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Aktuelle Nachrichten 02. August 2026

Ferienwohnungen in Valencia: Branche fordert mehr Kontrollen

Zwei Jahre nach Einführung der Regeln für touristische Wohnungen zieht die Generalitat eine positive Bilanz. Branchenverbände sehen jedoch Lücken bei Kontrollen und Sanktionen.

Ferienwohnungen in Valencia: Branche fordert mehr Kontrollen

Symbolbild – mit künstlicher Intelligenz erstellt

Inhaltsverzeichnis

Seit zwei Jahren gelten in der Comunitat Valenciana neue Regeln für touristisch vermietete Wohnungen. Sie sollen ein Gleichgewicht zwischen Hotels, Ferienwohnungen und dem regulären Wohnungsmarkt schaffen.

Die Generalitat bewertet die bisherige Entwicklung positiv. Die Verbände Hosbec und Aptur verweisen dagegen auf weiterhin bestehende Kontrolldefizite in zahlreichen Gemeinden.

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Nach ihrer Einschätzung werden noch immer Unterkünfte ohne Lizenz oder unter Missachtung einzelner Vorgaben vermietet. Ein Grund dafür seien fehlendes Personal und eine unklare Verteilung der Zuständigkeiten.

Legale Ferienwohnungen machen 1,7 Prozent aus

José Manuel Camarero, Staatssekretär für Tourismus, erklärt, dass sich alle registrierten touristischen Wohnungen an die neue Regelung angepasst hätten. Sie erfüllten demnach die vorgeschriebenen Anforderungen.

Diese legal angebotenen Unterkünfte machen laut Camarero 1,7 Prozent des gesamten Wohnungsbestands in der Comunitat Valenciana aus. Für illegale Angebote gebe es Kontroll- und Sanktionsmöglichkeiten.

Die Gemeinden können diese Aufgaben selbst übernehmen. Tun sie das nicht, bleibt die Generalitat für die Überwachung zuständig.

Hosbec sieht zu wenige kommunale Kontrollen

Der Hotelverband Hosbec beurteilt die Regeln grundsätzlich positiv. Vor allem die zusätzlichen Sicherheitsanforderungen hätten dazu geführt, dass Tausende Wohnungen aus dem Tourismusregister gestrichen wurden.

Hosbec-Präsident Fede Fuster kritisiert jedoch, dass wichtige Ferienorte wie Gandia, Cullera und Peñíscola die Befugnisse für Kontrollen und Sanktionen noch nicht übernommen hätten. Deshalb müsse die Generalitat dort weiterhin selbst tätig werden.

Nach Angaben von Fuster verfügt die Regionalverwaltung allerdings über zu wenige Inspektoren. Das erschwere eine wirksame Kontrolle illegaler oder nicht regelkonformer Angebote.

Fuster fordert daher eine bessere Schulung der Gemeindeverwaltungen. Zudem sollten Kommunen stärker dazu bewegt werden, die entsprechenden Zuständigkeiten zu übernehmen.

Benidorm verhängt erste Bußgelder

Auch dort, wo Gemeinden selbst kontrollieren dürfen, wird die Regelung laut Hosbec unterschiedlich umgesetzt. Benidorm war die erste Stadt, die diese Befugnisse übernahm.

Trotzdem werden dort erst jetzt die ersten Bußgelder verhängt. Im Mittelpunkt stehen zunächst Beschwerden von Anwohnern sowie die Kontrolle privat vermieteter Wohnungen.

Fuster erwartet, dass später weitere Verstöße geprüft werden. Dazu zählt die Übergabe von Schlüsseln über Zahlenschlösser. Diese verbreitete Praxis ist verboten, weil sie eine korrekte Identifizierung der Gäste verhindert.

Aptur kritisiert Vorgehen in València

Der Verband der touristischen Wohnungen Aptur setzt einen anderen Schwerpunkt. Präsidentin Silvia Blasco hält nicht nur die Zahl der Kontrollen für entscheidend, sondern auch deren korrekte rechtliche Anwendung.

Benidorm und Alicante hätten nach ihrer Einschätzung verstanden, wofür touristische Sanktionen vorgesehen seien. In València werde das Instrument dagegen genutzt, um städtebauliche Fragen zu verfolgen und gegen die Branche vorzugehen.

Blasco sieht darin einen Grund, warum manche Kommunen die Sanktionsbefugnisse nicht übernehmen. Hinzu kämen fehlendes Personal und unzureichende Ressourcen.

Positiv bewertet Aptur, dass die Regelung touristisch genutzte Wohnungen klar als Teil des offiziellen Beherbergungsangebots definiert. Dies schaffe mehr Rechtssicherheit und erhalte die Wahlfreiheit der Reisenden.

Bedeutung für Urlauber und Vermieter

Reisende sollten darauf achten, dass eine Ferienwohnung ordnungsgemäß registriert ist und alle örtlichen Vorgaben erfüllt. Die Kontrolldichte kann sich je nach Gemeinde deutlich unterscheiden.

Vermieter müssen neben der gültigen Registrierung auch Sicherheits- und Meldepflichten beachten. In Gemeinden mit eigenen Kontrollbefugnissen können bei Verstößen unmittelbar kommunale Sanktionen folgen.

Besondere Vorsicht gilt bei der Schlüsselübergabe. Zahlenschlösser ersetzen nicht die vorgeschriebene Identifizierung der Gäste und können deshalb Gegenstand einer Kontrolle sein.

Quelle

Cadena SER – „Se cumplen dos años de la normativa de pisos turísticos: el sector pide más inspecciones“

https://cadenaser.com/comunitat-valenciana/2026/08/02/se-cumplen-dos-anos-de-la-normativa-de-pisos-turisticos-el-sector-pide-mas-inspecciones-radio-valencia/

Redaktion Spanienleben.de

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Veröffentlicht am 02. August 2026

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