Migranten erreichen Strände im Campo de Gibraltar mit Jetskis und Booten
Nach der Migrationskrise in Ceuta sind Dutzende Marokkaner an der Küste von Cádiz angekommen. Die Polizei griff mehrere Gruppen auf.

Symbolbild – mit künstlicher Intelligenz erstellt
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Dutzende junge Marokkaner haben mit Jetskis und Schnellbooten die Küste des Campo de Gibraltar erreicht. Die Anlandungen konzentrierten sich auf Strände in Algeciras und La Línea de la Concepción.
Die Schleuser reagierten damit auf die Migrationskrise in Ceuta. Der Druck verlagerte sich am Wochenende teilweise an die Küste der Provinz Cádiz.

Mehrere Anlandungen an der Küste
Zu den wichtigsten Ankunftsorten gehörten der Faro de Punta Carnero, die Bucht von Getares und der Strand Playa de Levante in La Línea. Die Migranten wurden meist einige Meter vor dem Ufer ins Wasser gelassen.
Von dort schwammen sie zum Strand und versuchten anschließend, sich im Hinterland zu verteilen. Die Anlandungen hielten am Samstag und Sonntag an.
Nach den Berichten handelte es sich vor allem um junge Menschen, die nach der massenhaften Einreise in Ceuta dort geblieben waren. Sie suchten nun einen anderen Weg auf das spanische Festland.
Polizei greift mehrere Gruppen auf
Die Lokalpolizei von Algeciras entdeckte und stoppte innerhalb von 48 Stunden mehrere Gruppen. Rund zehn Menschen wurden für die weiteren Verfahren zur Policía Nacional gebracht.
Besonders viele Fahrten gab es am Samstagnachmittag bei La Ballenera unterhalb des Faro de Punta Carnero. Jetskifahrer brachten jeweils ein oder zwei marokkanische Staatsbürger in Küstennähe und kehrten danach über die Meerenge zurück.
Gegen Mitternacht erreichte zudem ein kleines Boot mit sieben bis acht Marokkanern denselben Küstenabschnitt. Drohnen der Policía Nacional entdeckten das Boot. Die Insassen liefen nach der Landung davon.
Die Beamten nahmen vier bis fünf von ihnen fest. Den übrigen gelang zunächst die Flucht.
Suche in La Línea dauert an
Auch La Línea de la Concepción meldete Anlandungen. Gegen 9 Uhr am Sonntag erreichte ein Boot mit mehreren Menschen aus dem Maghreb die Playa de Levante.
Zwei Insassen waren Stunden später noch nicht gefunden worden. Die Polizei setzte die Suche in der Umgebung fort.
In Getares gingen Beamte am Sonntagmorgen von Haus zu Haus. Sie rieten Anwohnern, Türen und Fenster geschlossen zu halten. In der Nacht hatte es rund um die Strandpromenade Lärm und auffällige Personenbewegungen gegeben.
Schleuser bieten schnellen und teuren Transport
Jetskis und Schnellboote gelten bei Schleuserorganisationen als sogenannter „VIP-Service“. Sie bewältigen die Strecke in wenigen Minuten und verkürzen damit die Zeit, in der Patrouillen der Guardia Civil eingreifen können.
Die Fahrer nähern sich den Stränden mit hoher Geschwindigkeit. Die Passagiere müssen noch vor dem Ufer ins Wasser springen. Anschließend drehen die Boote oder Jetskis sofort ab.
Eine Überfahrt auf einem herkömmlichen Boot kostet nach den Berichten zwischen 1.000 und 3.000 Euro. Für den Transport mit einem Jetski oder Schnellboot verlangen die Organisationen zwischen 4.000 und 6.000 Euro pro Person.
Zwei mutmaßliche Schleuser festgenommen
Die Guardia Civil nahm zwei mutmaßliche Schleuser fest. Einer von ihnen ist minderjährig und soll ein Boot mit elf marokkanischen Staatsbürgern gesteuert haben. Unter den Passagieren war eine Frau.
Der zweite Festgenommene soll einen Jetski mit zwei Migranten gefahren haben. Für ihn wurde Untersuchungshaft beantragt. Beide kamen vor Gericht.
Das Innenministerium erklärte, dass Salvamento Marítimo und die Guardia Civil ihre Überwachung in der Straße von Gibraltar verstärkt hätten. Trotzdem erreichten mehrere Boote und Jetskis die Küste, bevor die Sicherheitskräfte eingreifen konnten.
Quelle
Europa Sur, LaSexta – „Decenas de marroquíes alcanzan las playas del Campo de Gibraltar en motos de agua y lanchas tras la crisis de Ceuta“
https://www.europasur.es/campo-de-gibraltar/decenas-marroquies-playas-motos-agua-lanchas-crisis-ceuta_0_2007640178.htmlRedaktion Spanienleben.de
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Veröffentlicht am 02. August 2026
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