Erdbeben der Stärke 5 erschüttert Granada – 34 Nachbeben registriert
Das stärkste Erdbeben bei Granada seit fünf Jahren war in weiten Teilen Andalusiens zu spüren. Verletzt wurde niemand, an Gebäuden entstanden jedoch Schäden.

Symbolbild – mit künstlicher Intelligenz erstellt
Inhaltsverzeichnis
Ein Erdbeben der Stärke 5 hat in der Nacht zum 15. August Granada und umliegende Gemeinden erschüttert. Das Epizentrum lag bei Alhendín, rund 12 Kilometer von der Provinzhauptstadt entfernt.
Der Erdstoß war in weiten Teilen Andalusiens zu spüren. Meldungen kamen unter anderem aus den Provinzen Málaga, Cádiz und Huelva. Nach Angaben der Behörden gab es keine Verletzten.
Bis zum Morgen wurden 34 Nachbeben registriert. Hunderte Menschen verließen in der Nacht vorsorglich ihre Wohnungen und warteten auf öffentlichen Plätzen.
Erdstoß kurz nach ein Uhr
Das Hauptbeben ereignete sich laut dem Instituto Geográfico Nacional um 1.04 Uhr in einer Tiefe von zehn Kilometern. Die Erschütterung dauerte Berichten zufolge mehr als zehn Sekunden.
In Granada schwankten Gebäude. Gegenstände fielen aus Regalen, außerdem lösten sich Teile von Fassaden und Gesimsen. Bereits am Nachmittag des 14. August hatte ein Beben der Stärke 3,9 mit Epizentrum in La Zubia die Region beunruhigt.
Es war das stärkste Erdbeben in der Provinz seit der Erdbebenserie Anfang 2021. Damals erreichte der kräftigste Erdstoß bei Santa Fe eine Stärke von 4,4.
Dutzende Nachbeben rund um Granada
Die 34 Nachbeben lagen unter anderem bei Alhendín, Ogíjares, Gójar, Dílar, La Zubia, Otura, Armilla und Churriana de la Vega. Auch Loja wurde als Ort weiterer Erschütterungen genannt.
Eines der stärkeren Nachbeben wurde um 6.34 Uhr mit einer Stärke von 3,3 registriert. Die Angaben der Berichte zum genauen Ort unterscheiden sich zwischen Alhendín und Gójar. Die kurze, deutliche Erschütterung war auch in Granada und benachbarten Gemeinden zu spüren.
Die nächtliche Serie erinnerte viele Bewohner an den Erdbebenschwarm von 2021. Anders als damals lag die Stärke des Hauptbebens diesmal deutlich über 4,4.
Keine Verletzten, aber Schäden an Gebäuden
Beim Notruf 112 gingen im Verlauf der Nacht rund 200 Anrufe ein. Die Feuerwehr von Granada erhielt etwa 100 Anrufe. Ein früherer Zwischenstand hatte mehr als 80 Meldungen beim Notdienst ausgewiesen.
Nach Angaben des Rathauses von Granada und des Notdienstes 112 wurden keine Personenschäden gemeldet. Festgestellt wurden jedoch Risse sowie herabgefallene Teile von Gesimsen und Fassaden.
Feuerwehr und Polizei kontrollierten beschädigte Stellen und sperrten gefährdete Bereiche ab. Der andalusische Notdienst riet dazu, Abstand zu Fassaden, Balkonen, Mauern und anderen Teilen zu halten, die sich lösen könnten.
Andalusien aktiviert Erdbeben-Notfallplan
Der andalusische Notfallminister Antonio Sanz aktivierte gegen zwei Uhr die Notfallphase in Einsatzstufe 1 des Erdbebenplans. Damit sollen die Lage enger überwacht und mögliche Einsätze mit der Provinzverwaltung und den betroffenen Gemeinden koordiniert werden.
Zusätzlich wurde die Gruppe freiwilliger Architekten Andalusiens eingeschaltet. Sie soll Schäden an Wohnhäusern und anderen Gebäuden prüfen und erfassen. Die Regionalregierung steht nach eigenen Angaben in ständigem Kontakt mit dem Instituto Andaluz de Geofísica.
Hinweise für Bewohner und Besucher
Absperrungen und Anweisungen der Einsatzkräfte sollten unbedingt beachtet werden. Die Behörden warnen davor, sich beschädigten Gebäuden oder abgesperrten Bereichen zu nähern.
Wer Schäden wie neue Risse, lose Fassadenteile oder herabfallendes Material bemerkt, sollte Abstand halten und den Notdienst verständigen. Unnötiges Betreten oder Verlassen möglicherweise beschädigter Gebäude sollte vermieden werden, bis deren Zustand geprüft ist.
Quelle
Cadena SER – „Granada sufre un terremoto de cinco grados de magnitud con réplicas en Málaga, Cádiz y Huelva“
https://news.google.com/rss/articles/CBMi1gFBVV95cUxQcUc3NGxEcjJMbmNQYUhOVEZiRVZHWW5acy1JX0RqZkI3X1hfcENnaF9qSHhGam5FaXNCZnlZYnNKdkZyc2V4UHc1eU1fMmc3N0hId0R4aE5jVTJSTnl3VW1wUE5xUnhyTk9wZHByQ1p5TFgtWkNGemw0Vl82V3ZtY0xiOXVyaVJyT2dFRVpQQndmVEdsN3hSV194UExPS3NhaW5PVEpPeE1nTm1WRFdRazlyLU1XOXViVnRTVDdZalQ2V04yUG1Ldk9qRlBIWFhuRzhwQ1h30gHqAUFVX3lxTE5zRXdJbmZxQzVadGZzNjRqb3pZTmJPb3JlNUxoNTFpN0ZCN2V4OXowZFZ1cnVzdHVqRU5UMFdxSXIydG0tWGt4NXMweHNpU0NpRm42WGk4Z3F0N2kyTWxqa2FiVWRNR3NBRUszc2gyVnRGbDRlWjAzTHhwRWJhMWNaQ1NqMXFxUnlmOU1kMmpzWWl6cV9jLVhGQTZrUnY4VTc0bnpTbXZHLXRmMVo2anA1b0dwU1NiU0Z0OUtFNF9va3pZOW96bV9BYXMtMGRNeEdtTFdzRnFWVV83ZVFJaDVXSzgzbS1RUVJTdw?oc=5Redaktion Spanienleben.de
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Veröffentlicht am 15. August 2026
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