Dünen von Maspalomas: Gran Canaria verstärkt Kontrollen
Drohnen, zusätzliche Einsatzkräfte und Durchsagen auf Deutsch sollen Besucher in den Dünen von Maspalomas auf den zugelassenen Wegen halten.

Symbolbild – mit künstlicher Intelligenz erstellt
Besucher auf einem markierten Weg in den Dünen von Maspalomas
Inhaltsverzeichnis
Der Inselrat von Gran Canaria verstärkt die Aufsicht in den geschützten Dünen von Maspalomas. Besonders bei Sonnenaufgang und Sonnenuntergang sollen Umweltbeamte und Polizeikräfte Besucher aus gesperrten Bereichen auf die zugelassenen Wege zurückführen. Unterstützt wird der Einsatz durch Drohnen und automatische Lautsprecherdurchsagen – auch auf Deutsch.
Nach Angaben des Cabildo passieren in den kontrollierten Zeitfenstern täglich fast 1.000 Menschen den Bereich. Die Maßnahmen sollen Schäden an dem empfindlichen Naturreservat verhindern und Urlauber besser über die geltenden Regeln informieren.
Kontrollen zu den beliebtesten Besuchszeiten
Sonnenaufgang und Sonnenuntergang gehören zu den beliebtesten Zeiten für einen Besuch der Dünen. Gleichzeitig verlassen besonders viele Menschen dann die vorgesehenen Wege, um Aussichtspunkte oder Fotomotive zu erreichen.
Der Cabildo konzentriert die verstärkte Aufsicht deshalb auf den frühen Morgen und den Abend. Nach Messungen von Besuchersensoren bewegen sich in diesen Zeitfenstern täglich fast 1.000 Personen durch das Gebiet.
An dem Programm sind etwa zehn Kräfte beteiligt. Dazu gehören Umweltbeamte, die Naturschutzeinheit Seprona der Guardia Civil, die kanarische Polizei und die örtliche Polizei. Drohnen ermöglichen einen Überblick über schwer einsehbare Bereiche, ohne dass ständig Personal auf jeder Düne stehen muss.
Hinweise werden auch auf Deutsch abgespielt
Seit dem 26. August läuft am Mirador de las Dunas ein Pilotprojekt mit Lautsprecherdurchsagen. Zwischen 7:30 und 10:00 Uhr sowie zwischen 18:00 und 21:00 Uhr werden alle 15 Minuten Hinweise auf Spanisch, Englisch und Deutsch abgespielt.
Die deutschsprachigen Durchsagen sind für die Urlauberstruktur im Süden Gran Canarias besonders relevant. Viele Besucher wissen nicht, dass Teile der Dünen zum streng geschützten Naturreservat gehören und nicht frei betreten werden dürfen.
Die Maßnahme soll in erster Linie informieren und Besucher auf die erlaubten Wege lenken. Aus den vorliegenden Mitteilungen geht nicht hervor, dass jede Abweichung automatisch mit einer Geldstrafe geahndet wird. Wer Anweisungen ignoriert oder gesperrte Bereiche betritt, muss jedoch mit einem Einschreiten der zuständigen Kräfte rechnen.
Warum die Dünen besonders geschützt werden
Die Dünen von Maspalomas sind keine beliebige Sandfläche. Das System verändert sich ständig durch Wind, Vegetation und den Transport von Sand. Abseits der stark frequentierten Wege können Tritte empfindliche Pflanzen schädigen und die natürliche Entwicklung beeinträchtigen.
Zum Schutzgebiet gehören unterschiedliche Lebensräume: offene Dünen, Senken, Pflanzenzonen und die Lagune La Charca. Sie bieten Rückzugsräume für zahlreiche Vogelarten und andere Tiere.
Durch die hohe Zahl an Besuchern summieren sich auch kleine Regelverstöße. Ein einzelner Fußabdruck ist meist unproblematisch, tausende Abkürzungen und neu entstandene Trampelpfade können jedoch langfristig erhebliche Schäden verursachen.
Welche Wege dürfen Besucher benutzen?
Besucher sollten sich an die ausgeschilderten Routen und Abgrenzungen halten. Wo Seile, Pfosten oder Sperrhinweise stehen, darf der dahinterliegende Bereich nicht als Abkürzung oder Fotopunkt genutzt werden.
Für einen legalen Besuch bieten sich die offiziellen Zugänge und Aussichtspunkte bei Playa del Inglés und Maspalomas an. Auch vom markierten Weg aus lassen sich Dünenlandschaft, Meer und Sonnenuntergang gut sehen.
Wichtig ist außerdem, keinen Müll zu hinterlassen, Pflanzen nicht zu betreten und Tiere nicht zu stören. Die Regeln gelten unabhängig davon, ob gerade Personal sichtbar ist.
Was deutsche Urlauber beachten sollten
Die deutschen Durchsagen erleichtern das Verständnis, ersetzen aber nicht die Beschilderung. Wer die Dünen besucht, sollte vor Ort auf Wegmarkierungen und Anweisungen achten.
Für Fotos und Videos gilt: Ein besonders spektakulärer Standort rechtfertigt nicht das Betreten eines Schutzbereichs. Auch geführte Fotoshootings oder Social-Media-Aufnahmen müssen auf erlaubten Flächen bleiben.
Bei starkem Wind, Hitze oder Dunkelheit ist zusätzliche Vorsicht notwendig. Die Orientierung zwischen den Dünen kann schwieriger sein, als die Nähe zu Hotels und Strand vermuten lässt.
Fazit
Gran Canaria reagiert auf den hohen Besucherdruck in Maspalomas mit mehr Personal, Drohnen und mehrsprachigen Hinweisen. Das Ziel ist, Urlauber zu informieren und sensible Bereiche wirksamer zu schützen.
Für Besucher ändert sich an der Grundregel nichts: Die Dünen dürfen erlebt und fotografiert werden, aber ausschließlich von den zugelassenen Wegen und Aussichtspunkten aus.
Quelle
Canarias Ahora, Europa Press – „Vigilancia en las Dunas de Maspalomas: dispositivo especial al atardecer“
https://www.eldiario.es/canariasahora/lapalmaahora/sociedad/vigilancia-dunas-maspalomas_1_13470000.htmlRedaktion Spanienleben.de
Wir berichten aus Spanien über Auswandern, Alltag, Immobilien und aktuelle Nachrichten – recherchiert anhand offizieller Quellen und spanischer Medien.
Veröffentlicht am 30. August 2026
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