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Aktuelle Nachrichten 02. September 2026

OP-Warteliste auf den Kanaren wächst auf mehr als 34.300 Patienten

Von Redaktion Spanienleben.de

Nach zwei Jahren mit rückläufigen Zahlen warten wieder mehr Menschen auf eine Operation. Zugleich liegt die durchschnittliche Wartezeit unter dem spanischen Mittel.

Operationssaal in einem Krankenhaus auf den Kanaren mit medizinischen Geräten und vorbereitetem Operationstisch

Symbolbild – mit künstlicher Intelligenz erstellt

Operationssaal in einem Krankenhaus auf den Kanaren mit medizinischen Geräten und vorbereitetem Operationstisch

Inhaltsverzeichnis
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Die Warteliste für Operationen auf den Kanaren ist wieder gewachsen. Zum Stichtag 30. Juni 2026 warteten 34.382 Menschen auf einen chirurgischen Eingriff.

Das waren 7,8 Prozent mehr als im Juni 2025. In den beiden vorherigen Jahren war die Zahl noch zurückgegangen.

Die regionale Gesundheitsministerin Esther Monzón führt den Anstieg vor allem auf die Ärztestreiks zurück. Die Proteste hätten die medizinische Tätigkeit besonders im ersten Halbjahr 2026 beeinträchtigt.

Weniger Operationen im ersten Halbjahr

Nach Angaben des Direktors des kanarischen Gesundheitsdienstes SCS, Adasat Goya, sank die operative Tätigkeit zwischen Januar und Juni um 3 Prozent. Dies habe den bisherigen Abwärtstrend bei den Wartelisten unterbrochen.

Monzón erklärte, die Folgen der Mobilisierungen seien angesichts der geringeren Aktivität absehbar gewesen. Die neuen Zahlen wurden gemeinsam mit der Bilanz zur Krankenhausleistung für das erste Halbjahr vorgestellt.

Trotz des jüngsten Anstiegs liegt die Zahl der wartenden Patienten nach Angaben der Ministerin noch 5,5 Prozent unter dem Stand zu Beginn der laufenden Legislaturperiode. Damals seien weiterhin Folgen der Corona-Pandemie spürbar gewesen.

Durchschnittliche Wartezeit sinkt auf 107 Tage

Während die Zahl der Patienten zunahm, verkürzte sich die durchschnittliche Wartezeit gegenüber 2023 deutlich. Sie fiel von damals 153 auf aktuell 107 Tage.

Damit beträgt der Rückgang 46 Tage. Die Kanaren liegen laut Monzón nun auch unter dem spanischen Durchschnitt von 121 Tagen. Im Jahr 2023 hatte der Archipel noch die längste durchschnittliche OP-Wartezeit Spaniens.

Die Ministerin wertet diese Entwicklung als Ergebnis einer regelmäßig überprüften Planung. Ziel sei es, die Operationssäle möglichst gut auszulasten und Patienten mit besonders langen Wartezeiten vorrangig zu behandeln.

Noch 6.047 Menschen warten länger als sechs Monate

Auch bei den besonders langen Wartezeiten meldet das Gesundheitsressort einen Rückgang. Im Jahr 2023 warteten 9.457 Patienten länger als sechs Monate auf ihre Operation.

Aktuell sind es 6.047 Menschen. Das entspricht nach Angaben der Regionalregierung einem Rückgang um 36 Prozent innerhalb von drei Jahren.

Die Zahlen zeigen damit ein gemischtes Bild. Kurzfristig ist die Gesamtzahl der Wartenden gestiegen. Im längerfristigen Vergleich sind sowohl die durchschnittliche Dauer als auch die Zahl sehr langer Wartefälle gesunken.

Mehr Patienten warten auf einen Facharzttermin

Auch die Warteliste für Termine bei Fachärzten ist größer geworden. Zwischen Juni 2025 und Juni 2026 stieg die Zahl von 150.975 auf 158.358 Patienten.

Gleichzeitig verkürzte sich der Zugang zu Facharztsprechstunden im ersten Halbjahr um 18 Tage. Wie lange Patienten aktuell im Durchschnitt warten, wurde in den vorliegenden Angaben nicht genannt.

Bei diagnostischen Untersuchungen entwickelte sich die Lage dagegen positiv. Die entsprechende Warteliste sank innerhalb eines Jahres um 14 Prozent auf 22.006 Personen. Das waren 3.627 Patienten weniger als zuvor.

Bedeutung für Bewohner der Kanaren

Für gesetzlich versicherte Bewohner bedeutet die Entwicklung, dass trotz kürzerer durchschnittlicher Wartezeiten weiterhin viele Patienten auf Eingriffe und Facharzttermine angewiesen sind. Der konkrete Termin hängt jedoch von der medizinischen Dringlichkeit, der Fachrichtung und dem zuständigen Krankenhaus ab.

Wer bereits auf einer Warteliste steht, sollte seine Kontaktdaten beim SCS aktuell halten. Bei einer Verschlechterung des Gesundheitszustands ist es wichtig, sich erneut an das behandelnde medizinische Personal oder das zuständige Gesundheitszentrum zu wenden.

Redaktion Spanienleben.de

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Veröffentlicht am 02. September 2026

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