Zurück zur Übersicht
Aktuelle Nachrichten 20. August 2026

Costa Blanca: In Xàbia kostet Wohneigentum 3.455 Euro pro Quadratmeter

Die Immobilienpreise steigen in allen untersuchten Küstenorten der Provinz Alicante. Besonders hoch ist auch die finanzielle Belastung für Haushalte.

Costa Blanca: In Xàbia kostet Wohneigentum 3.455 Euro pro Quadratmeter

Symbolbild – mit künstlicher Intelligenz erstellt

Inhaltsverzeichnis
Artikel teilen:

Xàbia, Teulada und Dénia sind die teuersten untersuchten Immobilienstandorte an der Costa Blanca. In allen drei Orten liegt der durchschnittliche Preis inzwischen über 2.800 Euro pro Quadratmeter.

An der Spitze steht Xàbia mit 3.455 Euro pro Quadratmeter. Dahinter folgen Teulada mit 3.292 Euro und Dénia mit 2.837 Euro. Das geht aus dem Bericht „Vivienda en Costa 2026“ von Tinsa by Accumin hervor.

Die Preise steigen jedoch nicht nur in diesen drei Orten. Alle untersuchten Küstengemeinden der Provinz Alicante sind binnen eines Jahres teurer geworden.

Küstenorte deutlich über dem Provinzdurchschnitt

Der durchschnittliche Quadratmeterpreis in den Küstengemeinden Alicantes liegt bei 2.201 Euro. Das sind 18,9 Prozent mehr als im ersten Quartal 2025.

Für die gesamte Provinz nennt Tinsa einen Durchschnitt von 1.902 Euro. Der Anstieg fällt dort mit 19,8 Prozent sogar etwas höher aus. In Alicante-Stadt werden im Mittel 1.993 Euro pro Quadratmeter verlangt, 16,8 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Besonders dynamisch entwickelt sich Pilar de la Horadada. Dort stiegen die Preise binnen eines Jahres um 31,2 Prozent. Es folgen l’Alfàs del Pi mit 25,4 Prozent, Santa Pola mit 24,9 Prozent, Xàbia mit 22,8 Prozent und Dénia mit 21,3 Prozent.

Hohe Belastung beim Immobilienkauf

Neben den Kaufpreisen untersucht Tinsa den Anteil des verfügbaren Haushaltseinkommens, der rechnerisch für den Erwerb einer Immobilie aufgewendet werden muss. In Xàbia erreicht dieser Wert 69 Prozent. In Teulada sind es 64 Prozent.

Danach folgen Calp mit 60 Prozent, Benidorm mit 59 Prozent, Dénia mit 55 Prozent und Altea mit 54 Prozent. Selbst in Torrevieja, das innerhalb der untersuchten Orte zu den günstigeren Märkten zählt, liegt die Belastung bei 50 Prozent.

Der Durchschnitt der Küstengemeinden Alicantes beträgt 46 Prozent. Für die gesamte Provinz sind es 39 Prozent und für Alicante-Stadt 38 Prozent. Zum Vergleich: An Spaniens Küsten außerhalb der Provinzhauptstädte liegt der Wert bei 40 Prozent.

Weniger Verkäufe trotz hoher Nachfrage

In den Küstenorten der Provinz wurden 2025 insgesamt 31.307 Immobilien verkauft. Das waren 3,6 Prozent weniger als im Vorjahr. Dennoch entfielen 55 Prozent aller 56.687 Verkäufe der Provinz auf diese Gemeinden.

Torrevieja führte die Statistik mit 6.913 Käufen an, obwohl die Zahl dort um 4,8 Prozent sank. Orihuela kam auf 4.992 Transaktionen, Dénia auf 1.967 und Xàbia auf 1.074.

Ausländische Käufer spielen vor allem bei Ferienimmobilien eine wichtige Rolle. Je nach Küstenabschnitt stehen sie laut Tinsa für 40 bis 75 Prozent dieser Käufe. Die internationale Nachfrage kommt hauptsächlich aus Mitteleuropa, Großbritannien, Russland und Polen.

Neubau zieht an, bleibt aber ungleich verteilt

Während die Zahl der Verkäufe sank, nahm die Neubautätigkeit zu. Für die Küstengemeinden wurden 2025 insgesamt 4.399 Baugenehmigungen registriert. Das entspricht einem Plus von 18,8 Prozent.

Benidorm kam auf 685 Genehmigungen, la Vila Joiosa auf 351 und El Campello auf 255. In Xàbia, Dénia, Altea, Benissa, Guardamar und Pilar de la Horadada ging die Zahl dagegen zurück.

Tinsa sieht die begrenzte Verfügbarkeit von Bauland, hohe Baukosten und fehlende Arbeitskräfte als Hemmnisse für ein größeres Angebot.

Bedeutung für Käufer und Residenten

Wer an der Costa Blanca kaufen möchte, sollte nicht allein den Quadratmeterpreis vergleichen. Die starken Unterschiede zwischen den Gemeinden können das verfügbare Budget erheblich beeinflussen.

Ferienimmobilien liegen häufig noch über dem allgemeinen Marktpreis. Tinsa nennt im Abschnitt zwischen Dénia und Benissa durchschnittlich 3.200 Euro pro Quadratmeter. Zwischen Calp und la Vila Joiosa sind es 3.700 Euro.

Politisch wächst zugleich der Druck. Compromís fordert von der spanischen Regierung regulatorische und steuerliche Maßnahmen gegen steigende Preise. Die Partei brachte auch ein Verbot von Immobilienkäufen durch Nichtresidenten als mögliche Maßnahme ins Gespräch. Eine entsprechende Regelung ist in den Berichten jedoch nicht als beschlossen genannt.

Quelle

Alicante Plaza, Todo Alicante – „Plaza inmobiliaria | El 'top 3' de precios de vivienda más caros de la Costa Blanca: Xàbia, Teulada y Dénia superan los 2.800 euros por m2“

https://www.arabalears.cat/societat/polemica-calvia-socorristes-faran-vaga-aquest-diumenge_1_5826879.html

Redaktion Spanienleben.de

Wir berichten aus Spanien über Auswandern, Alltag, Immobilien und aktuelle Nachrichten – recherchiert anhand offizieller Quellen und spanischer Medien.

Veröffentlicht am 20. August 2026

Unsere Redaktionsleitlinien

Artikel teilen

Kennst du jemanden, für den dieser Beitrag interessant ist?

Kostenlos abonnieren

Die Spanien-Woche – jeden Sonntag kostenlos im Posteingang

Verpasse keine wichtige Nachricht mehr: Jeden Sonntag senden wir dir die wichtigsten Meldungen aus Spanien. Kostenlos und jederzeit abbestellbar.