Marina Alta: Elf Orte im Hinterland haben über 40 Prozent Ausländer
Die internationale Bevölkerung konzentriert sich nicht nur an der Costa Blanca. Gerade kleine Gemeinden abseits der Küste weisen besonders hohe Anteile auf.

Symbolbild – mit künstlicher Intelligenz erstellt
Blick auf eine kleine Gemeinde im bergigen Hinterland der Marina Alta an der Costa Blanca
Inhaltsverzeichnis
In der Marina Alta leben 199.100 Menschen. Davon besitzen 77.445 eine ausländische Nationalität. Ihr Anteil beträgt nach dem jährlichen Bevölkerungszensus 2025 damit 38,90 Prozent.
Besonders auffällig ist die Lage im Hinterland. Elf Gemeinden ohne eigenen Küstenabschnitt kommen auf einen Ausländeranteil von mehr als 40 Prozent.
Die Zahlen zeigen zugleich große Unterschiede. Hohe Prozentwerte finden sich oft in kleinen Orten, während die meisten ausländischen Einwohner weiterhin in den größeren Küstengemeinden leben.
Elf Orte ohne Küste über der 40-Prozent-Marke
Llíber führt die Gemeinden im Hinterland mit 61,45 Prozent an. Es folgen Alcalalí mit 57,15 Prozent und Murla mit 54,18 Prozent. In allen drei Orten besitzt mehr als die Hälfte der Bevölkerung eine ausländische Nationalität.
Benigembla liegt mit 49,91 Prozent knapp unter einer Mehrheit. Dort sind 290 der insgesamt 581 Einwohner Ausländer. Orba erreicht 47 Prozent.
Auch Parcent, l’Atzúbia, Tormos, Benidoleig, el Ràfol d’Almúnia und Xaló überschreiten die Marke von 40 Prozent. Insgesamt erreichen 16 der 33 Gemeinden der Marina Alta diesen Wert. Fünf davon liegen an der Küste: El Poble Nou de Benitatxell, Teulada, Calp, Els Poblets und Xàbia.
Den höchsten Wert der gesamten Comarca verzeichnet El Poble Nou de Benitatxell mit 61,54 Prozent. Den niedrigsten Anteil hat la Vall d’Alcalà mit 8,81 Prozent. Zwischen den Gemeinden liegen damit mehr als 50 Prozentpunkte.
Kleine Orte, große prozentuale Anteile
Die Rangfolge nach Prozentwerten sagt wenig über die tatsächliche Zahl der Menschen aus. Llíber kommt auf 585 Einwohner mit ausländischer Nationalität. Dénia zählt dagegen 13.844, obwohl der dortige Anteil nur 29,10 Prozent beträgt.
Die größte ausländische Bevölkerung lebt in Calp. Dort sind es 14.857 Menschen. Xàbia folgt mit 14.625, danach kommt Dénia.
Zusammen zählen diese drei Gemeinden 43.326 ausländische Einwohner. Das entspricht 55,9 Prozent aller 77.445 Ausländer in der Marina Alta. Teulada kommt auf 7.299, Benissa auf 4.941 und El Poble Nou de Benitatxell auf 3.093.
Briten prägen mehrere Gemeinden im Hinterland
Im gesamten als Zona Interior bezeichneten Gebiet leben 5.812 Menschen mit ausländischer Nationalität. Ihr Anteil an der dortigen Gesamtbevölkerung beträgt 37,57 Prozent. Davon stammen 5.039 aus europäischen Ländern, was 86,7 Prozent der ausländischen Bevölkerung dieser Zone entspricht.
Besonders stark ist die britische Gemeinschaft vertreten. Mit 2.663 Menschen stellt sie 45,8 Prozent aller Ausländer im Binnengebiet.
In mehreren Orten bilden Briten sogar mehr als die Hälfte der ausländischen Bevölkerung. In Benigembla sind es 187 von 290, in Tormos 92 von 143 und in Alcalalí 462 von 803. Vergleichbare Werte melden Orba mit 624 von 1.129, Llíber mit 304 von 585 und Murla mit 159 von 311.
Internationale Bevölkerung wächst und verändert sich
Zwischen 2021 und 2025 stieg die Zahl der ausländischen Einwohner in der Marina Alta von 61.171 auf 77.445. Das ist ein Zuwachs um 16.274 Menschen oder 26,6 Prozent.
Europäische Nationalitäten stellen weiterhin die größte Gruppe. Auf EU-Staaten entfallen 27.347 Menschen, auf das übrige Europa 25.174. Zusammen sind das 67,82 Prozent der ausländischen Bevölkerung.
Der Anteil Europas ist jedoch gesunken. Im Jahr 2021 hatte er noch 74,86 Prozent betragen. Gleichzeitig wuchs die Bevölkerung aus Amerika von 8.224 auf 16.722 Menschen und stellt nun 21,59 Prozent.
Bedeutung für Auswanderer und Residenten
Die Daten machen das Hinterland für Auswanderungsinteressierte sichtbarer. In vielen kleinen Orten bestehen bereits große internationale Gemeinschaften. Besonders britische Residenten prägen mehrere Gemeinden deutlich.
Die Statistik gibt allerdings keine Auskunft über Sprachkenntnisse, verfügbare Dienstleistungen oder den Wohnungsmarkt. Auch sagt die ausländische Nationalität allein nichts darüber aus, wie lange jemand in Spanien lebt. Vor einem Umzug sollten daher Infrastruktur, Verkehrsanbindung, medizinische Versorgung und Einkaufsmöglichkeiten vor Ort geprüft werden.
Quelle
Javea.com
https://www.javea.com/mas-alla-de-la-costa-11-pueblos-del-interior-de-la-marina-alta-superan-el-40-de-poblacion-extranjera/Redaktion Spanienleben.de
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Veröffentlicht am 31. August 2026
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