Girona plant 13 Projekte für neue und modernisierte Hotels
Die Provinz liegt bei den Hotelprojekten in Katalonien an zweiter Stelle. Der Schwerpunkt liegt klar auf der Erneuerung bestehender Häuser.

Symbolbild – mit künstlicher Intelligenz erstellt
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In der Provinz Girona sind 13 Hotelprojekte geplant. Elf davon betreffen die Modernisierung bestehender Häuser. Zwei Vorhaben sollen das Angebot durch neue Hotels erweitern.
Damit belegt Girona innerhalb Kataloniens den zweiten Platz. Nur die Provinz Barcelona weist mehr Projekte auf. Das geht aus dem Bericht „The Hotel Property Telescope 2026“ von EY-Parthenon hervor.
Welche Hotels betroffen sind, bleibt offen. Auch zur Zahl der Zimmer und zum Zeitplan der einzelnen Vorhaben enthält der Bericht keine Angaben.
Girona setzt vor allem auf Modernisierung
Die Zahlen zeigen einen klaren Schwerpunkt. Bei elf der 13 Projekte in den comarques gironines handelt es sich um Reformen. Lediglich zwei Projekte sind neue Entwicklungen.
Girona liegt damit deutlich hinter Barcelona. Dort wurden insgesamt 27 Vorhaben erfasst. Sie verteilen sich nahezu gleichmäßig auf 13 Modernisierungen und 14 neue Entwicklungen.
Auf den weiteren Plätzen folgen Tarragona und Lleida. In Tarragona sind sieben Projekte vorgesehen, darunter vier Reformen und drei neue Vorhaben. Lleida kommt auf fünf Initiativen mit vier Modernisierungen und einem neuen Projekt.
Mehr als 8.100 Zimmer in Katalonien betroffen
Für ganz Katalonien nennt die Untersuchung 52 Projekte. Dazu zählen 32 Reformen bestehender Hotels und 20 neue Entwicklungen. Insgesamt betreffen die Vorhaben mehr als 8.100 Zimmer.
Die 32 Modernisierungsprojekte umfassen 5.886 Zimmer. Das entspricht rund 15 Prozent der 212 Reformprojekte, die EY-Parthenon in ganz Spanien identifiziert hat. Bei den Zimmern liegt Kataloniens Anteil bei ungefähr 20 Prozent der landesweit mehr als 30.000 Einheiten in solchen Vorhaben.
Die 20 neuen Hotelprojekte sollen zusammen 2.286 Zimmer schaffen. Wie viele davon auf die Provinz Girona entfallen, wird nicht aufgeschlüsselt.
Höhere Hotelkategorien im Mittelpunkt
Ein großer Teil der Investitionen fließt in Hotels der gehobenen Kategorien. Von den 32 katalanischen Reformprojekten entfallen 18 auf Häuser mit vier oder fünf Sternen. Diese Vorhaben betreffen 4.204 Zimmer.
Damit machen die höheren Kategorien mehr als 70 Prozent aller Zimmer aus, die in Katalonien modernisiert werden sollen. Auch bei den neuen Projekten zeigt sich diese Ausrichtung. Die Hälfte ist als Vier- oder Fünf-Sterne-Hotel vorgesehen. Auf sie entfallen knapp 60 Prozent der geplanten neuen Zimmer.
Álvaro Monreal, Direktor für Strategie und Transaktionen im Immobilienbereich von EY-Parthenon, sieht die Erneuerung des Bestands als wichtigen Wettbewerbsfaktor. Die Zukunftsfähigkeit der Branche hänge nicht nur von neuen Projekten ab. Bestehende Angebote müssten ebenfalls verändert und an die neuen Erwartungen der Reisenden angepasst werden.
Investoren bleiben an Hotels interessiert
Xavier Trias Arraut, geschäftsführender Partner von EY Catalunya und verantwortlich für den Hotelsektor, führt die hohe Zahl der Vorhaben auf die Reife des katalanischen Hotelmarktes zurück. Zugleich zeige sie das anhaltende Vertrauen von Investoren und Betreibern in diese Anlageklasse.
In ganz Spanien erreichten die Hotelinvestitionen im ersten Halbjahr 2026 ein Volumen von 2,4 Milliarden Euro. Rund 65 Prozent des investierten Kapitals stammten aus Spanien. Family Offices, Vermögensverwalter und spezialisierte Investoren gewinnen laut Bericht ebenfalls an Gewicht.
Hotels spielen zudem bei der Immobilienfinanzierung eine große Rolle. Im Jahr 2025 entfielen etwa 45 Prozent der neu vergebenen Kredite im spanischen Immobilienmarkt auf den Hotelsektor.
Bedeutung für Urlauber und Residenten
Kurzfristige Folgen für Gäste lassen sich aus dem Bericht nicht ableiten. Es fehlen Angaben dazu, welche Betriebe umgebaut werden und wann Bauarbeiten beginnen. Auch mögliche vorübergehende Schließungen sind nicht genannt.
Mittelfristig könnten die Projekte jedoch zu modernisierten Unterkünften und zusätzlichen Hotelkapazitäten führen. Der starke Fokus auf Vier- und Fünf-Sterne-Häuser deutet zugleich darauf hin, dass ein erheblicher Teil der Investitionen auf das gehobene Marktsegment zielt.
Quelle
Diari de Girona – „Girona suma 13 projectes per renovar i ampliar l’oferta hotelera“
https://www.diaridegirona.cat/economia/2026/08/17/girona-suma-13-projectes-per-renovar-crear-hotels-133286760.htmlRedaktion Spanienleben.de
Wir berichten aus Spanien über Auswandern, Alltag, Immobilien und aktuelle Nachrichten – recherchiert anhand offizieller Quellen und spanischer Medien.
Veröffentlicht am 17. August 2026
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