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Aktuelle Nachrichten 29. August 2026

Meer vor Málaga fällt auf Rekordtief von 15,5 Grad

Von Redaktion Spanienleben.de

Eine Auftriebsströmung bringt kaltes Tiefenwasser an die Oberfläche. Zum Septemberbeginn dürfte sich das Alborán-Meer deutlich erwärmen.

Messboje im Alborán-Meer vor Guadalmar an der Küste von Málaga

Symbolbild – mit künstlicher Intelligenz erstellt

Messboje im Alborán-Meer vor Guadalmar an der Küste von Málaga

Inhaltsverzeichnis
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Das Meer vor Málaga hat am Freitag einen neuen Kälterekord für den August erreicht. Die Messboje vor Guadalmar registrierte an der Oberfläche 15,5 Grad.

Zu diesem Zeitpunkt war das der niedrigste Wert aller verglichenen Küstenbojen in Spanien. Der ungewöhnliche Temperatursturz dürfte allerdings nur von kurzer Dauer sein.

Zum Beginn des Septembers könnte sich das Wasser wieder deutlich erwärmen. Der Meteorologe José Luis Escudero hält dann Werte von mehr als 21 bis 22 Grad für möglich.

Zweiter Rekord innerhalb weniger Tage

Die Boje vor Guadalmar hatte bereits am Dienstag mit 15,6 Grad einen neuen August-Tiefstwert gemessen. Der bisherige Rekord aus dem August 2014 hatte bei 16,3 Grad gelegen.

Am Freitag fiel die Temperatur noch einmal um ein Zehntelgrad auf 15,5 Grad. Bei der folgenden Messung stieg sie wieder auf 15,6 Grad. Im weiteren Tagesverlauf wurde daher bereits mit einer leichten Erwärmung gerechnet.

Die Sensoren der Boje erfassen die Temperatur an der Meeresoberfläche. Solche Werte können sich durch Wind, Strömungen, Wellen und die Tageszeit relativ schnell verändern.

Kältester Messpunkt an Spaniens Küsten

Ein Vergleich über das Messsystem Portus von Puertos del Estado zeigte am frühen Freitagmorgen große Unterschiede. Valencia meldete 25,47 Grad, Tarragona 27,40 Grad und Barcelona II 26 Grad.

An der Boje Palos wurden 26,86 Grad gemessen. Im Golf von Cádiz waren es 20,70 Grad und bei Cabo Silleiro 20,97 Grad. Villanos-Sisargas kam auf 18,56 Grad.

Auch die übrigen genannten Stationen lagen deutlich über Málaga. Estaca de Bares meldete 21,19 Grad, Cabo de Peñas 21,01 Grad, Pasaia 23,40 Grad und Tenerife Sur 24,19 Grad.

Damit lag die Messung vor Guadalmar nicht nur unter den Werten im Mittelmeer und auf den Kanaren. Sie unterschritt zeitweise auch die Temperaturen an den Küsten Galiciens, Asturiens und des Baskenlandes.

Kaltes Tiefenwasser steigt nach oben

Als Erklärung gilt ein Auftrieb von kälterem Wasser aus tieferen Schichten. Der Physiker Manuel Vargas vom Instituto Español de Oceanografía in Málaga sieht keinen Zweifel daran, dass aufgestiegenes Wasser hinter dem Phänomen steht.

Unklar ist jedoch, wo der Auftrieb entstanden ist. Möglich ist ein lokaler Prozess direkt an der Küste von Málaga. Ebenso könnte kaltes Wasser aus dem Bereich der Straße von Gibraltar durch eine Strömung näher an die Küste gelangt sein.

Vargas hält auch eine Kombination beider Faktoren für denkbar. Zusätzlich könnten die Wellen eine wichtige Rolle spielen. Sie vermischen das Wasser und verteilen die zuvor in einer sehr dünnen Oberflächenschicht gespeicherte Wärme auf eine dickere Schicht.

Dadurch sinkt die Temperatur an der Oberfläche. Gleichzeitig könnte sich das Wasser in Tiefen zwischen 10 und 30 Metern erwärmen.

Kein Widerspruch zur marinen Hitzewelle

Der kurzfristige Kälterekord bedeutet nicht, dass die seit Mai beobachtete marine Hitzewelle vor Málaga beendet ist. Im Sommer wurden an der Oberfläche und am Meeresboden anhaltend extreme Wärmeanomalien festgestellt.

Das Wasser erreichte Spitzenwerte von bis zu 28 Grad. Über längere Zeit lagen die Temperaturen 4,5 bis 5 Grad über den üblichen Mittelwerten. Das Alborán-Meer reagiert jedoch stark auf seine besonderen Strömungsverhältnisse.

Nennenswerte Folgen für das Wetter an Land werden nicht erwartet. Juan de Dios del Pino, Leiter der spanischen Wetterbehörde Aemet in Andalusien, hält Nebel oder tiefe Wolken für möglich. Ein relevantes Wetterereignis sei ohne zusätzliche kalte Luft in höheren Atmosphärenschichten nicht zu erwarten.

Bedeutung für Urlauber und Residenten

Badegäste an der Küste von Málaga müssen vorübergehend mit ungewöhnlich kaltem Wasser rechnen. Selbst bei angenehmen Lufttemperaturen kann der Einstieg daher deutlich frischer ausfallen als sonst Ende August.

Die Messung vor Guadalmar ist allerdings eine punktuelle Oberflächenmessung. An anderen Stränden und zu anderen Tageszeiten können die Werte abweichen. Mit Beginn des Septembers wird bereits eine kräftige Erholung auf mehr als 21 bis 22 Grad erwartet.

Redaktion Spanienleben.de

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Veröffentlicht am 29. August 2026

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