Mallorcas Wasserreserven sinken auf 39 Prozent
Die Wasserlage auf Mallorca verschärft sich im Sommer 2026. Manacor-Felanitx und Migjorn wechseln in die Alarmstufe, weitere Gebiete stehen auf Voralarm.

Symbolbild – mit künstlicher Intelligenz erstellt
Inhaltsverzeichnis
Die Wasserreserven auf Mallorca sind im Juli 2026 deutlich zurückgegangen. Sie lagen zum Monatsende bei 39 Prozent. Im Juni waren es noch 46 Prozent.
Besonders angespannt ist die Lage in mehreren Gebieten im Inselinneren und im Süden. Die Bedarfseinheiten Manacor-Felanitx und Migjorn sind im Juli in die Alarmstufe gewechselt.
Auch im August dürfte sich der Rückgang fortsetzen. Die Balearen-Regierung rechnet wegen der Jahreszeit und der bisherigen Entwicklung mit einer für den Sommer typischen Abnahme der Reserven.
Fast ein Drittel der Balearen in Alarmstufe
Auf den Balearen befinden sich 31,6 Prozent des Gebiets in der Alarmstufe. Dazu gehören Es Pla, Manacor-Felanitx und Migjorn. Alle Bedarfseinheiten der Inselgruppe verzeichneten im Juli eine negative Entwicklung.
Die stärksten Rückgänge wurden in Manacor-Felanitx und auf Ibiza registriert. Trotz unterschiedlicher Ausgangslagen nahm der Druck auf die Wasserressourcen damit in mehreren stark genutzten Regionen zu.
Weitere 58,9 Prozent des Gebiets stehen auf Voralarm. Betroffen sind Menorca, Artà, Palma-Alcúdia, Tramuntana Nord und Ibiza.
Nur wenige Gebiete noch im Normalzustand
Lediglich 9,5 Prozent des Territoriums befinden sich weiterhin in einer normalen Lage. Das betrifft die Bedarfseinheiten Formentera und Tramuntana Sud.
Die Einstufungen beruhen nicht allein auf dem Füllstand der Reserven. Der verwendete Indikator bildet auch die Entwicklung der verfügbaren Wasserressourcen und die Situation in den einzelnen Bedarfseinheiten ab.
Der allgemeine Index des balearischen Wassereinzugsgebiets lag im Juli bei 0,386. Damit war er etwas höher als im selben Zeitraum vor einem Jahr mit 0,366 sowie vor zwei Jahren mit 0,365.
Unterschiede zwischen den Inseln
Für die gesamten Balearen sank der Stand der Wasserreserven von 45 Prozent im Juni auf 39 Prozent im Juli. Mallorca verzeichnete mit einem Rückgang von 46 auf 39 Prozent eine besonders deutliche Abnahme.
Auf Menorca blieben die Reserven unverändert bei 34 Prozent. Ibiza kam Ende Juli auf 42 Prozent, nachdem dort im Juni noch 47 Prozent gemessen worden waren.
Damit weist Ibiza zwar den höchsten prozentualen Reservestand der drei erfassten Inseln auf. Die dortige Bedarfseinheit steht dennoch auf Voralarm und gehörte im Juli zu den Gebieten mit den stärksten Rückgängen.
Bedeutung für Bewohner und Urlauber
Die Alarm- und Voralarmstufen zeigen, in welchen Regionen die Wasserversorgung besonders aufmerksam beobachtet werden muss. Konkrete neue Einschränkungen oder Verbote nennt die Mitteilung der Balearen-Regierung jedoch nicht.
Bewohner, Ferienhausbesitzer und Betriebe sollten Wasser dennoch sparsam verwenden. Das gilt besonders in Es Pla, Manacor-Felanitx und Migjorn sowie in den Gebieten der Voralarmstufe.
Da die Reserven im August voraussichtlich weiter sinken, bleibt die Entwicklung bis zum Ende der Hauptsaison entscheidend. Ob zusätzliche Maßnahmen nötig werden, hängt von den weiteren Verbrauchs- und Wetterdaten ab.
Quelle
Diario de Mallorca – „Mallorca baja al 39 % las reservas hídricas y dos zonas entran en alerta“
https://www.diariodemallorca.es/mallorca/2026/08/15/mallorca-baja-39-reservas-hidricas-133386218.htmlRedaktion Spanienleben.de
Wir berichten aus Spanien über Auswandern, Alltag, Immobilien und aktuelle Nachrichten – recherchiert anhand offizieller Quellen und spanischer Medien.
Veröffentlicht am 15. August 2026
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