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Aktuelle Nachrichten 21. August 2026

Dénia begrenzt Ferienwohnungen, streicht aber den geplanten Abbau

Die endgültige Regelung fällt deutlich moderater aus als der Entwurf vom Juni. In mehreren begehrten Lagen bleiben touristische Vermietungen möglich.

Dénia begrenzt Ferienwohnungen, streicht aber den geplanten Abbau

Symbolbild – mit künstlicher Intelligenz erstellt

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Dénia wird touristisch vermietete Wohnungen im Stadtgebiet nicht so stark zurückdrängen wie zunächst angekündigt. Die endgültige Regelung begrenzt ihren Anteil, erlaubt sie aber weiterhin in allen Zonen.

Der ursprüngliche Entwurf vom Juni sah noch vor, die Zahl der Ferienwohnungen im Stadtkern von derzeit 639 auf 344 zu senken. Nach der jetzt beschlossenen Fassung darf sie leicht steigen, soll jedoch unter 700 bleiben.

Die Stadtregierung aus Compromís und PSPV verabschiedete die Regelung am Montag, 17. August, ohne Unterstützung der Opposition. Vorausgegangen war die Prüfung von sieben Einwänden.

Deutlich mildere Regeln als im Juni

Stadträtin Maria Josep Ripoll hatte Anfang Juni ein Modell mit drei Zonen vorgestellt. Besonders streng sollte die Zone C behandelt werden. Sie umfasste sämtliche Wohnviertel sowie große Teile von Les Roques, Baix la Mar und des historischen Zentrums.

Dort sollten touristisch vermietete Wohnungen nach dem Auslaufen ihrer Genehmigungen vollständig verschwinden. Betroffen gewesen wären unter anderem die Avenidas de València und Alicante, die Plaza París, der Paseo del Saladar sowie Patricio Ferrándiz.

In der grünen Zone B rund um Marqués de Campo sollte der damalige Bestand erhalten bleiben. Für die blaue Zone A im Bereich Miguel Hernández nahe Les Marines war ein Wachstum um bis zu 15 Prozent vorgesehen.

Die beschlossene Fassung weicht in wesentlichen Punkten davon ab. Statt eines Abbaus setzt Dénia nun auf Quoten und eine weitgehende Deckelung des heutigen Bestands.

Ein Prozent Ferienwohnungen in Wohnvierteln

Auch in den klassischen Wohngebieten der bisherigen Zone C können künftig neue touristische Unterkünfte zugelassen werden. Ihre Quote wird auf ein Prozent des gesamten Wohnungsbestands begrenzt.

Ripoll betont, damit blieben 99 Prozent der Wohnungen dem regulären Wohnen vorbehalten. Ein vollständiges Verbot sei wegen möglicher rechtlicher Probleme nicht umgesetzt worden.

Die Stadt will mit der Obergrenze verhindern, dass sich Ferienvermietungen weiter unkontrolliert in Wohnvierteln ausbreiten. Nach Darstellung der Stadträtin soll dies Konflikte mit Menschen reduzieren, die das ganze Jahr in Dénia leben und arbeiten.

Sonderregeln für begehrte Straßen

Mehrere besonders gefragte Lagen wechseln von der strengen Zone C in die weniger restriktive Zone B. Dazu gehören die Calle Loreto, die Calle Sant Pere und der bislang nicht erfasste Teil von El Raset.

Dort dürfen künftig genauso viele touristisch vermietete Wohnungen genehmigt werden, wie aktuell vorhanden sind. Ein Abbau des Bestands ist damit nicht mehr vorgesehen.

Die betroffenen Straßen sind für Feriengäste attraktiv und weisen bereits viele touristische Apartments auf. Für die Calle Loreto wurden zugleich schon Konflikte zwischen Vermietung und Nachbarschaft registriert.

Höhere Quote in Miguel Hernández

Im Gebiet Miguel Hernández mit Puerto Romano und angrenzenden Wohnanlagen wird die zulässige Quote angehoben. Statt der zunächst vorgesehenen 15 Prozent dürfen touristische Wohnungen dort künftig bis zu 25 Prozent des Bestands ausmachen.

Damit erhält die stärker touristisch geprägte Gegend deutlich mehr Spielraum als die übrigen Wohnviertel. Insgesamt bleibt die Zahl der Ferienwohnungen im Stadtgebiet nach den neuen Vorgaben annähernd auf dem heutigen Niveau.

Sieben Einwände teilweise berücksichtigt

Nach Angaben von Ripoll gingen während des Verfahrens sieben Stellungnahmen ein. Fünf stammten von Privatpersonen, zwei von Verbänden. Zu den beteiligten Organisationen gehörten der Hotel- und Gaststättenverband Aehtma sowie der Verband touristischer Apartmentanbieter APTURCV.

Die Einwände seien teilweise angenommen worden. Ripoll wies zugleich zurück, dass die Stadt wegen angedrohter Gerichtsverfahren oder wirtschaftlichen Drucks nachgegeben habe. Sie sprach stattdessen von einem erreichten Konsens.

Bedeutung für Urlauber und Residenten

Für Gäste bleibt das Angebot an Ferienwohnungen im Zentrum und in beliebten Straßen grundsätzlich erhalten. In Miguel Hernández kann es durch die höhere Quote sogar wachsen.

Residenten müssen dagegen nicht mit dem zunächst angekündigten Rückgang touristischer Unterkünfte rechnen. Die Stadt setzt nun darauf, weiteres Wachstum durch feste Obergrenzen zu bremsen. Ob diese Regeln die Konflikte um Wohnraum und Nachbarschaft spürbar entschärfen, wird sich erst in der praktischen Anwendung zeigen.

Quelle

La Marina Plaza – „La revolución que se quedó a medias: Dénia contendrá pero ya no reducirá la avalancha de viviendas turísticas“

https://lamarina.eldiario.es/2026/08/21/la-revolucion-que-se-quedo-a-medias-denia-contendra-pero-ya-no-reducira-la-avalancha-de-viviendas-turisticas/

Redaktion Spanienleben.de

Wir berichten aus Spanien über Auswandern, Alltag, Immobilien und aktuelle Nachrichten – recherchiert anhand offizieller Quellen und spanischer Medien.

Veröffentlicht am 21. August 2026

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