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Aktuelle Nachrichten 14. August 2026

Kanaren: Neubauten müssen ab 2030 emissionsfrei sein

Die EU verschärft die Regeln für die Energieeffizienz von Gebäuden. Auch Energieausweise erhalten eine neue Skala, ergänzt durch einen Sanierungspass.

Kanaren: Neubauten müssen ab 2030 emissionsfrei sein

Symbolbild – mit künstlicher Intelligenz erstellt

Inhaltsverzeichnis

Auf den Kanaren gelten ab 2030 strengere Vorgaben für neue Wohngebäude. Sämtliche neuen privaten und für Wohnzwecke bestimmten Bauten müssen dann als Null-Emissions-Gebäude geplant werden.

Grundlage ist die EU-Richtlinie 2024/1275 zur Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden. Sie soll den Energieverbrauch und die klimaschädlichen Emissionen des europäischen Gebäudebestands deutlich senken.

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Zusätzlich wird der Energieausweis vereinheitlicht. Ein neuer Sanierungspass soll Eigentümern zeigen, wie sie ihr Haus oder ihre Wohnung schrittweise energetisch verbessern können.

Was ab 2030 für Neubauten gilt

Der neue EU-Standard heißt Zero-Emission Building, kurz ZEB. Er geht über den bisher üblichen Standard eines Gebäudes mit nahezu keinem Energieverbrauch hinaus.

Neue Gebäude müssen einen sehr geringen Energiebedarf haben. Direkte Emissionen aus fossilen Brennstoffen sollen entfallen. Einen erheblichen Teil des verbleibenden Bedarfs sollen erneuerbare Energiequellen decken.

Bauprojekte müssen zudem auf Solaranlagen vorbereitet sein, sofern dies technisch und wirtschaftlich möglich ist. Diese Regeln betreffen auch Neubauten auf Gran Canaria und den übrigen Kanarischen Inseln.

Förderung für fossile Heizungen endet

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Heiztechnik. Öffentliche Zuschüsse für eigenständige Heizkessel mit Gas, Heizöl oder anderen fossilen Brennstoffen sind nach den neuen Vorgaben nicht mehr vorgesehen.

Gefördert werden stattdessen Technologien wie Aerothermie, Wärmepumpen und Solarthermie. Die EU strebt an, mit fossilen Brennstoffen betriebene Heizkessel bis 2040 vollständig aus europäischen Gebäuden zu entfernen.

Bestehende Anlagen müssen deshalb nicht sofort ausgetauscht werden. Die Vorgabe beschreibt vielmehr einen schrittweisen Wechsel zu elektrischen und effizienteren Lösungen.

Bestandsimmobilien ohne sofortige Sanierungspflicht

Für ältere Häuser und Wohnungen gelten andere Regeln als für Neubauten. Eigentümer müssen nicht umgehend renovieren. Auch automatische Sanktionen allein wegen einer schlechten Energieklasse sind nicht vorgesehen.

Statt individueller Pflichten setzt die EU nationale Einsparziele. Spanien soll den durchschnittlichen Energieverbrauch seiner Wohngebäude bis 2030 um 16 Prozent senken. Bis 2035 ist eine Verringerung um 20 bis 22 Prozent vorgesehen.

Mehr als die Hälfte der Einsparungen soll durch die Sanierung besonders ineffizienter Gebäude erreicht werden. Dazu zählen vor allem Immobilien mit niedrigen Energieklassen.

Neuer Energieausweis und Sanierungspass

Die Energieausweise sollen EU-weit nach einer gemeinsamen Skala von A bis G geordnet werden. Die Klasse A ist künftig ausschließlich Null-Emissions-Gebäuden vorbehalten.

Dadurch kann sich die Einstufung von Immobilien ändern, die heute noch eine gute Bewertung besitzen. Ergänzend ist ein sogenannter Sanierungspass geplant. Dieses Dokument soll eine individuelle Abfolge sinnvoller Verbesserungen für das jeweilige Gebäude enthalten.

Gefördert werden insbesondere umfassende Sanierungen mit gedämmten Fassaden und Dächern. Zuschüsse können bis zu 60 Prozent der Investition abdecken. In bestimmten Fällen wirtschaftlicher Bedürftigkeit kann die Förderung sogar die gesamten Kosten erreichen.

Bedeutung für Eigentümer und Käufer auf den Kanaren

Wer auf Gran Canaria einen Neubau plant oder kauft, sollte die Vorgaben für 2030 frühzeitig in Kosten und technische Planung einbeziehen. Relevant sind unter anderem die Energieversorgung, Kühlung, Warmwasserbereitung und die mögliche Installation von Solartechnik.

Bei Bestandsimmobilien bleibt eine sofortige Modernisierung freiwillig. Der künftige Energieausweis kann jedoch die Bewertung eines Hauses oder einer Wohnung beeinflussen. Eigentümer können bestehende Zuschüsse und steuerliche Anreize für Dämmung, effiziente Fenster, Aerothermie und Solaranlagen nutzen.

Quelle

La Provincia / Diario de Las Palmas – „La Unión Europea cambia las normas: las nuevas construcciones de Canarias deberán ser de cero emisiones a partir de 2030 y tendrán que cumplir este certificado“

https://www.laprovincia.es/economia/2026/08/14/union-europea-cambia-normas-podras-vivir-casa-dv-131001360.html

Redaktion Spanienleben.de

Wir berichten aus Spanien über Auswandern, Alltag, Immobilien und aktuelle Nachrichten – recherchiert anhand offizieller Quellen und spanischer Medien.

Veröffentlicht am 14. August 2026

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