Malagas Altstadt bekommt immer mehr Supermärkte für Touristen
Rund 50 Supermärkte und Minimärkte gibt es inzwischen im historischen Zentrum. Viele setzen auf Wasser, Snacks und fertige Mahlzeiten.

Symbolbild – mit künstlicher Intelligenz erstellt
Tourist mit Einkaufstasche vor einem kleinen Supermarkt in der Altstadt von Malaga
Inhaltsverzeichnis
Im Zentrum von Malaga eröffnen immer mehr kleine Supermärkte. Viele davon liegen nahe den wichtigsten Sehenswürdigkeiten und richten ihr Angebot vor allem auf Touristen aus.
Gefragt sind Wasser, Snacks, verzehrfertige Gerichte und Hygieneartikel. Andere Urlauber kaufen größere Mengen für ihre Ferienwohnung ein.
In der zentralen Altstadt gibt es mittlerweile mindestens rund 50 Supermärkte und Minimärkte. Dabei reicht das Angebot von klassischen Nahversorgern bis zu Läden, die fast ausschließlich Getränke, Alkohol, Süßigkeiten und Souvenirs verkaufen.
Neue Filialen nahe den Sehenswürdigkeiten
Innerhalb weniger Wochen haben mehrere Carrefour-City-Märkte eröffnet. Neue Standorte befinden sich in der Calle Martínez, in der ehemaligen Teestube San Agustín und in der Calle Nueva. Hinzu kommt eine bereits länger bestehende Filiale an der Plaza de la Constitución.
Auch die Grupo Mas hat ihr Netz ausgebaut. Das Unternehmen integrierte Anfang 2026 die Supermärkte von Maskom. In den vergangenen zwei bis drei Jahren kamen nach Angaben der Gruppe knapp zehn Standorte hinzu.
Dazu zählen Märkte an der Plaza del Teatro, in Duque de Rivas, an der Alameda de Colón sowie in den Straßen Victoria und Cuarteles. Einige treten als Mas & Go auf und bieten auch fertige Speisen an.
Daneben gibt es mehrere DT-Supermärkte. Sie liegen unter anderem in der Calle Álamos, am Paseo de Santa Isabel sowie in den Straßen Martínez und Sebastián Souviron. Ihr Angebot wird mit Getränken, Alkohol und Souvenirs ausdrücklich für ein internationales Publikum beworben.
Wasser, Snacks und fertige Mahlzeiten
Das Sortiment vieler City-Märkte ist deutlich auf kurze Aufenthalte zugeschnitten. In der Carrefour-City-Filiale gegenüber dem Museo Picasso dominieren Getränke, Snacks, Salate, geschnittenes Obst und grundlegende Hygieneartikel.
Für einen vollständigen Familieneinkauf ist dieser Markt kaum ausgelegt. Besonders viel Wasser verkauft die Filiale am Sonntagnachmittag. Dann ist der Eintritt ins Museo Picasso kostenlos und vor dem Museum bilden sich Warteschlangen.
Auch die Filiale in der Calle Martínez wird überwiegend von Reisenden besucht. Sie kaufen Essen für unterwegs oder versorgen sich für den Aufenthalt in einem touristisch vermieteten Apartment.
Anwohner nutzen solche kleinen Geschäfte nach Einschätzung von Beschäftigten seltener. Ein Grund sind die Preise. Diese liegen häufig über denen größerer Supermärkte oder von Filialen außerhalb der zentralen Lage.
Große Einkäufe für die Ferienwohnung
Nicht alle Urlauber kaufen nur eine Flasche Wasser oder einen Snack. In einem Maskom nahe der Plaza de la Merced kommen Touristen morgens vor allem für den Tagesbedarf am Strand. Im Einkaufskorb landen Getränke, Empanadas, Brot, Aufschnitt, Süßigkeiten und Kartoffelchips.
Ein zweiter Ansturm folgt am späten Nachmittag. Dann kaufen Reisende größere Mengen für ihre Unterkunft. Nach Angaben eines Mitarbeiters kann der durchschnittliche Einkaufswert dieser Kundengruppe bis zu 150 Euro erreichen.
Die Lage spielt dabei eine wichtige Rolle. Rund um La Merced ist die Dichte touristisch genutzter Wohnungen besonders hoch. In diesem Markt gehören dennoch weiterhin viele Menschen aus dem Viertel zur Stammkundschaft.
Essen direkt im Supermarkt
Ein weiterer Trend sind Produkte, die sofort gegessen werden können. Einige Märkte stellen dafür Tische und Stühle bereit. Diese Bereiche nutzen neben Touristen auch Beschäftigte aus der Umgebung und Mitarbeiter der Geschäfte.
Die Entwicklung betrifft nicht nur das Zentrum. Auch in anderen Stadtteilen steigt die Nachfrage nach schnellen Mahlzeiten für Arbeitnehmer mit kurzen Mittagspausen.
Für die Gastronomie kann daraus zusätzliche Konkurrenz entstehen. Supermärkte sind für den Einzelhandel zugelassen. Werden sie zugleich zu Orten für Essen und Trinken, verschwimmen die Grenzen zwischen Handel und Gastronomie.
Bedeutung für Urlauber und Residenten
Reisende finden im Zentrum inzwischen an vielen Stellen Getränke und Lebensmittel für unterwegs. Das ist besonders praktisch vor einem Museumsbesuch, einem Strandtag oder für die Versorgung in einer Ferienwohnung.
Wer einen größeren Einkauf plant, sollte Preise und Sortiment vergleichen. Kleine Märkte an touristischen Standorten sind oft teurer und bieten weniger Haushaltsprodukte als große Filialen.
Für Bewohner bleiben traditionelle Supermärkte im Zentrum bestehen. Im Sommer verschiebt sich die Kundschaft jedoch deutlich. Dann sind in einigen Filialen mehr Urlauber als Einheimische unterwegs, während sich das Verhältnis im Winter wieder zugunsten der Bewohner verändert.
Quelle
Diario SUR
https://www.diariosur.es/malaga/proliferan-supermercados-centro-turista-objetivo-20260827185650-nt.htmlRedaktion Spanienleben.de
Wir berichten aus Spanien über Auswandern, Alltag, Immobilien und aktuelle Nachrichten – recherchiert anhand offizieller Quellen und spanischer Medien.
Veröffentlicht am 31. August 2026
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