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Aktuelle Nachrichten 24. August 2026

Immobilienpreise in Elche und Santa Pola steigen zweistellig

An der südlichen Costa Blanca wächst die Kluft zwischen Immobilienpreisen und lokalen Einkommen. Besonders angespannt ist die Lage in Santa Pola.

Immobilienpreise in Elche und Santa Pola steigen zweistellig

Symbolbild – mit künstlicher Intelligenz erstellt

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Die Immobilienpreise in Elche und Santa Pola sind im ersten Quartal 2026 kräftig gestiegen. In beiden Gemeinden lag das Plus gegenüber dem Vorjahr im zweistelligen Bereich.

Besonders deutlich war der Anstieg in Santa Pola. Dort trifft eine starke Nachfrage nach Ferien- und Zweitwohnungen auf Einkommen, die unter dem Durchschnitt der Provinz Alicante liegen.

Das verschärft den Zugang zu Wohneigentum. Während die finanzielle Belastung in Elche noch als vergleichsweise ausgewogen gilt, ist sie in Santa Pola bereits deutlich angespannt.

Santa Pola verzeichnet den stärkeren Preissprung

In Elche erreichte der durchschnittliche Immobilienpreis im ersten Quartal 2026 einen Wert von 1.553 Euro pro Quadratmeter. Das waren 16,3 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

In Santa Pola stieg der Quadratmeterpreis innerhalb eines Jahres um 24,9 Prozent. Der Durchschnitt lag damit bei 2.245 Euro pro Quadratmeter.

Beide Gemeinden bleiben unter dem Niveau besonders gefragter Küstenimmobilien in der Provinz. Ausschließlich als Zweitwohnsitz genutzte Objekte im Küstenabschnitt zwischen El Campello und Santa Pola werden im Mittel mit 3.500 Euro pro Quadratmeter bewertet.

Diese Nachfrage richtet sich häufig an Käufer mit höherer Kaufkraft. Sie wirkt sich zugleich auf das allgemeine Preisniveau aus. In Santa Pola betrifft dieser Einfluss wegen der Lage der gesamten Gemeinde an der Küste einen besonders großen Teil des lokalen Marktes.

Kauf belastet Haushalte in Santa Pola stark

Entscheidend ist nicht allein der Quadratmeterpreis. Auch das Verhältnis zwischen Wohnkosten und verfügbarem Haushaltseinkommen zeigt große Unterschiede.

In Elche müssen Haushalte im Durchschnitt 32 Prozent ihres verfügbaren Einkommens für den Erwerb einer Wohnung aufbringen. Damit liegt die Stadt unter dem Provinzdurchschnitt von 39 Prozent. Der Wert bewegt sich allerdings bereits im empfohlenen Höchstbereich von 30 bis 35 Prozent.

In Santa Pola liegt die Belastung bei 46 Prozent. Damit muss fast die Hälfte des verfügbaren Familieneinkommens für den Wohnungskauf eingesetzt werden. Die Konkurrenz durch den Ferienimmobilienmarkt erschwert es Menschen mit lokalen Einkommen, Eigentum zu erwerben.

Vergleich mit der früheren Immobilienblase

Nominal hat Santa Pola den Höchststand aus den Jahren 2007 und 2008 bereits überschritten. Der aktuelle Durchschnittspreis liegt 4,8 Prozent über dem damaligen Spitzenwert.

Unter Berücksichtigung der Inflation ergibt sich jedoch ein anderes Bild. Real liegt das Preisniveau noch 27,2 Prozent unter dem Höchststand der damaligen Immobilienblase.

Elche ist von seinen früheren Spitzenwerten weiter entfernt. Nominal fehlen 11,1 Prozent bis zum historischen Maximum. Inflationsbereinigt beträgt der Abstand 36,6 Prozent.

Verkäufe stabilisieren sich auf hohem Niveau

Die Zahl der Kaufverträge deutet auf eine leichte Abkühlung nach den jüngsten Höchstständen hin. In Elche wurden 2025 insgesamt 3.611 Immobilien verkauft. Gegenüber 2024 entsprach das einem minimalen Rückgang von 0,1 Prozent.

Santa Pola kam im selben Zeitraum auf 1.927 Transaktionen. Das waren 3,7 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Trotz der geringeren Verkaufszahlen legten die Preise dort wesentlich stärker zu als in Elche.

Bedeutung für Käufer und Residenten

Wer in Santa Pola kaufen möchte, muss nicht nur mit höheren Quadratmeterpreisen rechnen. Auch im Verhältnis zu den örtlichen Einkommen ist die Finanzierung deutlich anspruchsvoller als in Elche.

Elche bietet im Durchschnitt niedrigere Kaufpreise und eine geringere Einkommensbelastung. Dennoch zeigt das jährliche Plus von 16,3 Prozent, dass auch dort der finanzielle Spielraum kleiner wird.

Für Interessenten sind deshalb Gesamtkosten und Finanzierung wichtiger als der reine Angebotspreis. Neben dem Kaufpreis sollten Steuern, Nebenkosten und eine mögliche Zinsbelastung in die Haushaltsrechnung einfließen.

Quelle

Alicante Plaza – „Elche | Brecha inmobiliaria en la vivienda de costa: sube en Elche y Santa Pola, con un acceso mucho más tensionado“

https://alicanteplaza.es/alicanteplaza/elcheplaza/brecha-inmobiliaria-en-la-vivienda-de-costa-sube-en-elche-y-santa-pola-con-un-acceso-mucho-mas-tensionado

Redaktion Spanienleben.de

Wir berichten aus Spanien über Auswandern, Alltag, Immobilien und aktuelle Nachrichten – recherchiert anhand offizieller Quellen und spanischer Medien.

Veröffentlicht am 24. August 2026

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