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Aktuelle Nachrichten 20. August 2026

Meer vor Málaga erreicht 28,8 Grad – Sorge vor Starkregen im Herbst

Das Alborán-Meer erlebt seit Ende Mai eine anhaltende marine Hitzewelle. Die Wärme reicht nach Messungen des IEO-CSIC deutlich unter die Oberfläche.

Meer vor Málaga erreicht 28,8 Grad – Sorge vor Starkregen im Herbst

Symbolbild – mit künstlicher Intelligenz erstellt

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Das Meer vor Málaga hat am Dienstag, 18. August, eine Temperatur von 28,8 Grad erreicht. Damit lag der Messwert nur 0,3 Grad unter dem historischen Rekord von 29,1 Grad aus dem August 2015.

Die ungewöhnlich hohe Wassertemperatur ist kein kurzer Ausschlag. Das Alborán-Meer befindet sich seit Ende Mai in einer ununterbrochenen marinen Hitzewelle.

Fachleute warnen vor möglichen Folgen im Herbst. Das im Meer gespeicherte Wärmeangebot kann DANA-Wetterlagen und Starkregen verstärken.

Seit Ende Mai deutlich zu warm

Die Messungen stammen unter anderem von einer Boje von Puertos del Estado vor Guadalmar. Zu Beginn des Sommers zeigte sie noch rund 19 Grad. Ursache waren Westwind- und Terral-Phasen, die kaltes Wasser aus tieferen Schichten an die Oberfläche brachten.

Danach stiegen die Werte schnell. Ende Juni wurden 24 Grad gemessen. Das entspricht bereits den traditionellen Höchstwerten im August vor Málaga. Anfang Juli überschritt das Wasser 26 Grad, zuletzt wurden 28,8 Grad erreicht.

Manuel Vargas, Physiker am Centro Oceanográfico de Málaga des IEO-CSIC, bezeichnete die Entwicklung mit den Worten: „Das ist wirklich eine Barbarei.“ Aktuell liege die Wassertemperatur rund 4,5 Grad über dem Mittel. An einzelnen Tagen betrug die Abweichung zwischen 4,5 und 5 Grad.

Wärme reicht unter die Oberfläche

Die Beobachtungen beruhen auf vier unterschiedlichen Datenquellen. Dazu gehören Puertos del Estado, das europäische Erdbeobachtungsprogramm Copernicus, der Küstenbeobachtungsdienst SOCIB und die ozeanografischen RADMED-Kampagnen.

Satellitendaten von Copernicus bestätigen die außergewöhnlich hohen Werte. Nur einzelne Tage mit Poniente oder Terral sorgten vorübergehend für eine Abkühlung auf normale oder leicht unterdurchschnittliche Temperaturen.

Auch in tieferen Wasserschichten ist es zu warm. Bei den RADMED-Fahrten messen Forschungsschiffe vom Meeresspiegel bis zum Meeresboden. Die Ergebnisse zeigen, dass die Abweichungen nicht auf die oberste Wasserschicht begrenzt sind.

Wann von einer marinen Hitzewelle gesprochen wird

Eine marine Hitzewelle wird nach statistischen Kriterien bestimmt. Die Wassertemperatur muss einen historischen Schwellenwert überschreiten, der nur in zehn Prozent der Vergleichsfälle erreicht wurde. Dieser Zustand muss mindestens fünf Tage in Folge anhalten.

Nach den Analysen des SOCIB erfüllt das Alborán-Meer diese Bedingung seit Ende Mai ohne Unterbrechung. Vargas spricht von außergewöhnlichen Temperaturen. Solche Ereignisse seien früher selten gewesen, würden aber zunehmend zur neuen Normalität.

Warmes Meer kann Unwetter verstärken

Eine DANA ist ein abgetrenntes Höhentief. Solche Wetterlagen gehören am Ende des Sommers und zu Beginn des Herbstes zum mediterranen Klima. Eine sehr hohe Meerestemperatur allein löst jedoch keine DANA aus.

Trifft eine passende Wetterlage auf das warme Wasser, steht der Atmosphäre aber mehr Energie und Feuchtigkeit zur Verfügung. Das kann Niederschläge intensiver und ergiebiger machen. Vargas erwartet, dass solche Stürme langfristig zerstörerischer, stärker und häufiger werden.

Der Wert von 28,8 Grad erhöht deshalb die Aufmerksamkeit für die kommenden Monate. Ob, wann und wo tatsächlich Starkregen fällt, hängt weiterhin von der jeweiligen Wetterlage ab.

Bedeutung für Bewohner der Costa del Sol

Die Messungen sind keine konkrete Unwetterwarnung. Bewohner sollten im Herbst dennoch die Hinweise der staatlichen Wetterbehörde Aemet und des Zivilschutzes aufmerksam verfolgen. Kurzfristige Warnstufen bleiben entscheidend für die persönliche Planung.

Bei angekündigtem Starkregen sind tiefliegende Straßen, Unterführungen, Flussbetten und bekannte Überschwemmungsgebiete zu meiden. Fahrzeuge sollten nicht durch überflutete Abschnitte gelenkt werden. Urlauber sollten zudem prüfen, ob Ausflüge, Küstenfahrten oder Transfers von aktuellen Warnungen betroffen sind.

Redaktion Spanienleben.de

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Veröffentlicht am 20. August 2026

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