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Aktuelle Nachrichten 19. August 2026

Miete frisst in Málaga 58 Prozent des Haushaltseinkommens

Málaga ist die spanische Provinz mit der höchsten Mietbelastung: 58 Prozent des Nettoeinkommens einer Durchschnittsfamilie gehen für die Miete drauf. Auch beim Kauf liegt die Costa del Sol weit vorn.

Miete frisst in Málaga 58 Prozent des Haushaltseinkommens

Symbolbild – mit künstlicher Intelligenz erstellt

Inhaltsverzeichnis
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Málaga ist die spanische Provinz, in der Familien den höchsten Anteil ihres Einkommens für die Miete aufbringen müssen. Auch beim Kauf liegt die Provinz im landesweiten Vergleich weit vorne.

Málaga führt den Mietvergleich an

Die aktuellen Daten von idealista beziehen sich auf das zweite Quartal 2026. Untersucht wurde, welcher Anteil des durchschnittlichen Nettoeinkommens für eine Wohnung mit zwei Schlafzimmern aufgewendet werden müsste.

In der Provinz Málaga sind es 58 Prozent. Damit liegt Málaga zehn Prozentpunkte über den Balearen, die mit 48 Prozent den zweiten Platz belegen. Der spanische Durchschnitt beträgt 39 Prozent.

Für viele Familien bedeutet das, dass nach der Mietzahlung nur noch ein deutlich kleinerer Teil des Einkommens für Lebensmittel, Energie, Mobilität und andere laufende Kosten übrig bleibt.

Auch Málaga-Stadt liegt deutlich über der Orientierung

In Málaga-Stadt beträgt der Mietaufwand für eine durchschnittliche Familie 40 Prozent des Einkommens. Nur Palma de Mallorca liegt unter den spanischen Provinzhauptstädten mit 45 Prozent noch höher.

Als Orientierung für eine tragbare Mietbelastung gelten häufig 30 Prozent des Haushaltseinkommens. Málaga überschreitet diese Marke damit um zehn Prozentpunkte.

Auch Alicante und Madrid liegen mit jeweils 38 Prozent über dieser Orientierung. Barcelona und Segovia kommen auf 34 Prozent.

Kaufen ist ebenfalls teuer

Nicht nur Mieter stehen unter Druck. Für die Finanzierung einer Wohnung muss eine Familie in der Provinz Málaga durchschnittlich 45 Prozent ihres Einkommens für die Hypothek einplanen. Nur auf den Balearen ist der Anteil mit 48 Prozent noch höher.

Der spanische Durchschnitt liegt bei 29 Prozent. In Málaga-Stadt werden für den Kauf 35 Prozent des Haushaltseinkommens angesetzt.

Die Werte sind Modellrechnungen und keine individuelle Finanzierungsberatung. Entscheidend sind unter anderem Eigenkapital, Zinssatz, Laufzeit, Einkommen und der konkrete Kaufpreis.

Fehlendes Angebot verschärft die Lage

Der Analyse zufolge hängt die hohe Belastung vor allem mit dem knappen Angebot zusammen. Málaga ist wirtschaftlich und touristisch stark gewachsen. Gleichzeitig konkurrieren Einheimische, internationale Arbeitskräfte, Studenten, Residenten und Ferienvermietungen um eine begrenzte Zahl von Wohnungen.

Die Folge ist ein Markt, in dem auch Haushalte mit regelmäßigem Einkommen Schwierigkeiten haben können, eine passende Wohnung zu finden.

Bedeutung für Deutsche an der Costa del Sol

Für Deutsche, die nach Málaga oder an die Costa del Sol ziehen möchten, sind die Zahlen ein wichtiger Hinweis. Ein Einkommen aus Deutschland kann im Vergleich zu lokalen Gehältern zwar höher ausfallen, dennoch sollten Miete, Nebenkosten, Versicherungen und Mobilität realistisch kalkuliert werden.

Wer eine Immobilie kaufen möchte, sollte nicht nur den Kaufpreis, sondern auch Steuern, Finanzierungskosten, Gemeinschaftskosten und Rücklagen berücksichtigen.

Fazit

Málaga ist nicht nur eine der gefragtesten Regionen Spaniens, sondern auch die Provinz mit der höchsten Mietbelastung. Die Zahlen zeigen, wie stark der Wohnungsmarkt die verfügbaren Einkommen von Familien inzwischen unter Druck setzt.

Quelle

101TV Sevilla – „Málaga soporta el mayor esfuerzo de España para alquilar y el segundo más alto al comprar“

https://101tvsevilla.es/malaga-soporta-el-mayor-esfuerzo-de-espana-para-alquilar-y-el-segundo-mas-alto-al-comprar/

Redaktion Spanienleben.de

Wir berichten aus Spanien über Auswandern, Alltag, Immobilien und aktuelle Nachrichten – recherchiert anhand offizieller Quellen und spanischer Medien.

Veröffentlicht am 19. August 2026

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