Kanaren: 15 Prozent weniger Ferienwohnungen als vor einem Jahr
Auf digitalen Plattformen wurden im Juli 2026 knapp 40.000 Ferienunterkünfte angeboten. Gran Canaria vereint 21 Prozent des gesamten Angebots.

Symbolbild – mit künstlicher Intelligenz erstellt
Inhaltsverzeichnis
Das Angebot an Ferienwohnungen auf den Kanaren ist innerhalb eines Jahres deutlich zurückgegangen. Im Juli 2026 wurden auf untersuchten digitalen Vermittlungsplattformen 39.678 Unterkünfte angeboten.
Das waren 15 Prozent weniger als im Juli 2025. Zusammen stellten die gelisteten Wohnungen 162.426 Übernachtungsplätze bereit. Bei den verfügbaren Plätzen betrug der Rückgang 16 Prozent.
Die Zahlen stammen aus der experimentellen Ferienwohnungsstatistik des kanarischen Statistikamts Istac. Sie bilden die Angebote auf den analysierten digitalen Plattformen ab.
Teneriffa hat den größten Marktanteil
Teneriffa vereint mit 41 Prozent den größten Anteil der auf den Plattformen angebotenen Ferienwohnungen. Damit entfallen mehr als vier von zehn gelisteten Unterkünften des Archipels auf die Insel.
Gran Canaria folgt mit 21 Prozent auf dem zweiten Platz. Lanzarote erreicht 17 Prozent und Fuerteventura 14 Prozent.
Auf diese vier Inseln entfallen damit zusammen 93 Prozent des erfassten Angebots. Für die übrigen Kanareninseln bleibt nach dieser Aufteilung ein Anteil von insgesamt sieben Prozent.
Gran Canaria auf Rang zwei
Gran Canaria bleibt trotz des allgemeinen Rückgangs einer der wichtigsten Märkte für Ferienunterkünfte auf den Kanaren. Rund jede fünfte auf den untersuchten Plattformen angebotene Wohnung befindet sich auf der Insel.
Die veröffentlichten Angaben nennen für Gran Canaria keine absolute Zahl. Auf Grundlage des ausgewiesenen Anteils von 21 Prozent lässt sich daher nur die relative Bedeutung innerhalb des Archipels beschreiben.
Auch eine Aufschlüsselung nach Gemeinden oder Urlaubsorten geht aus den Angaben nicht hervor. Unterschiede zwischen stark touristisch geprägten Küstenorten und anderen Teilen der Insel bleiben somit offen.
Fast alle Unterkünfte erhielten Reservierungen
Von den im Juli verfügbaren Ferienwohnungen erhielten 37.897 mindestens eine Reservierung. Das entspricht 95,5 Prozent aller Unterkünfte, die auf den ausgewerteten digitalen Plattformen verfügbar waren.
Die Quote zeigt, dass der weitaus größte Teil des sichtbaren Angebots im Laufe des Monats gebucht wurde. Sie sagt jedoch nicht aus, wie viele Nächte jede Unterkunft belegt war oder wie hoch die Auslastung über den gesamten Juli ausfiel.
Auch aus der Zahl der Reservierungen lässt sich keine Aussage über Preise oder Umsätze ableiten. Die Statistik erfasst an dieser Stelle, ob eine Wohnung mindestens eine Buchung erhielt.
Weniger Unterkünfte und weniger Schlafplätze
Der Rückgang betrifft sowohl die Zahl der angebotenen Wohnungen als auch ihre gesamte Kapazität. Während die Zahl der Unterkünfte um 15 Prozent sank, ging die Zahl der angebotenen Schlafplätze um 16 Prozent zurück.
Damit hat sich das digital sichtbare Ferienwohnungsangebot gegenüber Juli 2025 spürbar verkleinert. Die vorliegenden Daten erläutern nicht, ob Unterkünfte dauerhaft vom Markt verschwunden sind oder lediglich im betrachteten Monat nicht auf den untersuchten Portalen angeboten wurden.
Bedeutung für Urlauber und Residenten
Reisende sollten bei der Unterkunftssuche berücksichtigen, dass im Juli weniger Ferienwohnungen auf digitalen Plattformen verfügbar waren als ein Jahr zuvor. Gleichzeitig erhielt ein sehr hoher Anteil der angebotenen Objekte mindestens eine Reservierung.
Gerade für beliebte Reisezeiten kann sich deshalb eine frühzeitige Suche lohnen. Die Statistik erlaubt allerdings keine direkte Aussage darüber, ob die Preise gestiegen sind oder ob einzelne Regionen Gran Canarias stärker vom Rückgang betroffen sind.
Für Residenten liefern die Zahlen einen Überblick über die Größenordnung des sichtbaren Ferienwohnungsmarkts. Rückschlüsse auf die Entwicklung des regulären Mietmarkts sind daraus allein nicht möglich.
Quelle
Radio Televisión Canaria
https://rtvc.es/en-canarias-hay-un-15-de-viviendas-vacacionales-menos-19-agosto-2026/Redaktion Spanienleben.de
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Veröffentlicht am 20. August 2026
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