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Aktuelle Nachrichten 01. September 2026

Kanaren verlieren im Juli fast 200.000 ausländische Übernachtungen

Von Redaktion Spanienleben.de

Spanische Gäste stützen das Geschäft mit Ferienapartments. Zugleich sinken Aufenthaltsdauer und Auslastung auf dem Archipel.

Ferienapartments mit Pools in Puerto Rico im Süden von Gran Canaria

Symbolbild – mit künstlicher Intelligenz erstellt

Ferienapartments mit Pools in Puerto Rico im Süden von Gran Canaria

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Die Ferienapartments auf den Kanaren haben im Juli weniger Übernachtungen verbucht. Besonders deutlich fiel der Rückgang bei Gästen aus dem Ausland aus. Ihre Übernachtungen sanken gegenüber Juli 2025 um 198.892.

Die stärkere Nachfrage von Menschen mit Wohnsitz in Spanien konnte das Minus nur teilweise ausgleichen. Insgesamt kamen die Apartmentanlagen auf etwas mehr als 2,5 Millionen Übernachtungen. Das waren 4,57 Prozent weniger als ein Jahr zuvor.

Auch die durchschnittliche Aufenthaltsdauer ging zurück. Sie lag im Juli bei 6,9 Tagen nach 7,03 Tagen im Vorjahresmonat.

Ausländische Nachfrage geht deutlich zurück

Ausländische Gäste verbrachten im Juli 1.957.281 Nächte in Ferienapartments auf den Kanaren. Im Juli 2025 waren es noch 2.156.173 gewesen. Damit verlor dieses Marktsegment innerhalb eines Jahres fast 200.000 Übernachtungen.

Auch die Zahl der ausländischen Reisenden sank. Sie ging von 273.952 auf 245.898 zurück. Die Zahlen stammen aus der jüngsten Erhebung des spanischen Statistikamtes INE zu Unterkünften außerhalb der klassischen Hotellerie.

Bei der Einordnung ist die Saison zu berücksichtigen. Der Juli gehört traditionell zu den wichtigsten Urlaubsmonaten für Reisende vom spanischen Festland. Für viele ausländische Kanaren-Märkte gilt er dagegen als Nebensaison.

Deutlich mehr Gäste aus Spanien

Die Entwicklung bei Reisenden mit Wohnsitz in Spanien verlief entgegengesetzt. Ihre Übernachtungen stiegen von 441.642 im Juli 2025 auf 576.253 im vergangenen Juli. Das entspricht einem Zuwachs von 134.611 Nächten.

Auch die Gästezahl aus dem Inland nahm kräftig zu. Sie erhöhte sich von 93.369 auf 116.542. Das waren 24,82 Prozent mehr als im Vorjahresmonat.

Eine Rolle dürfte dabei das ausgeweitete Flugangebot zwischen dem spanischen Festland und den Inseln spielen. Mehrere Fluggesellschaften haben ihre Verbindungen für den nationalen Markt verstärkt.

Mehr Apartments, aber geringere Auslastung

Insgesamt entschieden sich im Juli 362.440 Reisende für ein Ferienapartment auf den Kanaren. Ein Jahr zuvor waren es 367.321. Der Rückgang fiel damit bei der Zahl der Gäste geringer aus als bei den Übernachtungen.

Die Auslastung sank dennoch von 61,56 auf 58,67 Prozent der angebotenen Plätze. Gleichzeitig wuchs das Angebot. Die Zahl der geöffneten Apartments stieg binnen eines Jahres von 40.755 auf 41.818.

Die Preise für touristische Apartments erhöhten sich im spanischen Durchschnitt um 6,2 Prozent. Das zeigt der Preisindex für Ferienapartments IPAP. Trotz der niedrigeren Gästezahl nahm die Beschäftigung in diesem Unterkunftssegment auf den Kanaren leicht zu. Die Zahl der Mitarbeiter stieg von 12.611 auf 12.959.

Camping und Landtourismus gewinnen Gäste

Andere Unterkunftsarten entwickelten sich im Juli positiver. Die Campingplätze auf den Kanaren zählten 4.920 Reisende. Im Vorjahresmonat waren es 4.063 gewesen.

Die Zahl der Camping-Übernachtungen stieg von 18.497 auf 22.450. Als möglicher Grund gilt das im Vergleich zu anderen Unterkünften niedrigere Preisniveau.

Auch der Landtourismus legte leicht zu. Die Übernachtungen in ländlichen Unterkünften erhöhten sich von 24.440 auf 24.851. Die Zahl der Reisenden wuchs zugleich von 5.837 auf 6.614.

Bedeutung für Urlauber und Residenten

Für Reisende bedeutet die niedrigere Apartment-Auslastung nicht automatisch sinkende Preise. Der landesweite Preisindex weist vielmehr einen weiteren Anstieg aus. Wer bei Reisedaten und Unterkunftsort flexibel ist, kann dennoch von der größeren Zahl geöffneter Apartments profitieren.

Für Residenten und Besucher aus anderen Teilen Spaniens verbessert das stärkere Flugangebot die Erreichbarkeit der Inseln. Campingplätze und ländliche Unterkünfte gewinnen zugleich als Alternativen zu klassischen Ferienanlagen an Bedeutung.

Redaktion Spanienleben.de

Wir berichten aus Spanien über Auswandern, Alltag, Immobilien und aktuelle Nachrichten – recherchiert anhand offizieller Quellen und spanischer Medien.

Veröffentlicht am 01. September 2026

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