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Aktuelle Nachrichten 18. August 2026

Málaga sperrt vier Strände weiter für Badegäste

Von Redaktion Spanienleben.de

Nach dem Starkregen hat Málaga zwei der sechs gesperrten Strände wieder freigegeben. In El Palo und Campo de Golf-San Julián gilt wieder die grüne Flagge. Guadalmar, La Misericordia, Sacaba und San Andrés bleiben wegen erhöhter E.-coli-Werte gesperrt.

Málaga sperrt vier Strände weiter für Badegäste

Symbolbild – mit künstlicher Intelligenz erstellt

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Die Stadt Málaga hat zwei der sechs vorübergehend gesperrten Strände wieder zum Baden freigegeben. An El Palo und Campo de Golf-San Julián wurde die rote durch die grüne Flagge ersetzt.

Weiterhin gesperrt sind Guadalmar, La Misericordia, Sacaba und San Andrés. Dort gelten zum Schutz der Badegäste weiterhin rote Flaggen.

Wasserproben der kommunalen Wassergesellschaft Emasa hatten an den sechs Stränden das Bakterium Escherichia coli nachgewiesen. Die Lokalpolizei holte Badegäste teilweise aus dem Wasser.

Aktueller Stand

Neue Analysen zeigen, dass die E.-coli-Belastung an den betroffenen Küstenabschnitten insgesamt zurückgegangen ist. In Guadalmar, La Misericordia, Sacaba und San Andrés liegen einzelne Messwerte aber weiterhin über den optimalen Werten des Real Decreto 1341/07 zur Qualität von Badegewässern.

Emasa nimmt in den kommenden Tagen weitere Proben. Erst wenn die Ergebnisse unauffällig sind, können auch die übrigen Sperren aufgehoben werden. Die Strandverwaltung lässt unterdessen angeschwemmte Rückstände entfernen.

Starkregen überlastete das Kanalnetz

Auslöser war ein Unwetter in der Nacht zum Samstag, 15. August. Nach Angaben der staatlichen Wetterbehörde Aemet fielen am Flughafen 18,5 Liter Regen pro Quadratmeter. Davon kamen 14 Liter innerhalb von weniger als einer Stunde herunter.

In Teilen Málagas fließen Regenwasser und Abwasser durch dieselben Leitungen. Bei starken Niederschlägen kann das System seine Kapazitätsgrenze erreichen. Dann wird Mischwasser über Entlastungen ins Meer geleitet.

Ohne diese Auslässe könnte verschmutztes Wasser aus Straßengullys, Toiletten und Hausabflüssen austreten. Auch Kläranlagen, Pumpen und andere technische Einrichtungen wären durch die zusätzliche Wassermenge gefährdet.

Feuchttücher verschärfen die Verstopfungen

Die zuständige Stadträtin Penélope Gómez nennt weggeworfene Feuchttücher als einen wichtigen zusätzlichen Faktor. Sie verstopfen Leitungen und können die Menge des austretenden Abwassers erhöhen. Das gilt auch für Produkte, die als biologisch abbaubar beworben werden.

In Málaga werden jährlich mehr als 2.300 Tonnen solcher festen Abfälle aus dem Kanalnetz entfernt. Reinigung und Beseitigung kosten die Stadt knapp zwei Millionen Euro pro Jahr.

Feuchttücher lagern sich häufig am Boden der Leitungen ab. Bei Starkregen werden sie mitgerissen, verklumpen und blockieren Engstellen. Gelangen sie ins Meer, bauen sie sich dort nicht kurzfristig ab.

Wiederholte Sperren an der Costa del Sol

Die Badeverbote sind nicht die ersten der Saison. Am 23. Juli sperrte Málaga Teile der Strände Pedregalejo bei Las Acacias und El Palo bei Casa Pedro. Auch dort wurden coliforme Bakterien festgestellt.

Ende Juli waren in Marbella die Strände Los Monteros und El Cable-Río Real betroffen. Zu Jahresbeginn beschädigte eine Dana das Abwassersystem in Málaga. Der Strand Campo de Golf in Guadalmar blieb deshalb bis nach Ostern gesperrt. Zeitweise gab es auch Auswirkungen auf Los Álamos in Torremolinos.

In Benalmádena wurden zuletzt zwei Strandabschnitte gesperrt, nachdem Badegäste Hautreaktionen gemeldet hatten. Kontrollanalysen schlossen dort Fäkalbakterien als Ursache aus. Die Probleme wurden mit Einleitungen sowie Feuchttüchern und Abwasser in Verbindung gebracht.

Die Sperren treffen auch die Gastronomie an den betroffenen Küstenabschnitten. Betriebe klagen über Umsatzverluste, weil Badegäste ausbleiben.

Stadt setzt auf Kontrollen und neue Infrastruktur

Die Wasserqualität wird von der Regionalregierung und den Gemeinden fortlaufend überprüft. Solange die erhöhten Werte bestehen, bleiben die roten Flaggen an den vier Stränden gesetzt.

Langfristig plant Málaga Regenrückhaltebecken und eine stärkere Trennung von Regen- und Schmutzwasserleitungen. Im Investitionsplan von Emasa für die Jahre 2024 bis 2029 sind entsprechende Arbeiten vorgesehen. Ziel ist, 70 Prozent des städtischen Leitungsnetzes getrennt zu führen.

Bis die Infrastruktur erweitert ist, bleiben Entlastungen ins Meer bei extremen Niederschlägen Teil des Schutzsystems. Die Stadt appelliert zugleich an die Bevölkerung, Feuchttücher niemals über die Toilette zu entsorgen.

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Redaktion Spanienleben.de

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Veröffentlicht am 18. August 2026

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