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Aktuelle Nachrichten 23. August 2026

Hitzewellen verändern die Reisepläne ausländischer Spanien-Urlauber

Extreme Temperaturen verschieben die Nachfrage innerhalb Spaniens. Kühlere Küstenorte und höher gelegene Reiseziele könnten davon profitieren.

Hitzewellen verändern die Reisepläne ausländischer Spanien-Urlauber

Symbolbild – mit künstlicher Intelligenz erstellt

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Extreme Hitze wirkt sich zunehmend auf die Wahl spanischer Reiseziele aus. 13,8 Prozent der ausländischen Touristen, die 2024 während ihres Spanien-Aufenthalts extreme Temperaturen erlebten, entschieden sich im folgenden Jahr für ein anderes Ziel.

Bevorzugt wurden Orte mit kühlerem Klima. Die meisten Betroffenen kehrten Spanien jedoch nicht den Rücken, sondern änderten den Urlaubsort oder passten ihre Reisedaten an.

Grundlage ist eine Untersuchung von CaixaBank Research. Dafür werteten die Ökonomen David César Heymann und Eduard Alcobé Kartenzahlungen internationaler Besucher aus.

Hitze schwächt die Bindung an einzelne Reiseziele

Ausländische Gäste gelten laut Heymann als besonders treu gegenüber dem spanischen Urlaubsangebot. Das gilt vor allem für Reisende, die gewöhnlich Ziele am Mittelmeer wählen.

Nach einer Erfahrung mit extremer Hitze nehmen sie häufig nur kleinere Änderungen vor. Sie suchen etwa einen anderen Ort innerhalb derselben geografischen Region. Für einzelne Gemeinden können diese Verschiebungen dennoch erhebliche wirtschaftliche Folgen haben.

Als mögliche Gewinner nennt der Bericht kühlere Gebiete wie die Costa Brava oder höher gelegene Teile Mallorcas. Die Liste der wahrscheinlich stärker betroffenen Gemeinden deute dagegen in Richtung Süden. Konkrete Verlierer nennt der Autor nicht.

Höhere Lagen werden im Inland attraktiver

Ein ähnliches Muster zeigt sich bei Rundreisen und Aufenthalten im Landesinneren. Wer dort im Sommer 2024 eine Hitzewelle erlebte, entschied sich 2025 häufiger für höher gelegene Ziele als Reisende ohne eine vergleichbare Hitzeerfahrung.

Die Forscher sprechen von einer klimatischen Verlagerung innerhalb derselben Saison und derselben Kategorie von Reisezielen. Je größer der Anteil der Urlaubstage mit Höchsttemperaturen über 32 Grad war, desto eher fiel die spätere Wahl auf einen Ort, dessen historische Temperatur mindestens fünf Grad niedriger liegt.

Extreme Hitze ordnet damit die Vorlieben innerhalb des spanischen Reisemarktes neu. Sie führt nicht zwingend zu weniger Spanien-Reisen, kann aber Nachfrage und Einnahmen zwischen Regionen verschieben.

Die Hauptreisezeit bleibt der Sommer

Ein deutlicher Wechsel in andere Jahreszeiten ist bislang nur begrenzt zu erkennen. Viele ausländische Gäste reisen weiterhin bevorzugt im Sommer. Schulferien und feste Urlaubsregelungen in Unternehmen lassen Familien und Beschäftigten oft wenig Spielraum.

Zugleich bleibt Spanien nach Einschätzung der Forscher wettbewerbsfähig. Gründe sind das breite touristische Angebot, die gute Infrastruktur und die lange Reisesaison. Ein wichtiger Teil der Attraktivität beruht allerdings weiterhin auf klimatischen Bedingungen, die sich schnell verändern.

Trotz der Hitzebelastung steuert der Tourismus erneut auf hohe Werte zu. Bis Juli 2026 hatten Spaniens Flughäfen bereits mehr als 67 Millionen internationale Passagiere gezählt.

Spanische Urlauber zieht es stärker nach Norden

Bei Reisenden aus Spanien ist die Verlagerung bereits deutlicher. Sie tauschen Mittelmeerziele zunehmend gegen Orte am Atlantik oder am Kantabrischen Meer und bevorzugen häufiger den Norden des Landes.

Zwischen den Sommern 2019 und 2023 stiegen die touristischen Ausgaben in Gemeinden mit niedrigeren Durchschnittstemperaturen um fast 45 Prozent. In Orten mit Durchschnittstemperaturen über 23 Grad lag das Wachstum lediglich zwischen 25 und 35 Prozent.

Bedeutung für Urlauber und Tourismusbetriebe

Für Reisende wird das örtliche Klima neben Preisen und Erreichbarkeit zu einem wichtigeren Auswahlkriterium. Kühlere Küstenabschnitte, höhere Lagen und Unterkünfte mit gutem Hitzeschutz können besonders in den Sommermonaten attraktiver werden.

Hotels, Ferienanlagen und Gemeinden müssen sich stärker anpassen. Die Studie empfiehlt mehr Schatten in öffentlichen Bereichen, besseren Wärmekomfort in Unterkünften, höhere Energieeffizienz und veränderte Öffnungs- und Aktivitätszeiten.

Zusätzliche Angebote in Innenräumen und geeignete Aktivitäten im Freien können die Belastung ebenfalls verringern. Solche Maßnahmen sollen verhindern, dass eine unangenehme Hitzeerfahrung Gäste beim nächsten Urlaub zu einem anderen Ort führt.

Quelle

La Provincia / Diario de Las Palmas – „Las olas de calor ya ahuyentan a los turistas extranjeros: un 14% de los que las sufren no repiten destino de vacaciones“

https://www.laprovincia.es/economia/2026/08/23/olas-calor-ahuyentan-turistas-extranjeros-133580517.html

Redaktion Spanienleben.de

Wir berichten aus Spanien über Auswandern, Alltag, Immobilien und aktuelle Nachrichten – recherchiert anhand offizieller Quellen und spanischer Medien.

Veröffentlicht am 23. August 2026

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