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Aktuelle Nachrichten 20. August 2026

Flughafen Palma: PP kritisiert Aenas Flugplanung für August

Eurocontrol rechnet an Son Sant Joan im August an 18 Tagen mit einem Betrieb oberhalb der Kapazität. Mallorcas PP fordert eine Reaktion der Sozialisten.

Flughafen Palma: PP kritisiert Aenas Flugplanung für August

Symbolbild – mit künstlicher Intelligenz erstellt

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Am Flughafen Palma verschärft sich der politische Streit über die Flugplanung im August. Nach Angaben aus einem Bericht von Eurocontrol gehört Son Sant Joan zu den europäischen Flughäfen, die in diesem Monat zeitweise oberhalb ihrer Kapazität arbeiten sollen.

Für Palma nennt Eurocontrol insgesamt 18 Tage im August. Die balearische PP nimmt dies zum Anlass, Aena und die Sozialisten scharf zu kritisieren.

Im Mittelpunkt steht der Vorwurf, dass die Planung des staatlich kontrollierten Flughafenbetreibers nicht zur Politik der touristischen Begrenzung auf den Balearen passe. Eine Stellungnahme von Aena zu den konkreten Vorwürfen geht aus den vorliegenden Berichten nicht hervor.

Eurocontrol nennt 18 Tage im August

Eurocontrol hatte den Flughafen von Palma laut den Berichten in eine Gruppe europäischer Airports aufgenommen, die im Sommer oberhalb ihrer Kapazität arbeiten würden. Für Son Sant Joan betrifft dies demnach bis zu 18 Tage im August.

Was genau die Überschreitung im laufenden Betrieb bedeutet, wird in den Berichten nicht näher erläutert. Angaben zu einzelnen Flugverbindungen, möglichen Verspätungen oder konkreten Einschränkungen für Reisende liegen ebenfalls nicht vor.

Die Meldung fällt in die Hauptreisezeit auf Mallorca. Im August erreicht der Flugverkehr auf der Insel regelmäßig ein besonders hohes Niveau.

PP fordert Antwort der Sozialisten

Sebastià Sagreras, Generalkoordinator der PP auf den Balearen, verlangt eine öffentliche Reaktion des PSIB-PSOE. Besonders richtet er seine Kritik an Rosario Sánchez. Sie ist Staatssekretärin für Tourismus und Kandidatin der Sozialisten für das Amt der Regierungschefin der Balearen.

Sagreras sprach von einem „estruendoso silencio“, einem ohrenbetäubenden Schweigen. Sánchez habe sich beim Namenswechsel des Flughafens schnell in den Vordergrund gestellt, verstecke sich aber nun angesichts der Warnung von Eurocontrol, erklärte der PP-Politiker.

Die Forderung richtet sich außerdem an die Generalsekretärin des PSIB-PSOE, Amanda Fernández, und den sozialistischen Sprecher Iago Negueruela. Sie sollten ihre Haltung erklären und von Aena eine Anpassung der Flughafenpolitik verlangen.

Streit über Wachstum und Begrenzung

Die PP stellt die Flugplanung einem politischen Kurs gegenüber, der das Wachstum des Tourismus bremsen soll. Die Regionalregierung von Marga Prohens verfolgt nach Darstellung der Partei ein Nullwachstum bei den Übernachtungsplätzen.

Dazu kommen das Verbot neuer Ferienwohnungen und ein stärkeres Vorgehen gegen illegale Angebote. Aena bewege sich dagegen in eine andere Richtung, kritisiert Sagreras. Der Betreiber plane mehr ankommende Passagiere und wolle die Flughäfen der Inseln erweitern.

Die PP argumentiert deshalb, Aena müsse ihre Entscheidungen stärker an den Zielen der Balearen ausrichten. Die Sozialisten könnten sich nicht von der Verantwortung für das Unternehmen lösen, weil dieses von der spanischen Zentralregierung abhänge.

Aena erneut im Zentrum der Debatte

Der aktuelle Vorstoß setzt einen bereits länger laufenden Konflikt fort. Die balearische PP kritisiert seit mehreren Monaten Entscheidungen des Flughafenbetreibers auf Mallorca.

Dabei geht es nicht nur um die technische Kapazität des Flughafens. Hinter der Auseinandersetzung steht die grundsätzliche Frage, ob steigende Passagierzahlen mit der gewünschten Begrenzung des Tourismus vereinbar sind.

Eine konkrete Änderung des Flugplans ist bislang nicht bekannt. Ebenso ist offen, ob Aena auf die Forderungen der PP reagieren oder seine Planung für Palma anpassen wird.

Bedeutung für Urlauber und Residenten

Für Reisende ergeben sich aus den Berichten zunächst keine direkten Änderungen. Es wurden weder Flugstreichungen noch Zugangsbeschränkungen oder besondere Vorgaben für Passagiere angekündigt.

An stark ausgelasteten Tagen können längere Abläufe und Verspätungen grundsätzlich wahrscheinlicher werden. Wer im August über Palma fliegt, sollte deshalb den Status seiner Verbindung prüfen und ausreichend Zeit für Anreise, Gepäckaufgabe und Sicherheitskontrolle einplanen.

Die Debatte dürfte vor allem die langfristige Entwicklung von Son Sant Joan betreffen. Für Bewohner Mallorcas sind damit auch Fragen zu Verkehr, Infrastruktur und der Belastung durch den Tourismus verbunden.

Redaktion Spanienleben.de

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Veröffentlicht am 20. August 2026

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