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Aktuelle Nachrichten 15. September 2026

Deutsche suchen besonders häufig Mietwohnungen in Almería

Von Redaktion Spanienleben.de

17 Prozent der auf Idealista erfassten Mietnachfrage in der Provinz Almería kamen aus dem Ausland. In Vera und Mojácar waren es fast 40 Prozent.

Maklerin zeigt einem Paar eine helle Wohnung mit Terrasse und Blick auf eine Küstensiedlung

Symbolbild – mit künstlicher Intelligenz erstellt

Maklerin zeigt einem Paar eine helle Wohnung mit Terrasse und Blick auf eine Küstensiedlung

Inhaltsverzeichnis
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Die Provinz Almería gewinnt bei ausländischen Wohnungssuchenden an Bedeutung. Nach einer Auswertung des Immobilienportals Idealista kamen im ersten Quartal 2026 rund 17 Prozent der dort erfassten Nachfrage nach Mietwohnungen aus dem Ausland.

Unter den internationalen Interessenten lagen Nutzer aus Deutschland an erster Stelle. Dahinter folgten Wohnungssuchende aus Großbritannien und Frankreich. Besonders hoch war der Auslandsanteil in Vera und Mojácar: In beiden Küstenorten stammten fast vier von zehn erfassten Mietanfragen aus dem Ausland.

Die Zahlen müssen jedoch richtig eingeordnet werden. Erfasst wurden Onlineanfragen beziehungsweise das Interesse auf einem Immobilienportal. Es handelt sich weder um abgeschlossene Mietverträge noch um eine amtliche Statistik der gemeldeten Einwohner.

Almería erreicht einen Auslandsanteil von 17 Prozent

Mit 17 Prozent internationaler Nachfrage lag die Provinz Almería nach der veröffentlichten Auswertung auf demselben Niveau wie Las Palmas. Damit rangierte sie hinter den größten internationalen Mietmärkten Spaniens, aber vor mehreren großen Städten und Provinzen.

Alicante und die Balearen erreichten jeweils einen Auslandsanteil von 26 Prozent. In der Provinz Málaga waren es 24 Prozent. Madrid kam in der Auswertung dagegen auf neun Prozent.

Welche Gruppen genau hinter den Anfragen in Almería stehen, geht aus den veröffentlichten Zahlen nicht hervor. Ebenso bleibt offen, wie viele Suchende bereits in Spanien leben oder tatsächlich aus dem Ausland auf das Portal zugreifen.

Deutsche bilden die größte ausländische Interessentengruppe

In der gesamten Provinz stammten die meisten internationalen Mietanfragen von deutschen Interessenten. Auf den weiteren Plätzen folgten Großbritannien und Frankreich.

Eine mögliche Erklärung für das Interesse sind das trockene Klima, die langen Küstenabschnitte, die häufig niedrigeren Wohnkosten im Vergleich zu Málaga oder den Balearen sowie das Angebot an Apartments und Reihenhäusern in Küstennähe. Dies ist allerdings eine redaktionelle Einordnung. Die Idealista-Daten weisen lediglich Herkunft und Anteil der Anfragen aus.

Die Auswertung belegt daher nicht, dass Deutsche inzwischen die größte ausländische Mietergruppe der Provinz sind. Dafür wären Daten zu tatsächlich unterschriebenen Verträgen oder gemeldeten Haushalten notwendig.

Vera erreicht 37 Prozent internationale Nachfrage

In Vera kamen rund 37 Prozent der registrierten Mietnachfrage aus dem Ausland. Die größte internationale Interessentengruppe stammte dort aus den Niederlanden, gefolgt von Deutschland und Frankreich.

Vera bietet unterschiedliche Wohnlagen. Neben dem historischen Ortskern gibt es mit Vera Playa einen ausgedehnten Küstenbereich mit Apartmentanlagen, Reihenhäusern und Ferienwohnungen. Dadurch besteht ein breites Angebot für zeitweilige Aufenthalte und dauerhaftes Wohnen.

Die hohe Quote sagt jedoch nichts darüber aus, wie viele Wohnungen tatsächlich für eine langfristige Vermietung zur Verfügung stehen. In touristisch geprägten Orten können sich Angebote stark nach Saison und Vertragsdauer unterscheiden. Ein hoher Anteil ausländischer Interessenten bedeutet zudem nicht automatisch, dass Vermieter höhere Preise erzielen können.

In Mojácar kommen 38 Prozent der Anfragen aus dem Ausland

Noch etwas höher lag der internationale Anteil in Mojácar. Dort entfielen rund 38 Prozent der erfassten Mietnachfrage auf Interessenten aus dem Ausland.

Die Rangfolge unterschied sich von Vera: In Mojácar kamen die meisten ausländischen Anfragen aus Großbritannien. Dahinter folgten Frankreich und Deutschland.

Mojácar ist seit Jahrzehnten ein international geprägter Wohn- und Urlaubsort. Das weiße Bergdorf und der Küstenbereich Mojácar Playa sprechen unterschiedliche Zielgruppen an. Gleichzeitig ist der verfügbare Wohnraum begrenzter als in größeren Städten.

Fast 40 Prozent internationale Nachfrage bedeuten nicht, dass 40 Prozent aller vermieteten Wohnungen an Ausländer gehen. Ein Interessent kann mehrere Objekte ansehen oder kontaktieren. Zudem können Nutzer ihre Suche abbrechen, in einen anderen Ort wechseln oder keinen Mietvertrag abschließen.

In Almería-Stadt zeigt sich ein anderes Profil

In Almería-Stadt lag der internationale Anteil bei rund 13 Prozent. Damit kam etwas mehr als jede zehnte erfasste Mietanfrage aus dem Ausland.

Auch die Herkunft der Interessenten unterschied sich vom Profil der gesamten Provinz. In der Provinzhauptstadt führten Nutzer aus den Vereinigten Staaten die internationale Nachfrage an. Auf den weiteren Plätzen folgten Frankreich und Portugal.

Die Stadt Almería lag damit auf demselben Niveau wie Granada und über Sevilla, das einen Auslandsanteil von acht Prozent erreichte. Unter den großen Küstenstädten kamen Alicante auf 25 Prozent und Valencia auf 24 Prozent. Palma und Málaga erreichten jeweils 20 Prozent.

Das städtische Profil kann stärker von Studium, Arbeit, Verwaltung und längeren beruflichen Aufenthalten geprägt sein. Die veröffentlichten Zahlen enthalten allerdings keine Aufschlüsselung nach dem Zweck der Wohnungssuche.

Was deutsche Wohnungssuchende beachten sollten

Wer aus Deutschland eine Mietwohnung in Vera, Mojácar oder Almería sucht, sollte zunächst klären, ob das Angebot für einen dauerhaften Aufenthalt oder nur für eine bestimmte Saison vorgesehen ist.

An der Küste werden manche Wohnungen im Winter monatsweise vermietet, im Sommer jedoch als Ferienunterkunft angeboten. Ein günstiger Winterpreis bedeutet deshalb nicht automatisch, dass die Wohnung ganzjährig zu denselben Bedingungen verfügbar ist.

  • Die Wohnung und ihre tatsächliche Lage nach Möglichkeit persönlich besichtigen.
  • Vertragsdauer, Nebenkosten, Kaution und enthaltene Leistungen schriftlich festhalten.
  • Identität und Verfügungsberechtigung des Vermieters prüfen.
  • Bei vollständig aus der Ferne abgewickelten Angeboten keine vorschnellen Zahlungen leisten.

Was die Zahlen für Eigentümer bedeuten

Für Eigentümer zeigen die Daten, dass eine mehrsprachige Ansprache in Vera und Mojácar sinnvoll sein kann. Deutsche, englische und französische Beschreibungen können einen größeren Interessentenkreis erreichen.

Die hohe Nachfragequote ist jedoch keine Garantie für eine schnelle oder besonders teure Vermietung. Auch internationale Interessenten vergleichen Preise, Ausstattung und Lage. Viele suchen zudem gezielt möblierte Wohnungen, Internetzugang, Parkplätze, Klimatisierung oder eine gute Erreichbarkeit im Alltag.

Ob eine langfristige oder saisonale Vermietung sinnvoller ist, hängt von der Immobilie und den geltenden Vorschriften ab. Die Idealista-Auswertung beantwortet diese Frage nicht.

Bedeutet internationale Nachfrage automatisch höhere Mieten?

Aus den Daten lässt sich kein direkter ursächlicher Zusammenhang zwischen ausländischen Anfragen und steigenden Mieten ableiten. Dafür wären zusätzliche Informationen über Angebot, Vertragsabschlüsse, Einkommen, Neubautätigkeit und leer stehende Wohnungen notwendig.

Ein hoher Nachfrageanteil kann den Wettbewerb um geeignete Objekte verstärken. Er kann aber auch dadurch entstehen, dass Einheimische andere Portale, persönliche Netzwerke oder Maklerbüros nutzen. Onlineanteile bilden den gesamten Markt daher nur unvollständig ab.

Die Zahlen sollten als Hinweis auf wachsendes internationales Interesse verstanden werden, nicht als vollständige Erklärung der Mietpreisentwicklung.

Fazit

Im ersten Quartal 2026 kamen 17 Prozent der auf Idealista erfassten Mietnachfrage in der Provinz Almería aus dem Ausland. Deutsche Nutzer bildeten dabei die größte internationale Interessentengruppe.

Besonders ausgeprägt war die Entwicklung in Vera und Mojácar. Dort erreichte der Auslandsanteil 37 beziehungsweise 38 Prozent. Die Werte zeigen, dass die Costa de Almería bei internationalen Wohnungssuchenden große Aufmerksamkeit erhält.

Sie belegen jedoch weder abgeschlossene Mietverträge noch die tatsächliche Zusammensetzung der Mieterschaft. Für Wohnungssuchende und Eigentümer sind sie ein Marktindikator, aber keine vollständige Abbildung des Wohnungsmarktes.

Quellen: Diario de Almería und Idealista.

Redaktion Spanienleben.de

Wir berichten aus Spanien über Auswandern, Alltag, Immobilien und aktuelle Nachrichten – recherchiert anhand offizieller Quellen und spanischer Medien.

Veröffentlicht am 15. September 2026

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