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Aktuelle Nachrichten 24. August 2026

Meer rund um Spanien erreicht neue Temperaturrekorde

Im Mittelmeer wurden erstmals mehr als 33 Grad gemessen. Auch im Kantabrischen Meer und im spanischen Nordatlantik fielen historische Höchstwerte.

Meer rund um Spanien erreicht neue Temperaturrekorde

Symbolbild – mit künstlicher Intelligenz erstellt

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Die Meere rund um die Iberische Halbinsel haben im Sommer neue Temperaturrekorde erreicht. Im spanischen Mittelmeer wurden erstmals mehr als 33 Grad gemessen.

Auch das Kantabrische Meer und der spanische Nordatlantik verzeichneten historische Höchststände. Zwölf von 28 ausgewerteten Messbojen meldeten Rekorde, eine weitere stellte ihren bisherigen Höchstwert ein.

Die ungewöhnliche Wärme hat Folgen, die weit über angenehme Badetemperaturen hinausgehen. Sie kann starke Regenfälle und Stürme begünstigen, Küsten belasten und die Lebensbedingungen vieler Meeresarten verändern.

Erstmals mehr als 33 Grad im Mittelmeer

Den höchsten Wert registrierte die Boje an der Insel Dragonera westlich von Mallorca. Dort wurden am 5. August 33,02 Grad gemessen. Die Messreihe an diesem Standort läuft seit 2006.

Der Wert ist nicht nur ein Rekord für Dragonera. Er gilt zugleich als höchste bislang an einem Messpunkt im spanischen Mittelmeer erfasste Oberflächentemperatur.

Weitere Höchstwerte wurden an sechs mediterranen Bojen festgestellt. In Maó auf Menorca waren es am 8. August 32,36 Grad. Die Küstenboje vor Tarragona maß am 9. August 30,70 Grad, die weiter draußen liegende Boje am 13. August 30,31 Grad.

Am Cabo de Palos in Murcia wurden am 21. Juli 29,77 Grad erreicht. Am Cabo de Begur in Girona waren es am 16. August 29,18 Grad. Die Boje am Cabo de Gata in Almería meldete am 19. August 28,84 Grad.

Rekorde auch im Norden Spaniens

Im Kantabrischen Meer wurde erstmals seit Beginn der dortigen Messreihen die Marke von 28 Grad überschritten. Die Küstenboje Pasaia II in Gipuzkoa registrierte am 23. Juni 28,4 Grad. Die ältesten Vergleichsdaten aus diesem Meeresgebiet reichen bis 1990 zurück.

Im August kamen weitere Rekorde hinzu. Vor Bilbao-Bizkaia wurden am 12. August 25,27 Grad gemessen. Die Boje bei Estaca de Bares in A Coruña zeigte am folgenden Tag 23,13 Grad an.

Auch im spanischen Nordatlantik fielen Höchstmarken. Villano-Sisargas vor A Coruña erreichte am 13. August 22,17 Grad. Am Cabo Silleiro in Pontevedra wurden bereits am 24. Juli 21,29 Grad registriert, der höchste Wert dort in fast drei Jahrzehnten.

Von der historischen Erwärmung der vergangenen Monate ausgenommen blieben nach der Auswertung nur der Golf von Cádiz und die Kanarischen Inseln. Grundlage sind Daten der 28 Bojen von Puertos del Estado, darunter 15 Messstellen auf offener See und 13 Küstenbojen.

Wärmeres Wasser liefert Energie für Unwetter

Eine hohe Meerestemperatur bedeutet stärkere Verdunstung. Dadurch gelangt mehr Feuchtigkeit in die Atmosphäre. Diese zusätzliche Energie kann Stürme und heftige Regenfälle verstärken.

Warmes Meer allein löst jedoch nicht automatisch ein Unwetter aus. Treffen weitere ungünstige Wetterbedingungen zusammen, kann die gespeicherte Wärme aber intensivere und zerstörerische Niederschläge begünstigen.

Hinzu kommen langfristige Risiken. Wärmeres Wasser kann weniger Kohlendioxid aus der Atmosphäre aufnehmen. Zudem steigen die Gefahren von Küstenerosion und Überflutungen in gefährdeten Gebieten.

Meeresleben gerät unter Anpassungsdruck

Nach Angaben von Greenpeace erwärmen sich die Gewässer rund um die Iberische Halbinsel um 0,25 Grad pro Jahrzehnt. Das sei 67 Prozent schneller als der weltweite Durchschnitt.

Die Organisation warnt, dass sich die Ökosysteme nicht im gleichen Tempo anpassen können. Steigende Temperaturen verändern Lebensräume und können die Verbreitung von Arten verschieben. Davon betroffen sind die biologische Vielfalt und die Stabilität mariner Nahrungsketten.

Greenpeace fordert eine drastische Senkung der Treibhausgasemissionen, einen beschleunigten Ausstieg aus fossilen Brennstoffen sowie einen besseren Schutz und die Wiederherstellung von Meeresökosystemen.

Bedeutung für Urlauber und Residenten

An vielen Stränden fühlt sich das Wasser derzeit deutlich wärmer an als üblich. Das kann beim Baden angenehm erscheinen. Bei sehr hohen Wassertemperaturen fehlt jedoch die gewohnte Abkühlung, besonders während längerer Hitzeperioden.

Für Bewohner und Reisende in Küstenregionen sind Wetterwarnungen besonders wichtig. Ein stark erwärmtes Meer kann bei passender Wetterlage heftige Regenfälle zusätzlich antreiben. Warnungen der Behörden zu Starkregen, Überschwemmungen und hohem Wellengang sollten deshalb ernst genommen werden.

Die Rekorde können sich außerdem indirekt auf den Aufenthalt am Meer auswirken. Veränderungen bei Meeresarten, Küstenerosion und lokale Überflutungen betreffen Strände, Häfen und küstennahe Infrastruktur.

Quelle

La Vanguardia – „Las aguas marinas de la península Ibérica marcan nuevos récords de temperatura“

https://www.lavanguardia.com/vida/20260824/11618661/aguas-marinas-peninsula-iberica-marcan-nuevos-records-temperatura.html

Redaktion Spanienleben.de

Wir berichten aus Spanien über Auswandern, Alltag, Immobilien und aktuelle Nachrichten – recherchiert anhand offizieller Quellen und spanischer Medien.

Veröffentlicht am 24. August 2026

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