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Aktuelle Nachrichten 02. September 2026

Diesel und Benzin kosten in Spanien nun fast gleich viel

Von Redaktion Spanienleben.de

Neue Steuernachlässe verschieben die Kraftstoffpreise. Unklar ist, was nach dem Auslaufen des aktuellen Krisenplans am 30. September passiert.

Ein Autofahrer betankt seinen Wagen an einer Tankstelle in Spanien

Symbolbild – mit künstlicher Intelligenz erstellt

Ein Autofahrer betankt seinen Wagen an einer Tankstelle in Spanien

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Diesel und Benzin kosten an Spaniens Tankstellen seit Anfang September praktisch gleich viel. Der Durchschnittspreis liegt bei beiden Kraftstoffen im Bereich von 1,79 Euro je Liter.

Grund dafür sind veränderte Nachlässe bei der spanischen Sondersteuer auf Kohlenwasserstoffe, kurz IEH. Diesel wird nun stärker entlastet. Bei Benzin fällt der Rabatt dagegen geringer aus.

Wie lange die Entlastung gilt, ist offen. Der aktuelle Krisenplan soll am 30. September auslaufen. Eine Verlängerung ist bislang nicht angekündigt.

Diesel wird günstiger, Benzin teurer

Ein Liter Diesel kostete am Montag, 31. August, im spanischen Durchschnitt noch 1,86 Euro. Seit Dienstag liegt der Preis bei etwa 1,79 Euro. Das entspricht einem Rückgang von rund sieben Cent je Liter.

Der Steuernachlass für Autodiesel wurde von zehn auf 20 Cent je Liter erhöht. Dass der Preis an der Zapfsäule nicht um die vollen zusätzlichen zehn Cent sank, hängt unter anderem mit der Mehrwertsteuer zusammen. Diese wird auf den Grundpreis und die IEH erhoben.

Hinzu kommt die steigende Tendenz auf den Kraftstoffmärkten. Sie wird im Bericht mit der verschärften Krise im Iran in Verbindung gebracht.

Bei Super 95 verlief die Entwicklung in die andere Richtung. Der in Spanien am häufigsten verkaufte Benzintyp kostet nun ebenfalls rund 1,79 Euro je Liter. Am Vortag waren es noch etwa 1,74 Euro.

Der Grund ist die Kürzung des IEH-Nachlasses. Statt zehn Cent werden bei Benzin nur noch fünf Cent je Liter gewährt.

Eine Tankfüllung kostet weiter rund 90 Euro

Trotz der höheren Steuerentlastung bleibt Diesel teuer. Eine Tankfüllung kostet derzeit knapp 90 Euro. Damit liegt die Belastung ungefähr auf dem Niveau von Ende Juli.

Im August waren die Kosten für eine vollständige Diesel-Tankfüllung zeitweise auf fast 100 Euro gestiegen. Der neue Rabatt bringt damit zwar eine spürbare Entlastung gegenüber dem Vormonat. Von einem dauerhaft niedrigen Preisniveau kann jedoch keine Rede sein.

Rohölpreis begrenzt die Entlastung

Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent lag am Dienstag über 90 US-Dollar. Zuvor hatte es an den letzten Börsentagen im August lediglich leichte Rückgänge gegeben.

Hohe Rohölnotierungen schlagen auf die internationalen Kraftstoffmärkte durch. Diese Entwicklung beeinflusst anschließend die Preise an den spanischen Zapfsäulen. Analysten sehen deshalb derzeit keine deutlichen Preissenkungen in den kommenden Wochen.

Auch ein Rohölpreis von mehr als 80 US-Dollar würde es erschweren, Diesel und Benzin auf ein für Haushalte günstigeres Niveau zu bringen. Die Steuervergünstigungen können den internationalen Preisdruck daher nur teilweise auffangen.

Offene Frage nach dem 30. September

Der geltende Krisenplan ist der zweite, den die spanische Regierung nach Beginn der militärischen Intervention der USA im Iran Anfang März beschlossen hat. Er läuft nach aktuellem Stand am 30. September aus.

Die Regierung hat bislang weder eine Verlängerung der Maßnahmen noch ein weiteres Krisendekret angekündigt. Das Wirtschaftsministerium beobachte die Lage genau, stelle aber derzeit keine neuen Schritte in Aussicht.

Sollte der Plan ohne Anschlussregelung enden, könnte die derzeit stark reduzierte IEH wieder auf ihr reguläres Niveau steigen. Laut Bericht besteht dann das Risiko, dass die Preise an den Tankstellen von einem Tag auf den anderen um bis zu 25 Cent je Liter zulegen.

Bedeutung für Urlauber und Residenten

Wer in Spanien regelmäßig fährt, sollte die Preise bis Ende September besonders aufmerksam vergleichen. Derzeit unterscheiden sich Diesel und Super 95 im landesweiten Durchschnitt kaum noch. Die tatsächlichen Preise können je nach Tankstelle und Region dennoch abweichen.

Vor längeren Fahrten lohnt sich ein Blick auf aktuelle Tankstellenpreise. Das gilt besonders rund um den Monatswechsel. Läuft die Entlastung tatsächlich aus, könnten sich die Kosten einer Tankfüllung kurzfristig deutlich erhöhen.

Für die Haushaltsplanung bleibt damit ein Unsicherheitsfaktor. Entscheidend sind sowohl die weitere Entwicklung des Brent-Preises als auch eine mögliche kurzfristige Entscheidung der spanischen Regierung.

Redaktion Spanienleben.de

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Veröffentlicht am 02. September 2026

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