Erdbebenserie bei Granada hält an: Gebäude werden überprüft
In der Metropolregion Granada bleibt die seismische Lage angespannt. Am Mittwochmorgen wurden sechs weitere, überwiegend spürbare Erdstöße registriert.

Symbolbild – mit künstlicher Intelligenz erstellt
Inhaltsverzeichnis
Die Erdbebenserie im Großraum Granada dauert an. Seit Mitternacht zum Mittwoch registrierte das Instituto Geográfico Nacional, kurz IGN, sechs weitere Erdstöße. Fünf davon wurden von Anwohnern wahrgenommen.
Die neuen Beben folgten auf mehrere stärkere Erschütterungen am Dienstag. Dabei wurden drei Menschen leicht verletzt. Teile der Alhambra wurden vorsorglich evakuiert.
In mehreren Orten kontrollieren Fachleute nun beschädigte Gebäude. Bewohner mussten Immobilien verlassen, während die Regionalregierung die Vorwarnstufe ihres Erdbebenplans aufrechterhält.
Weitere Beben in der Nacht
Das stärkste Beben am frühen Mittwochmorgen erreichte eine Magnitude von 2,58. Es ereignete sich um 5.43 Uhr und war in rund 20 Gemeinden der Metropolregion Granada zu spüren.
Zuvor hatte das IGN Erdstöße bei La Zubia und Las Gabias gemessen. Sie erreichten Magnituden von 1,7 und 1,8. Weitere Epizentren lagen bei Otura, Alhendín, Ogíjares und Gójar.
Die am Mittwoch registrierten Beben bewegten sich zwischen 1,6 und 2,5. Einige Anwohner meldeten Wahrnehmungen bis in Richtung Küste. Bereits am Dienstag um 22.35 Uhr hatte ein Beben der Stärke 3,4 bei Ogíjares den Tag abgeschlossen.
Stärkere Erschütterungen am Dienstag
Am Dienstagmorgen hatte die Erde um 10.37 Uhr deutlich stärker gebebt. Die Angaben zur Magnitude und zum genauen Epizentrum unterscheiden sich je nach Bericht und Auswertungsstand. Genannt wurden Werte zwischen 4,7 und 4,8 sowie die Gemeinden Alhendín und Gójar südlich von Granada.
Eine Stunde später folgte ein weiteres Beben mit einer Magnitude von 4,2. Insgesamt erreichten mehrere Erdstöße am Dienstag Werte von mehr als 4.
Die Serie hatte in der Nacht zum Samstag erheblich an Stärke gewonnen. Um 1.04 Uhr wurde bei Alhendín ein Beben der Magnitude 5 registriert. Das IGN hatte den Wert zunächst mit 4,8 angegeben und später auf 5 korrigiert.
Verletzte und Schäden an Gebäuden
Drei Menschen wurden am Dienstag leicht verletzt. Mehrere weitere Betroffene erlitten Angstattacken. Hunderte Anrufe gingen bei den Rettungsdiensten ein.
In Granada und umliegenden Gemeinden fielen Fassadenteile, Steine und Dachziegel herab. Mehrere Autos wurden beschädigt. Bewohner berichteten außerdem von Rissen an Häusern.
Auch ein Gemeinschaftsgebäude in Alhendín, das bereits durch frühere Erschütterungen beschädigt worden war, soll erneut betroffen sein. In verschiedenen Gemeinden wurden Immobilien vorsorglich geräumt. Dazu zählen auch Wohnungen in Las Gabias.
Alhambra vorsorglich evakuiert
Teile der weltberühmten Alhambra wurden nach den stärkeren Erdstößen vorsorglich evakuiert. Berichte über mögliche Schäden führten zu Kontrollen an der Anlage. Der Zugang wurde im Zuge der Sicherheitsmaßnahmen geschlossen.
Parallel dazu prüfen Fachleute weitere betroffene Gebäude in Granada und der südlichen Vega de Granada. Bewohner geräumter Immobilien dürfen persönliche Gegenstände teilweise nur in Begleitung von Einsatzkräften holen.
Die Regionalregierung Andalusiens hält die Vorwarnphase des Plans gegen Erdbebenrisiken in der Provinz Granada aktiv. Rettungskräfte rufen dazu auf, Abstand zu Fassaden, Balkonen, Vorsprüngen und beschädigten Mauern zu halten. Aufzüge sollten in betroffenen Gebäuden vorerst nicht benutzt werden.
Quelle
El Confidencial, La Vanguardia, El Mundo, Onda Cero Radio – „Seis terremotos leves marcan la noche en Granada, cinco de ellos sentidos por los vecinos“
https://www.stern.de/news/alhambra-in-granada-nach-zweitem-erdbeben-wegen-schaeden-geschlossen-38126568.htmlRedaktion Spanienleben.de
Wir berichten aus Spanien über Auswandern, Alltag, Immobilien und aktuelle Nachrichten – recherchiert anhand offizieller Quellen und spanischer Medien.
Veröffentlicht am 19. August 2026
Unsere RedaktionsleitlinienDie Spanien-Woche – jeden Sonntag kostenlos im Posteingang
Verpasse keine wichtige Nachricht mehr: Jeden Sonntag senden wir dir die wichtigsten Meldungen aus Spanien. Kostenlos und jederzeit abbestellbar.
