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Aktuelle Nachrichten 24. August 2026

Euribor steigt über 3 Prozent: Variable Hypotheken werden teurer

Steigende Energiepreise, eine höhere Inflation und erwartete Zinsschritte der EZB treiben den Referenzwert nach oben. Festzinsen gewinnen an Bedeutung.

Euribor steigt über 3 Prozent: Variable Hypotheken werden teurer

Symbolbild – mit künstlicher Intelligenz erstellt

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Der Euribor ist über die Marke von 3 Prozent gestiegen. Das war zuletzt vor zwei Jahren der Fall.

Für Haushalte mit einer variablen Hypothek in Spanien wächst damit der finanzielle Druck. Besonders betroffen sind Darlehen, deren Zinssatz in Kürze neu festgelegt wird.

Bei einer Restschuld von 150.000 Euro und einer verbleibenden Laufzeit von 25 Jahren kann der Anstieg rund 800 Euro Mehrkosten im Jahr verursachen. Das entspricht etwa 66 Euro pro Monat.

Warum der Euribor steigt

Der Euribor dient bei der großen Mehrheit der variablen Hypotheken in Spanien als Referenzwert. Steigt er, erhöht sich bei der nächsten vertraglichen Anpassung in der Regel auch der zu zahlende Zinssatz.

Als Gründe für den jüngsten Anstieg gelten die höheren Energiepreise und die wieder anziehende Inflation. Hinzu kommt die Erwartung, dass die Europäische Zentralbank ihre Leitzinsen erneut anheben könnte.

Die Entwicklung trifft nicht jeden Kredit sofort. Entscheidend ist, wann die nächste Überprüfung des Zinssatzes laut Vertrag ansteht und welcher Aufschlag auf den Euribor vereinbart wurde.

Belastung hängt vom Kreditvertrag ab

Die genannte Beispielrechnung zeigt die mögliche Größenordnung. Sie gilt für eine Hypothek mit 150.000 Euro ausstehendem Kapital und noch 25 Jahren Laufzeit.

Die tatsächliche Mehrbelastung kann deutlich abweichen. Maßgeblich sind unter anderem die Restschuld, die verbleibende Laufzeit, der vertragliche Aufschlag und der Euribor-Wert zum festgelegten Stichtag.

Auch die Häufigkeit der Anpassung spielt eine Rolle. Variable Hypotheken werden je nach Vertrag zu bestimmten Zeitpunkten überprüft. Erst dann schlägt die Entwicklung des Referenzwerts auf die Monatsrate durch.

Festzinshypotheken werden häufiger gewählt

Die Aussicht auf steigende Raten verändert die Nachfrage nach Immobilienkrediten. Immer mehr Kreditnehmer entscheiden sich für einen festen Zinssatz.

Inzwischen entfallen 61 Prozent der neu abgeschlossenen Hypotheken auf Festzinsmodelle. Sie bieten eine gleichbleibende Rate und damit mehr Planungssicherheit über den vereinbarten Zeitraum.

Ein Festzins schützt vor späteren Euribor-Anstiegen. Ob er im Einzelfall günstiger ist, hängt jedoch von den angebotenen Konditionen, der Laufzeit und möglichen Zusatzkosten ab.

So setzt sich die Monatsrate zusammen

Hypotheken in Spanien folgen häufig dem französischen Tilgungssystem. Jede Monatsrate besteht dabei aus einem Zinsanteil und einem Anteil zur Rückzahlung des geliehenen Kapitals.

Die Zinsen werden auf die noch offene Schuld berechnet. In den ersten Jahren fließt deshalb ein größerer Teil der Rate in die Zinsen. Gegen Ende der Laufzeit nimmt der Tilgungsanteil zu.

Dadurch kann ein höherer Zinssatz besonders bei Krediten mit langer Restlaufzeit spürbar werden. Gleichzeitig hängt der genaue Effekt immer von der noch ausstehenden Schuld ab.

Bedeutung für Eigentümer und Käufer

Eigentümer mit variabler Finanzierung sollten im Vertrag prüfen, wann die nächste Zinsanpassung erfolgt. Auch der vereinbarte Euribor-Aufschlag und die aktuelle Restschuld sind für eine realistische Berechnung wichtig.

Wer eine Immobilie auf Gran Canaria oder in anderen Teilen Spaniens finanzieren möchte, sollte Festzins- und variable Angebote anhand der Gesamtkosten vergleichen. Neben dem Nominalzins zählen auch Gebühren, Versicherungen und andere an den Kredit gekoppelte Produkte.

Bei einer absehbaren Mehrbelastung kann ein frühzeitiges Gespräch mit der Bank sinnvoll sein. Änderungen des Vertrags oder ein Wechsel des Kreditmodells sollten jedoch nur nach Prüfung aller Kosten vereinbart werden.

Redaktion Spanienleben.de

Wir berichten aus Spanien über Auswandern, Alltag, Immobilien und aktuelle Nachrichten – recherchiert anhand offizieller Quellen und spanischer Medien.

Veröffentlicht am 24. August 2026

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