Marbella plant 428 Wohnungen und neue Grünflächen in Río Real
Die zweite Bauphase von Río Real Golf nimmt Gestalt an. Das 47,25 Hektar große Gebiet erstreckt sich beiderseits der Autobahn AP-7.

Symbolbild – mit künstlicher Intelligenz erstellt
Blick auf das Entwicklungsgebiet Río Real in Marbella beiderseits der Autobahn AP-7
Inhaltsverzeichnis
Marbella bereitet eines seiner größeren Wohnbauprojekte vor. In der zweiten Phase der Urbanisation Río Real Golf sind 428 Wohnungen, eine Gewerbefläche und umfangreiche öffentliche Anlagen vorgesehen.
Das Plangebiet umfasst exakt 472.591,35 Quadratmeter. Es liegt auf beiden Seiten der Autobahn AP-7 und entspricht damit einer Fläche von 47,25 Hektar.
Das Vorhaben befindet sich noch im Verwaltungsverfahren. Der Stadtrat hatte den Teilplan für die städtebauliche Einheit SUS URP-RR-5 bereits im September 2023 beschlossen.
41 Einfamilienhäuser und 387 Wohnungen
Für den Wohnungsbau sind insgesamt 219.772,77 Quadratmeter Fläche vorgesehen. Das entspricht rund 22 Hektar oder 46,5 Prozent des gesamten Entwicklungsgebiets.
Geplant sind 41 Einfamilienhäuser auf Grundstücken mit zusammen 84.014,57 Quadratmetern. Hinzu kommen 387 Wohnungen in Gebäudeblöcken. Diese verteilen sich auf sechs Parzellen mit insgesamt 135.758,20 Quadratmetern. Auf einer davon sollen bis zu 152 Wohnungen Platz finden.
Das gesamte Projekt verfügt über eine bebaubare Geschossfläche von 68.538,82 Quadratmetern. Für gewerbliche Nutzungen sind 2.493,29 Quadratmeter Grundstücksfläche vorgesehen. Die zulässige Geschossfläche dort beträgt 1.246,64 Quadratmeter.
Öffentliche Flächen und fast 20 Hektar Grün
Ein großer Teil des Areals soll öffentlichen Nutzungen dienen. Die verpflichtend abzutretenden Flächen summieren sich auf 250.325,29 Quadratmeter. Dazu gehören Grundstücke für Einrichtungen, Grünanlagen, Straßen und technische Infrastruktur.
Vorgesehen ist unter anderem ein 3.160,22 Quadratmeter großes Grundstück für einen Wasserspeicher. Es soll an die Stadt übergehen und anschließend dem zuständigen Wasserversorger zur Verfügung gestellt werden.
Außerdem sind etwas mehr als 6.000 Quadratmeter für eine Schule eingeplant. Eine Sportanlage soll auf mehr als 3.000 Quadratmetern entstehen. Für eine soziale Einrichtung ist eine Parzelle mit 1.416,26 Quadratmetern vorgesehen.
Die Grünflächen erreichen 19,77 Hektar. Das Straßennetz soll 3,89 Hektar beanspruchen. Für technische Dienste sind 121,42 Quadratmeter ausgewiesen.
Reparzellierung liegt öffentlich aus
Projektträger ist Neinor Península SLU, eine hundertprozentige Tochter von Neinor Homes. Das Unternehmen hat den Entwurf für die Reparzellierung eingereicht. Darin werden Grundstücke, Rechte, Abtretungen und finanzielle Lasten für die Umsetzung des Plans rechtlich neu geordnet.
Die örtliche Regierungsversammlung hat dem Dokument zugestimmt. Es liegt nun öffentlich aus. Betroffene Privatpersonen und Bürger können in dieser Phase Einwände einreichen.
Aus dem Planungsgebiet herausgenommen werden sollen 4.421,65 Quadratmeter des bereits bestehenden Wohnkomplexes Altamira. Laut Projektunterlagen bilden dessen Gebäude eine architektonische und funktionale Einheit, verfügen über eine Genehmigung und sind bereits mit städtischen Diensten versorgt. Die Herausnahme soll den der Stadt zustehenden Anteil von zehn Prozent am städtebaulichen Nutzungsgewinn nicht mindern.
Erschließung kostet rund 22,15 Millionen Euro
Die vorläufige Abrechnung beziffert die Erschließungskosten auf rund 22,15 Millionen Euro. Darin enthalten sind interne und externe Bauarbeiten, technische Projekte, Honorare, Gebühren, Registerkosten und vorbereitende Maßnahmen.
Zusätzlich soll Marbella direkt knapp 12,49 Millionen Euro erhalten. Damit erfüllt der Projektträger die gesetzlich vorgeschriebene Abgabe von zehn Prozent des städtebaulichen Nutzungsgewinns in Form einer Geldzahlung.
Der Betrag steigt durch zusätzliche Bebaubarkeit, die nach den Ausführungsregeln zum andalusischen Raumordnungsgesetz LISTA gewährt wird.
Bedeutung für Bewohner und Immobilieninteressierte
Das Projekt könnte das Wohnungsangebot im Osten Marbellas deutlich erweitern. Neben den 428 Wohneinheiten sind auch Schule, Sport- und Sozialeinrichtung, Wasserversorgung, Straßen sowie große Grünbereiche eingeplant.
Ein konkreter Baubeginn wird in den vorliegenden Angaben noch nicht genannt. Da die Reparzellierung öffentlich ausliegt, können sich Details im weiteren Verfahren noch ändern. Interessenten sollten deshalb vor Kaufentscheidungen den endgültigen Planungsstand und die jeweiligen Genehmigungen prüfen.
Quelle
Diario SUR
https://www.diariosur.es/marbella/proyecto-rio-real-crecimiento-marbella-20260901002103-nt.htmlRedaktion Spanienleben.de
Wir berichten aus Spanien über Auswandern, Alltag, Immobilien und aktuelle Nachrichten – recherchiert anhand offizieller Quellen und spanischer Medien.
Veröffentlicht am 01. September 2026
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