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Aktuelle Nachrichten 30. August 2026

Marina Alta: Nur gut jeder dritte Einwohner stammt aus der Comarca

Von Redaktion Spanienleben.de

Die Region um Dénia, Jávea und Calpe ist so international wie keine andere Comarca der Comunitat Valenciana. Zugleich altert ihre Bevölkerung deutlich.

Blick auf Dénia an der Costa Blanca mit Hafen, Wohnhäusern und dem Montgó im Hintergrund

Symbolbild – mit künstlicher Intelligenz erstellt

Blick auf Dénia an der Costa Blanca mit Hafen, Wohnhäusern und dem Montgó im Hintergrund

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Die Marina Alta ist stark durch Zuwanderung geprägt. Nur 36,4 Prozent ihrer Einwohner wurden in der Comarca im Norden der Provinz Alicante geboren.

Fast zwei von drei Bewohnern, genau 63,6 Prozent, stammen damit von außerhalb. Besonders hoch ist der Anteil der Menschen, die im Ausland geboren wurden oder weiterhin eine ausländische Staatsangehörigkeit besitzen.

Die neuen Bevölkerungsdaten zeigen zugleich eine zweite Entwicklung. Trotz des Zuzugs weist die Region um Dénia, Jávea und Calpe eine vergleichsweise alte Bevölkerung auf.

Rund 126.600 Einwohner stammen von außerhalb

Im Jahr 2025 lebten rund 199.100 Menschen in der Marina Alta. Davon wurden ungefähr 72.500 innerhalb der Comarca geboren. Etwa 126.600 kamen in anderen Teilen Spaniens oder im Ausland zur Welt.

Damit zählt die Marina Alta zu den valencianischen Regionen mit dem geringsten Anteil einer vor Ort geborenen Bevölkerung. Niedrigere Werte weisen nur fünf Comarcas auf. Dazu gehören die Marina Baixa mit 29,5 Prozent und Camp de Túria mit 31,6 Prozent.

In anderen Teilen der Comunitat Valenciana ist die Lage deutlich anders. In der Vall d’Albaida wurden 66,5 Prozent der Bewohner in ihrer Comarca geboren. In der Costera sind es 62,6 Prozent und in l’Alcoià 61,9 Prozent.

Höchster Ausländeranteil der Comunitat Valenciana

38,9 Prozent der Einwohner der Marina Alta besitzen eine ausländische Staatsangehörigkeit. Das ist der höchste Wert unter allen Comarcas der Comunitat Valenciana. Knapp dahinter folgen der Baix Segura mit 38,6 Prozent und die Marina Baixa mit 34,9 Prozent.

Der regionale Durchschnitt liegt bei etwa 19,5 Prozent. Der Ausländeranteil der Marina Alta ist somit fast doppelt so hoch. Auch dicht besiedelte Regionen wie l’Alacantí mit 18,9 Prozent oder València mit 19,4 Prozent liegen weit darunter.

Noch höher fällt der Anteil der im Ausland geborenen Bevölkerung aus. Er erreicht in der Marina Alta 43,8 Prozent und damit ebenfalls den Spitzenwert in der Comunitat. Die Differenz zu den 38,9 Prozent ausländischer Staatsangehöriger deutet darauf hin, dass ein Teil der Zugewanderten inzwischen die spanische Nationalität besitzt.

Zuzug verhindert die Alterung nicht

Das Medianalter in der Marina Alta beträgt 48 Jahre. Für die gesamte Comunitat Valenciana liegt es bei etwa 45 Jahren. Die Comarca ist damit älter als viele städtische und großstädtische Regionen.

Der Alterungsindex erreicht 185. Auf jeweils 100 Einwohner unter 16 Jahren kommen somit 185 Menschen über 64. In l’Alacantí liegt der entsprechende Wert bei 135,3, in l’Horta Sud bei 123,2.

Die Marina Alta bleibt allerdings unter den Extremwerten dünn besiedelter Regionen im Landesinneren. Im Alto Mijares erreicht der Alterungsindex 428,8. Im Rincón de Ademuz liegt er bei 296,3.

Hohe Belastung für Versorgung und Wohnungsmarkt

Auch der Abhängigkeitsquotient ist mit 59,4 vergleichsweise hoch. Er setzt die Zahl der Kinder und älteren Menschen ins Verhältnis zur Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter. Im Baix Segura beträgt der fast identische Wert 59,5.

Diese Altersstruktur erhöht den Bedarf an Gesundheitsversorgung, Pflege, sozialen Angeboten und Mobilität. Gleichzeitig stellen die hohe Zuwanderung und die wachsende Vielfalt neue Anforderungen an Integration und gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Hinzu kommt der Zugang zu bezahlbarem Wohnraum. Die demografischen Daten bestätigen damit eine Entwicklung, die in Küstenorten wie Dénia, Jávea und Calpe im Alltag sowie auf dem Immobilienmarkt seit Jahren sichtbar ist.

Bedeutung für Urlauber und Residenten

Für Residenten kann die Bevölkerungsstruktur längere Wege oder eine stärkere Auslastung bei Gesundheits- und Sozialdiensten bedeuten. Besonders wichtig wird das für ältere Menschen, die dauerhaft an der Costa Blanca leben.

Der hohe internationale Anteil erleichtert in vielen Orten den Zugang zu mehrsprachigen Dienstleistungen und internationalen Gemeinschaften. Wer einen Umzug plant, sollte dennoch frühzeitig die medizinische Versorgung, Mobilität und Wohnsituation am gewünschten Ort prüfen.

Die Werte gelten für die gesamte Marina Alta. Zwischen den einzelnen Gemeinden können sich Herkunft, Altersstruktur und Versorgungsangebot deutlich unterscheiden.

Redaktion Spanienleben.de

Wir berichten aus Spanien über Auswandern, Alltag, Immobilien und aktuelle Nachrichten – recherchiert anhand offizieller Quellen und spanischer Medien.

Veröffentlicht am 30. August 2026

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