Tourismusabgabe aus. Er legte jedoch weder ein Modell noch eine Höhe oder einen Zeitplan vor.

Puente betonte vielmehr die Zuständigkeit der Kommunen. Jede Gemeinde müsse selbst entscheiden, wie sie den zusätzlichen Bedarf finanziere. Seine Aussagen sind daher als politische Unterstützung einer solchen Abgabe zu verstehen, nicht als Beschluss für Alicante oder Benidorm.

Auch bleibt offen, ob eine mögliche Regelung nur Hotelgäste erfassen würde oder weitere Übernachtungsformen einschließen könnte. Dazu machte der Minister in dem Gespräch keine Angaben.

Puente widerspricht Ryanair

Im zweiten Teil seiner Aussagen verteidigte Puente das Gebührenmodell von Aena. Die spanischen Flughafentarife seien im europäischen Vergleich wettbewerbsfähig. Aena bezeichnete er zudem als einen „weltweiten Marktführer im Flughafenmanagement“.

Ryanair hatte niedrigere Gebühren verlangt. Eddie Wilson, Vorstandsvorsitzender von Ryanair DAC, machte die Stationierung zusätzlicher Flugzeuge in Spanien zuletzt von einer Senkung der Kosten abhängig. Die Gesellschaft will in den kommenden Jahren rund 300 neue Maschinen übernehmen.

Puente sieht hinter den Entscheidungen der Airline jedoch vor allem Rentabilitätsüberlegungen. Nach seinen Angaben strich Ryanair zwischen 2025 und 2026 drei Millionen Sitzplätze an regionalen Flughäfen. Gleichzeitig habe das Unternehmen sein Angebot an großen Standorten wie Madrid, Barcelona, Palma de Mallorca und Málaga um etwa 600.000 Plätze erhöht.

Als Beispiel nannte der Minister Madrid-Barajas. Der Flughafen sei für Ryanair trotz hoher Gebühren sehr rentabel. Flughäfen wie Valladolid hätten zwar niedrigere Kosten, böten der Gesellschaft aber offenbar weniger Ertrag.

Flughäfen stoßen an Kapazitätsgrenzen

Unabhängig vom Streit mit Ryanair sieht Puente die zunehmende Auslastung als Herausforderung für das spanische Flughafennetz. Der wachsende Flugverkehr sei grundsätzlich positiv. Einige Flughäfen näherten sich jedoch ihrer Belastungsgrenze.

Madrid-Barajas führte der Minister als Beispiel an. Zusätzliche Kapazitäten könnten nach seiner Einschätzung teilweise durch eine bessere Nutzung der nachfrageschwächeren Tageszeiten entstehen.

Bedeutung für Urlauber und Residenten

Für Reisende nach Alicante oder Benidorm ändert sich zunächst nichts. Puentes Aussagen führen nicht automatisch eine Tourismussteuer ein. Dafür wären konkrete Entscheidungen und Regelungen der zuständigen Stellen nötig.

Bewohner und Vermieter sollten die Debatte dennoch verfolgen. Eine künftige Abgabe könnte Übernachtungen verteuern und den Verwaltungsaufwand für Beherbergungsbetriebe erhöhen. Wie sie ausgestaltet würde, ist derzeit offen.

Auch bei Ryanair sind mögliche Folgen noch nicht abschließend absehbar. Der Konflikt um Flughafengebühren kann die Verteilung von Flugzeugen und Sitzplätzen in Spanien beeinflussen. Für den Flughafen Alicante wurden in den vorliegenden Aussagen jedoch keine konkreten Kürzungen genannt.

Quelle

Todo Alicante, Información, La Razón – „Puente acusa a Ryanair de utilizar las tasas para ocultar su falta de aviones y pone el foco en la tasa turística en Alicante“

https://www.todoalicante.es/economia/puente-acusa-ryanair-utilizar-tasas-ocultar-falta-20260823102606-nt.html

Redaktion Spanienleben.de

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Veröffentlicht am 24. August 2026

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