Kanaren-Hauptstädte: Miete kostet 31 Prozent des Familieneinkommens
In Santa Cruz de Tenerife und Las Palmas de Gran Canaria liegt die Mietbelastung über der als tragbar geltenden Marke von 30 Prozent.

Symbolbild – mit künstlicher Intelligenz erstellt
Inhaltsverzeichnis
Wohnen kostet in den kanarischen Hauptstädten mehr, als Fachleute für tragbar halten. Santa Cruz de Tenerife und Las Palmas de Gran Canaria liegen beide bei 31 Prozent des Familieneinkommens.
Das geht aus einer Auswertung des Immobilienportals Idealista für das zweite Quartal 2026 hervor. Grundlage ist eine Wohnung mit zwei Schlafzimmern und das durchschnittliche Nettoeinkommen einer Familie.
30 Prozent gelten als Grenze
Fachleute nennen seit Jahren rund 30 Prozent des Nettoeinkommens als Obergrenze für die Miete. Wer mehr zahlt, hat spürbar weniger Spielraum für Strom, Lebensmittel, Mobilität und Rücklagen.
Neun spanische Provinzhauptstädte überschreiten diese Marke. Santa Cruz de Tenerife und Las Palmas de Gran Canaria gehören dazu.
Im spanischen Durchschnitt verschlingt die Miete inzwischen 39 Prozent des Nettoeinkommens einer Familie.
So ordnen sich die Kanaren ein
An der Spitze steht Palma de Mallorca mit 45 Prozent. Es folgen Málaga mit 40 Prozent, Valencia mit 39 Prozent sowie Madrid und Alicante mit jeweils 38 Prozent.
Barcelona und Segovia kommen auf 34 Prozent. Danach folgen Santa Cruz de Tenerife und Las Palmas de Gran Canaria mit je 31 Prozent.
Sevilla und Bilbao liegen genau auf der Schwelle von 30 Prozent. Am günstigsten sind Ciudad Real und Teruel mit jeweils 19 Prozent.
Kaufen wirkt auf dem Papier günstiger
Für den Kauf einer Wohnung setzt die Auswertung landesweit 29 Prozent des Familieneinkommens an. Das liegt deutlich unter dem Mietwert.
Der Vergleich hat allerdings einen Haken. Die Rechnung berücksichtigt nur die laufende Rate, nicht das Eigenkapital, das Banken vor einer Finanzierung verlangen.
Über der 30-Prozent-Marke liegen beim Kauf fünf Hauptstädte: Palma mit 48 Prozent, Madrid mit 39 Prozent, San Sebastián mit 36 Prozent, Málaga mit 35 Prozent und Barcelona mit 32 Prozent. Die kanarischen Hauptstädte tauchen in dieser Liste nicht auf.
Bedeutung für Auswanderer und Residenten
Wer auf Gran Canaria oder Teneriffa eine Wohnung sucht, sollte die Zahlen als Orientierung lesen, nicht als Preisliste. Die Werte beziehen sich auf lokale Durchschnittseinkommen, die niedriger sind als in vielen Teilen Deutschlands.
Für die eigene Kalkulation zählen deshalb andere Punkte: die Höhe der Kaution, befristete oder unbefristete Verträge, Nebenkosten und die Frage, ob eine Wohnung ganzjährig oder nur außerhalb der Saison verfügbar ist.
Gerade in den Hauptstädten konkurrieren Dauermieter mit Ferienvermietung und Zuzug. Ein längerer Suchzeitraum und ein Puffer im Budget sind sinnvoll.
Fazit
Die kanarischen Hauptstädte sind im spanischen Vergleich nicht die teuersten, liegen aber klar über der als tragbar geltenden Grenze. Für Familien vor Ort bleibt Wohnen damit der größte Posten im Haushaltsbudget.
Quelle
Radio Televisión Canaria, Idealista
https://rtvc.es/el-alquiler-en-las-capitales-canarias-supera-lo-recomendable-18-agosto-2026/Redaktion Spanienleben.de
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Veröffentlicht am 20. August 2026
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