Zurück zur Übersicht
Aktuelle Nachrichten 27. August 2026

Costa Blanca: Xàbia, Moraira, Dénia und Calp führen Preisranking an

Die vier teuersten Wohnorte der Comunitat Valenciana liegen in der Marina Alta. Besonders hoch ist dort auch die finanzielle Belastung beim Immobilienkauf.

Blick auf die Küste und Wohnhäuser von Xàbia an der Costa Blanca

Blick auf die Küste und Wohnhäuser von Xàbia an der Costa Blanca

Inhaltsverzeichnis
Artikel teilen:

Die vier teuersten Wohnorte der Comunitat Valenciana liegen alle an der Küste der Marina Alta. Xàbia führt die Rangliste mit 3.455 Euro pro Quadratmeter an.

Es folgen Teulada Moraira mit 3.292 Euro, Dénia mit 2.837 Euro und Calp mit 2.830 Euro pro Quadratmeter. Damit liegen die vier Orte vor Benidorm, Altea und València.

Binnen eines Jahres verteuerten sich die Immobilien in den Küstenorten der Region um rund 20 Prozent. Grundlage sind die Preise des ersten Quartals 2026 aus dem Bericht „Vivienda en Costa 2026“ von Tinsa by Accumin.

Xàbia bleibt der teuerste Wohnort

Xàbia liegt mit 3.455 Euro pro Quadratmeter an der Spitze der Comunitat Valenciana. Der Wert stieg innerhalb eines Jahres um 22,8 Prozent.

Teulada Moraira folgt mit 3.292 Euro pro Quadratmeter und einem Plus von 19,5 Prozent. Beide Orte wechseln sich bereits seit längerer Zeit auf den Spitzenpositionen entsprechender Preisvergleiche ab.

Bemerkenswert ist vor allem der dritte Rang von Dénia. In der größeren Stadt drückten günstigere Objekte den Durchschnitt bislang stärker als in kleineren Ferienorten. Nun beträgt der Mittelwert 2.837 Euro pro Quadratmeter. Das sind 21,3 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Calp erreicht 2.830 Euro pro Quadratmeter. Dort legten die Preise um 20,4 Prozent zu. Dénia, Xàbia und Calp gehören damit zu den 48 spanischen Küstenorten, in denen Wohneigentum binnen eines Jahres um mehr als 20 Prozent teurer wurde.

Marina Alta liegt weit über dem regionalen Mittel

Nur fünf weitere Orte der Comunitat Valenciana überschreiten die Marke von 2.500 Euro pro Quadratmeter. Es sind Benidorm, Altea, València, Alboraia und l’Alfàs.

Der Durchschnitt an den Küsten der Provinz Alicante liegt bei 2.201 Euro pro Quadratmeter. Für die gesamte Comunitat Valenciana nennt der Bericht lediglich 1.660 Euro. Die Spitzenwerte der Marina Alta liegen somit deutlich über beiden Vergleichszahlen.

Die Entwicklung trägt auch zum starken Preisanstieg in der Provinz Alicante bei. Dort verteuerten sich Immobilien um 18,9 Prozent. Nur Santa Cruz de Tenerife lag mit 19 Prozent knapp darüber. Valencia kam auf 17,7 Prozent und Málaga auf 16,5 Prozent.

Kaufbelastung erreicht kritisches Niveau

Nicht nur die Quadratmeterpreise fallen hoch aus. Auch der Anteil des verfügbaren Einkommens, den ein durchschnittlicher Haushalt rechnerisch für den Immobilienkauf aufbringen muss, liegt deutlich über dem als vernünftig geltenden Höchstwert von 30 Prozent.

In Xàbia beträgt diese Kaufbelastung 69 Prozent. Teulada kommt auf 64 Prozent, Calp auf 60 Prozent und Dénia auf 55 Prozent. Zum Vergleich: An den spanischen Küsten liegt der Durchschnitt bei 40 Prozent, landesweit bei 34 Prozent und in der Comunitat Valenciana bei 31 Prozent.

Ähnlich hohe Werte nennt der Bericht nur für die Balearen mit 59 Prozent und die Costa del Sol mit 57 Prozent. Tinsa bewertet den Zugang zu Wohneigentum für die lokale Küstenbevölkerung daher als kritisch.

Ferienimmobilien kosten noch mehr

Bei Zweitwohnsitzen liegen die Preise nochmals höher. Zwischen Dénia und Benissa kostet eine Ferienimmobilie im Mittel 3.200 Euro pro Quadratmeter. Im Küstenabschnitt zwischen Calp und La Vila Joiosa sind es 3.700 Euro.

Die Zahl der Verkäufe entwickelte sich 2025 je nach Ort unterschiedlich. In Dénia wurden 1.967 Käufe registriert. Das entspricht einem Plus von 11,3 Prozent. Teulada Moraira erreichte 555 Verkäufe und einen Zuwachs von 9,3 Prozent.

In Xàbia blieb der Markt mit 1.074 Transaktionen und einem Plus von 1,7 Prozent nahezu stabil. Calp kam auf 1.038 Verkäufe. Dort sank die Zahl der Abschlüsse um 10,6 Prozent.

Bedeutung für Käufer und Residenten

Kaufinteressenten sollten nicht allein mit dem Angebotspreis rechnen. Bei den aktuellen Quadratmeterwerten ergeben bereits kleinere Unterschiede bei Lage, Zustand und Wohnfläche erhebliche Mehrkosten.

Zudem zeigen die Zahlen große Abstände innerhalb der Costa Blanca. Ein Vergleich mit Nachbarorten kann deshalb sinnvoll sein. Für Einheimische und Residenten mit Einkommen aus der Region bleibt der Zugang zu Wohneigentum besonders schwierig, während die Nachfrage internationaler Käufer den Markt weiterhin stützt.

Quelle

La Marina Plaza – „El ‘top 4’ con la vivienda más cara de la Comunitat lo copan Xàbia, Moraira, Dénia y Calp: los precios subieron un 20% en solo un año“

https://lamarina.eldiario.es/2026/08/27/el-top-4-con-la-vivienda-mas-cara-de-la-comunitat-lo-copan-xabia-moraira-denia-y-calp-los-precios-subieron-un-20-en-solo-un-ano/

Redaktion Spanienleben.de

Wir berichten aus Spanien über Auswandern, Alltag, Immobilien und aktuelle Nachrichten – recherchiert anhand offizieller Quellen und spanischer Medien.

Veröffentlicht am 27. August 2026

Unsere Redaktionsleitlinien

Artikel teilen

Kennst du jemanden, für den dieser Beitrag interessant ist?

Kostenlos abonnieren

Die Spanien-Woche – jeden Sonntag kostenlos im Posteingang

Verpasse keine wichtige Nachricht mehr: Jeden Sonntag senden wir dir die wichtigsten Meldungen aus Spanien. Kostenlos und jederzeit abbestellbar.