Kanaren am Sonntag: Warnungen vor Hitze, Gewittern und starkem Wind
Calima und tropische Feuchtigkeit erschweren die Vorhersage. Auf Gran Canaria und Teneriffa gilt zudem eine Waldbrandwarnung.

Symbolbild – mit künstlicher Intelligenz erstellt
Calima über der trockenen Landschaft im Süden Gran Canarias bei heißem und windigem Wetter
Inhaltsverzeichnis
Auf den Kanaren bleibt das Wetter am Sonntag, 6. September, unbeständig und belastend. Aemet rechnet mit Hitze, Calima, möglichen Gewittern und örtlich sehr starken Windböen.
Besonders betroffen ist Gran Canaria. Dort gilt erneut eine gelbe Warnung wegen hoher Temperaturen. Die kanarischen Notdienste beobachten die Lage und sprechen von einer „gewissen Unsicherheit“ bei der weiteren Entwicklung.
Zusätzlich besteht auf Gran Canaria und Teneriffa Waldbrandgefahr. Hohe Temperaturen, geringe Luftfeuchtigkeit und Wind könnten die Ausbreitung eines Feuers beschleunigen.
Hitze und sehr warme Nächte auf Gran Canaria
Auf Gran Canaria können die Temperaturen in der Tejeda-Senke, in mittleren Höhenlagen und in den tieferen Gebieten des Südwestens über 35 Grad steigen. Für Sonntag werden in mittleren Höhenlagen im Westen, Süden und Osten 34 Grad erwartet.
Auch nachts bringt die Wetterlage kaum Abkühlung. In den am stärksten betroffenen Gebieten sinken die Werte voraussichtlich nur auf 24 bis 26 Grad. Teilweise sind damit erneut tropische bis sehr warme Nächte zu erwarten.
Die Vorwarnung der kanarischen Regierung wegen hoher Höchsttemperaturen gilt auf Gran Canaria für die Gipfelregionen sowie die Ost-, Süd- und Westhänge. Auch auf Teneriffa sind Gipfel und mittlere Höhenlagen im Süden und Westen sowie der südliche Teil des Ballungsraums betroffen.
Gewitter und einzelne Regentropfen möglich
Aemet schließt für Sonntag vereinzelte Gewitter auf dem Archipel nicht aus. Am wahrscheinlichsten sind sie während der ersten Tageshälfte und über höher gelegenen Gebieten.
Die Gewitter können von schwachem und gelegentlichem Regen begleitet werden. Dabei dürfte es sich teils nur um einzelne große Tropfen handeln. Verbreitete oder ergiebige Niederschläge werden nicht angekündigt.
Mittlere und hohe Wolken bestimmen zunächst vielerorts das Bild. Am Nachmittag sind auf den westlichen Inseln größere Auflockerungen möglich. Auf La Palma soll überwiegend gering bewölktes Wetter vorherrschen.
Starke Passatböen und Calima
Neben Hitze und Gewittern spielt der Wind eine wichtige Rolle. Auf Gran Canaria sind in tiefen Lagen des Südostens und am äußersten Westrand starke Passatwind-Phasen zu erwarten. Gelegentlich sind dort sehr starke Böen wahrscheinlich.
Auch auf anderen Inseln kann der Passat in exponierten Gebieten kräftig auffrischen. Für die Hochlagen des Teide weist Aemet ebenfalls auf Wind hin. Erst gegen Ende des Montags soll der starke Wind nachlassen.
Calima bleibt zugleich ein Thema. Der Saharastaub dürfte am Sonntag in der östlichen Provinz deutlicher ausfallen als im Westen. Eine Calima-Vorwarnung gilt für Gran Canaria, Fuerteventura, Lanzarote und La Graciosa.
Waldbrandgefahr bleibt erhöht
Die Waldbrandwarnung INFOCA gilt seit Samstag auf Gran Canaria und Teneriffa. Auf Gran Canaria umfasst sie die Gipfel, die Nordseite oberhalb von 600 Metern sowie die West-, Süd- und Osthänge oberhalb von 400 Metern.
Auf Teneriffa sind die Gipfel und die nach Süden und Westen ausgerichteten mittleren Höhenlagen einbezogen. Neben Hitze, trockener Luft und Wind könnten auch mögliche elektrische Entladungen die Gefahr erhöhen.
Die Notdienste fordern deshalb „höchste Vorsicht“. Tätigkeiten, die einen Brand auslösen könnten, sollen unterbleiben. Die Inselverwaltungen können abhängig von der örtlichen Lage weitere Schutzmaßnahmen anordnen.
Bedeutung für Urlauber und Residenten
Wer am Sonntag unterwegs ist, sollte ausreichend Wasser mitnehmen und körperliche Anstrengungen in den heißen Mittagsstunden vermeiden. Ältere Menschen, Kinder und gesundheitlich vorbelastete Personen benötigen besondere Aufmerksamkeit.
Für geplante Fußwallfahrten gelten zusätzliche Empfehlungen. Teilnehmer sollten genügend Wasser dabeihaben, die heißesten Stunden meiden und bei Schwäche, Erschöpfung oder Schwindel sofort anhalten.
Bei Ausflügen in höhere Lagen sind schnelle Wetterwechsel möglich. Gewitter, starke Böen und Hitze können dort gleichzeitig auftreten. Aktuelle Hinweise von Aemet, den Notdiensten und den jeweiligen Cabildos sollten daher vor dem Aufbruch geprüft werden.
Quelle
Canarias7, Diario de Avisos
https://www.canarias7.es/canarias/tormentas-viento-fuerte-calor-aemet-confirma-triple-20260905070000-nt.html
Redaktion Spanienleben.de
Wir berichten aus Spanien über Auswandern, Alltag, Immobilien und aktuelle Nachrichten – recherchiert anhand offizieller Quellen und spanischer Medien.
Veröffentlicht am 05. September 2026
Unsere RedaktionsleitlinienArtikel teilen
Kennst du jemanden, für den dieser Beitrag interessant ist?
Die Spanien-Woche – jeden Sonntag kostenlos im Posteingang
Verpasse keine wichtige Nachricht mehr: Jeden Sonntag senden wir dir die wichtigsten Meldungen aus Spanien. Kostenlos und jederzeit abbestellbar.
