Immobilienverkäufe in Valencia brechen um 35,8 Prozent ein
Hohe Kaufpreise und strengere Kreditprüfungen bremsen den Immobilienmarkt. Für den Wohnungskauf sind in der Region erhebliche Rücklagen nötig.

Symbolbild – mit künstlicher Intelligenz erstellt
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Der Immobilienmarkt in der Comunidad Valenciana hat im Mai den stärksten Rückgang aller spanischen Regionen verzeichnet. Die Zahl der Wohnungsverkäufe sank gegenüber dem Vorjahresmonat um 35,8 Prozent.
Insgesamt wurden 6.506 Transaktionen abgeschlossen. Gleichzeitig vergaben die Banken 26,1 Prozent weniger Hypotheken als im Mai des Vorjahres.

Hohe Angebotspreise und strengere Anforderungen bei der Finanzierung erschweren vielen Interessenten den Kauf. Besonders groß ist die Hürde für Menschen ohne ausreichende Ersparnisse.
Deutlich stärkerer Rückgang als im Landesdurchschnitt
In ganz Spanien gingen die Wohnungsverkäufe im Mai um 11,8 Prozent zurück. In 14 autonomen Gemeinschaften wurden weniger Immobilien verkauft als ein Jahr zuvor.
Nach der Comunidad Valenciana folgten die Balearen mit einem Minus von 20 Prozent. In Kantabrien betrug der Rückgang 19 Prozent, in Asturien 17 Prozent.
Landesweit sinkt die Zahl der Verkäufe bereits seit acht Monaten. Die Serie begann im Oktober 2025 mit einem Minus von 1,9 Prozent. Es folgten Rückgänge von 2,4 Prozent im November, 1 Prozent im Dezember, 11,4 Prozent im Januar, 7,7 Prozent im Februar, 4,7 Prozent im März, 10,2 Prozent im April und 11,8 Prozent im Mai.
Banken prüfen Antragsteller genauer
Neben den hohen Immobilienpreisen erschwert die zurückhaltende Kreditvergabe den Kauf. Der Hypothekenvermittler Dr. Finanzas berichtet, dass Banken die finanzielle Lage der Antragsteller inzwischen wesentlich genauer untersuchen.
Im Mittelpunkt stehen demnach die Stabilität des Arbeitsplatzes, der Verschuldungsgrad und die tatsächliche Sparfähigkeit. Auch das bisherige Finanzverhalten spielt bei der Entscheidung eine größere Rolle.
Die Ausgangslage ist in der Comunidad Valenciana besonders angespannt. Mit 46,7 Prozent hat sie den höchsten Anteil an Menschen mit einer Hypothek in Spanien. Einer von drei verschuldeten Haushalten verwendet mindestens 30 Prozent seines Einkommens für die monatliche Rate.
Hohe Rücklagen für Kauf und Nebenkosten
Für eine Wohnung mit 90 Quadratmetern in Valencia müssen Käufer inzwischen mehr als 85.000 Euro angespart haben. Nach Angaben von pisos.com kostet eine solche Immobilie im Durchschnitt 285.634 Euro.
Benötigt werden rund 30 Prozent des Kaufpreises aus eigenen Mitteln. Darin enthalten sind die 20 Prozent, die üblicherweise nicht über die Hypothek finanziert werden, sowie etwa 10 Prozent für Kaufnebenkosten. In Valencia ergibt das 85.690 Euro.
Auch in den anderen Provinzhauptstädten der Region ist die Einstiegshürde hoch. In Alicante werden für eine vergleichbare Wohnung 70.643 Euro benötigt, in Castelló 42.413 Euro.
Immobilien bleiben trotz weniger Verkäufen teuer
Der Rückgang der Transaktionen bedeutet bislang nicht, dass Wohnungen allgemein günstiger werden. Dem Markt fehlen weiterhin Immobilien, um die wachsende Nachfrage zu decken.
Besonders in zuvor stark aufgeheizten Märkten klaffen die Preisvorstellungen der Verkäufer und die Kaufkraft der Interessenten auseinander. Das erschwert vor allem jungen Menschen und Haushalten mit geringeren Einkommen den Zugang zu Wohneigentum.
Zusätzlicher Druck kommt von den Zinsen. Der vorläufige Durchschnitt des Zwölfmonats-Euribor lag im Juli bei 2,850 Prozent. Das war der höchste Stand seit September 2025.
Bedeutung für Käufer an der Costa Blanca
Wer an der Costa Blanca eine Immobilie kaufen möchte, sollte die Finanzierung vor der Suche realistisch prüfen lassen. In Alicante sind für eine durchschnittliche 90-Quadratmeter-Wohnung rund 70.643 Euro für Eigenanteil und Nebenkosten einzuplanen.
Wichtig sind außerdem stabile Einkünfte, eine begrenzte bestehende Verschuldung und nachvollziehbare Rücklagen. Kaufinteressenten sollten neben dem Preis auch mögliche Änderungen der Monatsrate berücksichtigen, wenn die Finanzierung an einen variablen Zinssatz gekoppelt ist.
Die schwächeren Verkaufszahlen können den Verhandlungsspielraum bei einzelnen Objekten erhöhen. Ein allgemeiner Preisrückgang lässt sich daraus jedoch nicht ableiten, solange das Angebot knapp bleibt.
Quelle
Diario Información – „La Comunidad Valenciana lidera el desplome del mercado inmobiliario con una caída de ventas del 35 % en un año“
https://www.informacion.es/economia/2026/08/01/c-valenciana-lidera-desplome-mercado-vivienda-valencia-133018747.htmlRedaktion Spanienleben.de
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Veröffentlicht am 01. August 2026
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