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Aktuelle Nachrichten 20. August 2026

Gesperrte Strände in Málaga: Kritik an Abwassernetz wächst

Nach einer kurzen, heftigen Regenepisode gelangte offenbar belastetes Wasser ins Meer. Der Vorfall trifft Málaga mitten in der Hochsaison.

Gesperrte Strände in Málaga: Kritik an Abwassernetz wächst

Symbolbild – mit künstlicher Intelligenz erstellt

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Die Stadt Málaga hat die vier zuletzt gesperrten Strände wieder zum Baden freigegeben. Guadalmar, Sacaba, Misericordia und San Andrés sind seit Mittwoch geöffnet.

Neue Wasseranalysen der städtischen Wassergesellschaft Emasa ergaben, dass die Badequalität wieder den Vorgaben entspricht. Die zuständige Gebietsvertretung für Gesundheit und Verbraucherschutz der andalusischen Regionalregierung genehmigte daraufhin die Aufhebung der Verbote.

Damit ist die gesamte Küste der Stadt wieder zugänglich. Der Vorfall hat jedoch erneut eine Debatte über die Leistungsfähigkeit des Abwassernetzes ausgelöst.

Starkregen führte zur vorsorglichen Sperrung

Die vier Strände waren seit dem vorangegangenen Wochenende geschlossen. Nach einem Unwetter in der Nacht zum Samstag, 15. August, hatten Messungen eine Beeinträchtigung der Wasserqualität gezeigt.

In Málaga fielen damals innerhalb einer Stunde bis zu 14 Liter Regen pro Quadratmeter. Das Wasser überlastete nach Angaben der Stadt an mehreren Stellen das Kanalisationsnetz.

In Teilen Málagas fließen Regen- und Abwasser noch durch gemeinsame Leitungen. Bei intensivem Niederschlag können deren Kapazitäten überschritten werden. Dann wird Wasser aus dem Netz abgeleitet, um einen Kollaps der Kanalisation und Überschwemmungen zu verhindern.

Solche Entlastungen können jedoch ins Meer gelangen. In den Proben nach dem Unwetter wurde Escherichia coli, kurz E. coli, nachgewiesen. Das Bakterium gilt in Badegewässern als Hinweis auf eine Verunreinigung mit Fäkalien.

Sperrung mitten in Feria und Hochsaison

Das Badeverbot fiel in eine besonders stark besuchte Zeit. Während der Feria de Málaga und im sommerlichen Reiseverkehr nutzen täglich viele Einwohner und Besucher die Stadtstrände.

Die Behörden hielten die Sperrungen aufrecht, bis neue Proben eine ausreichende Wasserqualität belegten. Parallel entfernte der städtische Stranddienst Rückstände des Unwetters. Emasa setzte die Kontrollen des Meerwassers fort.

Die meisten Stämme von E. coli sind harmlos. Bestimmte Varianten können jedoch vor allem Magen-Darm-Infektionen auslösen. Möglich sind Durchfall, Erbrechen, Bauchschmerzen oder Fieber. Eine Aufnahme kann durch verschlucktes belastetes Wasser erfolgen.

Alte Infrastruktur gerät erneut in den Fokus

Die Stadt sieht eine dauerhafte Lösung in der stärkeren Trennung von Regen- und Abwasserleitungen. Laut dem Investitionsplan von Emasa für die Jahre 2024 bis 2029 sollen 70 Prozent des städtischen Netzes getrennt geführt werden.

Entlang der Küste wurden bereits einzelne Abschnitte umgebaut. Weitere Arbeiten laufen oder sind unter anderem in Salvador Allende, San Javier, Abogado Federico Orellana, Palma-Palmilla, La Malagueta und Pedregalejo Alto geplant.

Auch der historische Sammler von Carretería soll modernisiert werden. Er nimmt das Abwasser aus dem historischen Zentrum zwischen der Calle Victoria und dem Hafen auf. Vorgesehen ist ein Regenrückhaltebecken, das belastetes Wasser vorübergehend speichern und Einleitungen verhindern soll. Zusätzliche Filtersysteme sind ebenfalls geplant.

Außerdem sollen zwei neue Abschnitte des Regenwasserkanals von Dos Hermanas ausgeschrieben werden. Sie verlaufen vom Bach bis Héroe de Sostoa sowie von dort bis Sor Teresa Prat.

Bedeutung für Urlauber und Residenten

An allen Stränden der Stadt Málaga ist das Baden derzeit wieder erlaubt. Besucher sollten dennoch die Flaggen, Absperrungen und Hinweise der Rettungsdienste beachten. Nach kräftigen Regenfällen kann sich die Lage kurzfristig ändern.

Die aktuellen Freigaben beruhen auf neuen Proben und der Zustimmung der Gesundheitsbehörde. Wer nach einem Badeaufenthalt Beschwerden wie Durchfall, Erbrechen, Bauchschmerzen oder Fieber entwickelt, sollte medizinischen Rat einholen und auf den möglichen Kontakt mit belastetem Meerwasser hinweisen.

Redaktion Spanienleben.de

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Veröffentlicht am 20. August 2026

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