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Aktuelle Nachrichten 24. August 2026

Hohe Wohnpreise treiben Käufer von den Balearen nach Asturien

Jeder vierte Immobilienkauf von Balearen-Bewohnern findet inzwischen außerhalb der Inselgruppe statt. Besonders gefragt ist das deutlich günstigere Asturien.

Hohe Wohnpreise treiben Käufer von den Balearen nach Asturien

Symbolbild – mit künstlicher Intelligenz erstellt

Inhaltsverzeichnis
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Die hohen Immobilienpreise auf den Balearen bewegen immer mehr Bewohner zum Kauf auf dem spanischen Festland. Im ersten Quartal entfiel bereits fast jede vierte von Inselbewohnern gekaufte Immobilie auf eine andere autonome Gemeinschaft.

Besonders gefragt ist Asturien. Dort liegen die durchschnittlichen Quadratmeterpreise nur bei rund einem Drittel des Niveaus auf den Balearen.

Zwischen Januar und März kauften Bewohner der Inselgruppe insgesamt 716 Wohnungen und Häuser außerhalb der Balearen. Das entsprach 24 Prozent ihrer gesamten Immobilienkäufe.

Fast jeder vierte Kauf erfolgt außerhalb der Inseln

Im Vorjahr hatte der Anteil auswärtiger Käufe noch bei 21 Prozent gelegen. Die Entwicklung verstärkt sich damit weiter.

Nur in Madrid war der Anteil im ersten Quartal mit 32 Prozent höher. Dort spielen allerdings Käufe in angrenzenden Provinzen und berufliche Verflechtungen eine besondere Rolle. Diese Voraussetzungen bestehen auf den Balearen nicht in vergleichbarer Form.

Auch im Vergleich mit anderen Regionen fällt der Wert der Inselgruppe auf. Im Baskenland wurden 18 Prozent und in Navarra 15 Prozent der Immobilien außerhalb der eigenen Gemeinschaft gekauft. In allen übrigen Regionen lag der Anteil unter zehn Prozent. In Andalusien waren es beispielsweise lediglich drei Prozent.

Große Preislücke zwischen Balearen und Asturien

Der wichtigste Grund für die Verlagerung ist der Preisunterschied. Nach der Immobilienstatistik der spanischen Notare waren die Balearen im Juni die teuerste autonome Gemeinschaft des Landes.

Ein Quadratmeter kostete dort durchschnittlich 4.384 Euro. Madrid folgte mit 3.864 Euro, das Baskenland mit 3.083 Euro. In Katalonien und auf den Kanaren wurden jeweils 2.516 Euro registriert.

In Asturien lag der Mittelwert dagegen bei 1.409 Euro je Quadratmeter. Eine Wohnung mit 90 Quadratmetern kostete dort rechnerisch 126.810 Euro. Auf den Balearen wären dafür im Durchschnitt 394.560 Euro fällig. Die Differenz beträgt 267.750 Euro.

Asturien wird zum bevorzugten Ziel

Asturien vereinte im ersten Quartal 15 Prozent aller Immobilienkäufe, die Balearen-Bewohner in anderen Provinzen tätigten. Seit dem Ende der Pandemie hat diese Nachfrage zugenommen.

José Miguel Artieda, Präsident des Verbands der Immobilienmakler auf den Balearen, führt die wachsende Bekanntheit Asturiens auch auf persönliche Empfehlungen zurück. Neben den niedrigeren Preisen nennt er mildere Temperaturen und gute Verbindungen zu den Inseln als Gründe für das Interesse.

Die zusätzliche Nachfrage bleibt in Asturien nicht ohne Folgen. Artieda sieht dort bereits klare Anzeichen für steigende Preise. Noch ist das Preisniveau jedoch erheblich niedriger als auf den Balearen.

Einheimische stoßen an finanzielle Grenzen

Auf den Balearen trifft die Nachfrage kaufkräftiger Interessenten von außerhalb auf ein begrenztes Angebot. Für viele Bewohner wird es dadurch schwieriger, beim Kauf einer Wohnung oder eines Hauses auf den eigenen Inseln mitzuhalten.

Bis Juni sanken die Verkaufszahlen gegenüber demselben Monat des Vorjahres um 20 Prozent. Gleichzeitig stiegen die Preise laut Notarstatistik um 16 Prozent. Artieda sieht die finanzielle Belastbarkeit vieler einheimischer Käufer damit an ihrer Grenze.

Betroffen sind nicht nur Menschen mit niedrigerem Einkommen. Auch Bewohner mit Kapital können bestimmte Vorhaben wegen des hohen Preisniveaus nicht mehr auf den Inseln umsetzen. Manche weichen deshalb für Investitionen auf andere Regionen aus.

Bedeutung für Bewohner und Kaufinteressenten

Für Bewohner der Balearen kann ein Umzug auf das Festland die Wohnkosten deutlich senken. Das gilt besonders für Menschen, die im Ruhestand nicht mehr an ihren bisherigen Wohnort gebunden sind und zugleich niedrigere Lebenshaltungskosten suchen.

Interessenten sollten jedoch berücksichtigen, dass auch in Asturien die Preise bereits nach oben tendieren. Zudem sind Durchschnittswerte nur eine Orientierung. Lage, Zustand, Küstennähe und Verkehrsanbindung können den tatsächlichen Kaufpreis deutlich verändern.

Quelle

La Vanguardia – „Exiliados por el precio de la vivienda: los baleares se lanzan a comprar casa en Asturias“

https://www.lavanguardia.com/economia/20260824/11618630/exiliados-precio-vivienda-baleares-lanzan-comprar-casa-asturias.html

Redaktion Spanienleben.de

Wir berichten aus Spanien über Auswandern, Alltag, Immobilien und aktuelle Nachrichten – recherchiert anhand offizieller Quellen und spanischer Medien.

Veröffentlicht am 24. August 2026

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