Region Murcia: Weniger Immobilienverkäufe, aber deutlich höhere Preise
In der Region Murcia sind die Immobilienverkäufe im ersten Halbjahr 2026 um 8,6 Prozent gesunken – bei gleichzeitig kräftig steigenden Preisen. Besonders stark trifft es den Markt für gebrauchte Wohnungen mit einem Minus von 9,6 Prozent.

Symbolbild – mit künstlicher Intelligenz erstellt
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Der Immobilienmarkt in der Region Murcia verliert an Tempo. Im ersten Halbjahr 2026 wurden dort 13.061 Kaufverträge für Wohnimmobilien geschlossen – 1.238 weniger als im gleichen Zeitraum 2025. Das entspricht einem Rückgang von 8,6 Prozent, wie Zahlen des spanischen Statistikinstituts INE zeigen.
Ein Einbruch ist das nicht: Gegenüber dem ersten Halbjahr 2024 mit 11.091 Verkäufen liegt das laufende Jahr immer noch rund 17,8 Prozent im Plus. Der Boom von 2025 hat sich aber spürbar abgekühlt.
Vier von sechs Monaten im Minus
Im Jahresvergleich lagen vier der ersten sechs Monate unter dem Vorjahreswert: Januar minus 10 Prozent, Februar minus 14,8 Prozent, März minus 6,5 Prozent und Mai minus 19 Prozent. Nur April (plus 0,2 Prozent) und Juni (plus 1 Prozent) verzeichneten ein leichtes Wachstum.
Der stärkste Monat blieb der Februar mit 2.364 Kaufverträgen – trotzdem deutlich weniger als die 2.776 Abschlüsse im Februar 2025.
Gebrauchtimmobilien besonders betroffen
Am deutlichsten zeigt sich die Abkühlung bei Bestandsimmobilien, dem mit Abstand größten Marktsegment: Die Zahl der Verkäufe sank von 10.967 auf 9.915, ein Minus von 9,6 Prozent. In fünf von sechs Monaten lagen die Werte unter dem Vorjahr.
Bei Neubauten fiel der Rückgang mit 5,6 Prozent moderater aus – von 3.332 auf 3.146 Verkäufe. Besonders schwach war der Mai mit 187 Abschlüssen weniger als im Vorjahr.
Preise steigen weiter kräftig
Der Rückgang bei den Transaktionen fällt mit einem starken Preisanstieg zusammen. Nach Daten des Portals Idealista kostete eine Immobilie in der Region Murcia im Juni 15,3 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.
Der Bewerter Gesvalt sieht die Region im zweiten Quartal sogar an der Spitze der landesweiten Preisentwicklung: plus 18,2 Prozent auf durchschnittlich 1.536 Euro pro Quadratmeter. Der spanische Schnitt liegt bei 2.041 Euro. Für eine 90-Quadratmeter-Wohnung bedeutet das im Mittel rund 138.240 Euro – etwa 21.330 Euro mehr als vor einem Jahr.
Regional gibt es große Unterschiede: In San Javier zogen die Preise um 26,3 Prozent auf durchschnittlich 2.394 Euro pro Quadratmeter an, fast das Doppelte des Niveaus in Molina de Segura. Sechs Gemeinden der Region gehören laut Idealista zu den hundert Orten mit der höchsten relativen Nachfrage in Spanien.
Auch national bremst der Markt
Spanienweit gingen die Verkäufe im ersten Halbjahr um 2,5 Prozent zurück, rund 9.200 Transaktionen weniger. BBVA Research rechnet für das Gesamtjahr 2026 mit einem Rückgang von bis zu 7,3 Prozent, erwartet aber für 2027 wieder eine Erholung.
Als Hauptgründe gelten die stark gestiegenen Preise, die den Zugang zu Wohneigentum erschweren, und das knappe Angebot, das die hohe Nachfrage nicht bedienen kann.
Bedeutung für Käufer und Auswanderer
Für Kaufinteressenten an der Costa Cálida heißt das: Weniger Abschlüsse bedeuten hier nicht günstigere Preise. Der Markt bleibt angespannt, weil vor allem das Angebot fehlt – besonders im Bestand. Wer kaufen möchte, sollte Finanzierung und Nebenkosten früh kalkulieren und Preisunterschiede zwischen Küstenorten wie San Javier und Städten im Landesinneren gezielt vergleichen.
Quelle
Murcia Plaza – „El frenazo de la compra de vivienda ya se nota en la Región de Murcia con una caída de las ventas del 9%“
https://murciaplaza.com/murciaplaza/region/el-frenazo-de-la-compra-de-vivienda-ya-se-nota-en-la-region-de-murcia-con-una-caida-de-las-ventas-del-9Redaktion Spanienleben.de
Wir berichten aus Spanien über Auswandern, Alltag, Immobilien und aktuelle Nachrichten – recherchiert anhand offizieller Quellen und spanischer Medien.
Veröffentlicht am 17. August 2026
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