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Aktuelle Nachrichten 17. August 2026

Cádiz: Volle Hotels, aber weniger Ausgaben der Urlauber

Die Provinz Cádiz meldet für die erste Augusthälfte 91,77 Prozent Hotelauslastung. Gleichzeitig sanken die Tagesausgaben der Touristen im zweiten Quartal um 6,9 Prozent auf 87,10 Euro – Gastronomie und Freizeitanbieter spüren kleinere Rechnungen.

Cádiz: Volle Hotels, aber weniger Ausgaben der Urlauber

Symbolbild – mit künstlicher Intelligenz erstellt

Inhaltsverzeichnis

Die Provinz Cádiz hat die erste Augusthälfte mit einer Hotelauslastung von 91,77 Prozent abgeschlossen. Das teilte der Gastgewerbeverband Horeca mit.

Damit liegt die Region fast exakt auf dem Niveau der Vorjahre: 2024 waren es 91,85 Prozent, 2025 rund 92 Prozent.

Gleichzeitig berichten Tourismusbetriebe an der andalusischen Atlantikküste von einem Problem, das die Auslastungszahlen nicht zeigen: Die Gäste geben weniger Geld aus.

Küstenorte fast ausgebucht

Den stärksten Zulauf verzeichneten die Küstengemeinden. Rota kam auf 96,60 Prozent, Chipiona auf 96,23 Prozent und Conil de la Frontera auf 95,92 Prozent.

Auch Zahara de los Atunes (95,04 Prozent), Algeciras (94,88 Prozent), Tarifa (94,77 Prozent) und die Stadt Cádiz selbst (94,25 Prozent) waren nahezu ausgebucht.

Zweite Augusthälfte und September

Für die zweite Augusthälfte liegt die Ausgangsbuchungslage bei 84,46 Prozent. Der Verband erwartet, dass Kurzentschlossene diesen Wert noch deutlich anheben.

Conil (91,38 Prozent), Rota (91,18 Prozent) und Chiclana (90,22 Prozent) liegen bereits jetzt bei rund 90 Prozent.

Für September werden derzeit rund 77 Prozent für die gesamte Provinz erwartet. Vorn liegen Conil (86,99 Prozent), Chiclana (86,65 Prozent), Cádiz-Stadt (79,94 Prozent) und Algeciras (77,88 Prozent). Auch das Binnenland zieht an: Arcos de la Frontera kommt auf 65,59 Prozent und liegt damit klar über den Vorjahren.

Mehr Gäste, geringere Tagesausgaben

Parallel dazu zeigt die andalusische Tourismus-Konjunkturerhebung eine gegenläufige Entwicklung. Im zweiten Quartal 2026 kamen 1.910.716 Touristen nach Cádiz, ein Plus von 1,6 Prozent.

Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer stieg um 5,9 Prozent auf 3,9 Tage. Die durchschnittlichen Tagesausgaben sanken jedoch um 6,9 Prozent auf 87,10 Euro.

Mehr Gäste, längere Aufenthalte – aber weniger Umsatz pro Tag: Diese Kombination beschäftigt die Branche vor Ort.

„Nicht nur mehr Touristen"

Marta Garat, Präsidentin des Verbands der Tourismusunternehmen von Cádiz mit 132 Mitgliedern, beschreibt es so: Zwischen steigenden Ankünften und steigenden Umsätzen bestehe nicht automatisch ein Zusammenhang.

Erfolg im Tourismus müsse künftig nicht nur an der Zahl der Besucher gemessen werden, sondern daran, wie viel sie ausgeben, wo sie es ausgeben und was davon bei Betrieben und Beschäftigten ankommt. „Wir brauchen nicht nur mehr Touristen", so ihre Position, sondern mehr Wertschöpfung vor Ort.

Buchungsverhalten verschiebt sich

Garat leitet zugleich den Wassersportanbieter Novojet in Sancti Petri. Der Juli sei dort schwächer ausgefallen als erwartet.

Gefragt seien vor allem günstigere Angebote wie Kajak- oder Stand-up-Paddle-Verleih. Teurere Buchungen wie Wingfoil-Kurse oder längere Segelbootmieten gingen zurück.

Der Betrieb hat reagiert und bietet das Segelboot nun auch in kürzeren Einheiten von eineinhalb Stunden an – mit mehr Aufwand, aber besserer Auslastung.

Kleinere Rechnungen in der Gastronomie

Ähnliches berichtet Ángeles Chozas, Vertriebsleiterin der Salinas de Santa Teresa. Es kämen mehr Gäste als in den Vorjahren, doch der durchschnittliche Rechnungsbetrag sei deutlich gesunken.

Eine vierköpfige Familie bestelle heute drei Vorspeisen und zwei Hauptgerichte statt drei und vier – und verzichte auf den Nachtisch. Beim angeschlossenen Salz-Spa dagegen werden längere Anwendungen gebucht als im Vorjahr.

Als Grund gilt die Preisentwicklung: Wenn Unterkunft und Anreise teurer werden, die Einkommen aber stabil bleiben, wird bei allem gespart, was nicht zwingend zur Reise gehört.

Jeder zweite Gastronom mit schwächerem Juli

Die Zahlen des Gastgewerbeverbands stützen diesen Eindruck: 46 Prozent der befragten Gastronomen in der Provinz meldeten für Juli schlechtere Umsätze als im Vorjahr, 20 Prozent gleichbleibende Erlöse.

Die Hotelauslastung lag im Juli bei 88,30 Prozent – exakt auf Vorjahresniveau.

In der zweiten Augusthälfte hat sich die Stimmung nach Branchenangaben etwas verbessert. Für ein Fazit zur Saison sei es aber noch zu früh.

Bedeutung für Urlauber

Wer die Costa de la Luz in den kommenden Wochen besuchen möchte, sollte einplanen, dass Orte wie Conil, Rota oder Chiclana auch in der zweiten Augusthälfte nahezu ausgebucht sind.

Mehr Spielraum bietet der September: Mit rund 77 Prozent erwarteter Auslastung sind Unterkünfte dann leichter zu finden – bei weiterhin sommerlichen Bedingungen.

Quelle

La Voz Digital – „La provincia de Cádiz cierra la primera quincena de agosto con un 91% de ocupación“

https://www.lavozdigital.es/provincia/provincia-cadiz-cierra-primera-quincena-agosto-ocupacion-20260814165942-ntv.html

Redaktion Spanienleben.de

Wir berichten aus Spanien über Auswandern, Alltag, Immobilien und aktuelle Nachrichten – recherchiert anhand offizieller Quellen und spanischer Medien.

Veröffentlicht am 17. August 2026

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