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Aktuelle Nachrichten 25. August 2026

Hypotheken in Alicante kosten im Schnitt 1.600 Euro mehr pro Jahr

Steigende Immobilienpreise und höhere Kreditzinsen belasten Käufer in der Provinz Alicante. Auch bestehende variable Darlehen werden teurer.

Angebote für Wohnungen und Hypotheken in den Schaufenstern eines Immobilienbüros in Alicante

Angebote für Wohnungen und Hypotheken in den Schaufenstern eines Immobilienbüros in Alicante

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Der Kauf einer Wohnung oder eines Hauses wird in der Provinz Alicante nochmals teurer. Höhere Immobilienpreise treffen inzwischen auf steigende Kosten für Hypotheken.

Die durchschnittliche Rate eines neuen Darlehens liegt aktuell bei 681 Euro im Monat. Vor einem Jahr waren es noch 548 Euro. Das entspricht 133 Euro mehr pro Monat und rund 1.600 Euro zusätzlich im Jahr.

Gleichzeitig erschweren die höheren Raten den Zugang zu einer Finanzierung. Bei einer durchschnittlichen Hypothek dürften Käufer mit weniger als 2.000 Euro Nettoeinkommen im Monat die üblichen Anforderungen der Banken kaum noch erfüllen.

Euribor steigt über 3 Prozent

Der Euribor hat am vergangenen Freitag erstmals seit fast zwei Jahren die Marke von 3 Prozent überschritten. Der Referenzzins beeinflusst variable Hypotheken direkt und spielt auch bei der Kalkulation neuer Festzinsangebote eine wichtige Rolle.

Grund für die Entwicklung sind nach dem Bericht steigende Energiepreise und eine höhere Inflation. Die Märkte rechnen deshalb im September mit weiteren Zinsschritten der Europäischen Zentralbank.

Für eine durchschnittliche variable Hypothek in der Provinz bedeutet die jüngste Entwicklung bei einer jährlichen Überprüfung einen Zinsanstieg um fast 0,9 Prozentpunkte. Daraus ergeben sich Mehrkosten von etwa 60 Euro pro Monat beziehungsweise 720 Euro im Jahr.

Höhere Kaufpreise vergrößern die Darlehen

Der Zinsanstieg allein erklärt den Kostensprung bei neuen Finanzierungen nicht. Parallel dazu haben die Immobilienpreise in Alicante einen neuen Höchststand erreicht. Käufer benötigen daher mehr Ersparnisse und müssen größere Summen bei ihrer Bank aufnehmen.

Die durchschnittlich beantragte Kreditsumme ist innerhalb eines Jahres von 120.000 auf 136.000 Euro gestiegen. Zusammen mit den höheren Zinsen treibt das die monatliche Belastung deutlich nach oben.

Laura Martínez vom Finanzvergleichsportal iAhorro beschreibt den Markt als stark vom Immobilienpreis bestimmt. Es gebe sehr viel Nachfrage, aber kaum Angebot. Die noch verfügbaren Objekte seien häufig wenig attraktiv und dennoch sehr teuer.

Auch Festzinsen dürften weiter steigen

Die meisten neuen Hypotheken werden inzwischen mit einem festen Zinssatz abgeschlossen. Damit schützen sich Kreditnehmer während der Laufzeit vor den Schwankungen des Euribor.

Vollständig unabhängig vom Referenzzins sind diese Angebote jedoch nicht. Banken berücksichtigen die Entwicklung des Euribor bei ihrer Preisgestaltung. Viele Institute haben ihre Festzinshypotheken im vergangenen Jahr bereits um 0,2 bis 0,5 Prozentpunkte verteuert.

Nach Einschätzung von Martínez dürften im September weitere Erhöhungen folgen. Entscheidend seien dann der bestätigte Euribor-Wert und die erwartete Entscheidung der Europäischen Zentralbank.

Strenge Grenzen bei Einkommen und Eigenkapital

Banken finanzieren in der Regel höchstens 80 Prozent des Kaufpreises oder des Schätzwerts einer Immobilie. Maßgeblich ist dabei der niedrigere der beiden Beträge. Käufer müssen daher normalerweise mindestens 20 Prozent aus eigenen Mitteln aufbringen. Hinzu kommen die Nebenkosten des Erwerbs.

Außerdem soll die monatliche Kreditrate nicht mehr als 35 Prozent des gesamten Einkommens der Käufer ausmachen. Diese Grenze soll verhindern, dass die Finanzierung zu einer zu hohen Belastung wird und das Risiko eines Zahlungsausfalls steigt.

Bei einer durchschnittlichen Rate von 681 Euro wären dafür knapp 1.946 Euro monatliches Nettoeinkommen nötig. Unter den aktuellen Bedingungen gilt ein Einkommen von weniger als 2.000 Euro deshalb als nicht ausreichend für eine durchschnittliche Hypothek in der Provinz.

Bedeutung für Käufer und Residenten

Wer an der Costa Blanca eine Immobilie finanzieren möchte, sollte nicht nur den Kaufpreis vergleichen. Auch der effektive Jahreszins, mögliche Gebühren und die Bedingungen für einen günstigeren Zinssatz gehören in die Rechnung.

Bei variablen Darlehen ist zusätzlich ein finanzieller Puffer für weitere Zinsanstiege sinnvoll. Bestehende Kreditnehmer sollten prüfen, wann die nächste Anpassung ansteht und welcher Euribor-Wert laut Vertrag verwendet wird.

Kaufinteressenten benötigen zudem ausreichend Eigenkapital. Neben dem nicht finanzierten Teil des Kaufpreises müssen sie Steuern und weitere Erwerbskosten selbst tragen. Die gestiegene durchschnittliche Kreditsumme zeigt, dass diese Hürde in Alicante größer geworden ist.

Quelle

Diario Información – „La subida de la vivienda y el zarpazo del euríbor encarecen las hipotecas en 1.600 euros anuales en Alicante“

https://www.informacion.es/economia/2026/08/25/subida-vivienda-zarpazo-euribor-encarecen-133617689.html

Redaktion Spanienleben.de

Wir berichten aus Spanien über Auswandern, Alltag, Immobilien und aktuelle Nachrichten – recherchiert anhand offizieller Quellen und spanischer Medien.

Veröffentlicht am 25. August 2026

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