Bootsunglück vor Cabrera: Suche nach vermissten Migranten dauert an
Nach einem Bootsunglück südlich von Cabrera werden weiterhin rund zehn Menschen vermisst. Zwei Menschen starben, 17 wurden lebend gerettet.

Symbolbild – mit künstlicher Intelligenz erstellt
Inhaltsverzeichnis
Nach einem Bootsunglück vor Cabrera suchen die Einsatzkräfte weiter nach rund zehn vermissten Migranten. Das Boot mit insgesamt 29 Menschen an Bord war am Montag gesunken.
17 Menschen wurden lebend gerettet. Zwei weitere konnten nur noch tot geborgen werden. Mehrere Gerettete mussten wegen Verbrennungen und Erschöpfung in Krankenhäuser auf Mallorca gebracht werden.

Unabhängig davon wurden am Dienstag zwei Menschen aus einem weiteren Boot gerettet. Nach ihren Angaben waren während der Überfahrt 17 Mitreisende gestorben.
Suche im Seegebiet vor Cabrera
Das verunglückte Boot wurde am Dienstagmittag acht Seemeilen südwestlich von Cabrera entdeckt. Salvamento Marítimo fand zunächst zwei Menschen, die im Meer trieben. Anschließend leitete die Guardia Civil eine größere Suchaktion ein.
Im Verlauf des Einsatzes wurden insgesamt 17 Überlebende und zwei Tote gefunden. Rund zehn weitere Menschen blieben zunächst vermisst. Salvamento Marítimo setzte die Suche im betroffenen Seegebiet fort.
Zwei der Geretteten kamen in das Universitätskrankenhaus Son Espases bei Palma. Eine weitere Person wurde in das Krankenhaus von Manacor gebracht. Sie litten unter Verbrennungen und Erschöpfungssymptomen.
Überlebende berichten von 15 Tagen auf See
Bereits gegen 3 Uhr am Dienstagmorgen war ein anderes Boot mit zwei Menschen an Bord abgefangen worden. Beide Überlebenden waren unterernährt und dehydriert. Sie wurden zur Behandlung nach Son Espases gebracht.
Nach ihrer Rettung berichteten sie, dass ihr Boot 15 Tage lang auf dem Meer getrieben sei. Während der Überfahrt seien 17 Menschen gestorben. Die Leichen seien anschließend ins Meer geworfen worden.
Die Organisation Caminando Fronteras prüft, ob es sich um eines von fünf Booten handeln könnte, die im Juli als vermisst gemeldet worden waren. Auf diesen Booten sollen insgesamt 76 Menschen unterwegs gewesen sein. Eine Bestätigung durch die Familien stand noch aus.
Weitere Funde und Rettungseinsätze
Salvamento Marítimo entdeckte zudem eine Leiche acht Seemeilen südöstlich von Ciutadella auf Menorca. Der Körper trug eine Rettungsweste und befand sich bereits in einem fortgeschrittenen Zustand der Verwesung.
Eine der untersuchten Möglichkeiten ist, dass es sich um einen Migranten handelt, der die Balearen auf dem Seeweg erreichen wollte. Ob ein Zusammenhang mit einem der vermissten Boote besteht, war zunächst nicht geklärt.
Am Dienstagabend fing die Guardia Civil außerdem ein weiteres Boot 42 Seemeilen südöstlich von Mallorca ab. An Bord befanden sich 26 Menschen aus Ländern südlich der Sahara. Sie wurden gerettet.
Mehrere Fälle müssen getrennt geprüft werden
Die verschiedenen Einsätze betreffen mehrere Boote und unterschiedliche Fundorte rund um Mallorca und Menorca. Deshalb müssen die Angaben zu Vermissten und Todesopfern jeweils den einzelnen Überfahrten zugeordnet werden.
Besonders schwierig ist die Klärung bei Menschen, die nach Aussagen von Überlebenden bereits während der Fahrt starben. Auch die mögliche Verbindung zu den fünf im Juli verschwundenen Booten lässt sich erst nach weiteren Ermittlungen und Gesprächen mit Angehörigen bestätigen.
Quelle
Cadena SER – „Naufraga una embarcació amb 29 persones migrants a bord al sud-est de Cabrera“
https://news.google.com/rss/articles/CBMimAJBVV95cUxORm54TC1wRUNkVlhyRHpVekVBSnBoajNmbHUzTWdhc2ZOZVh1ZWgtMTM1bzZMRklodWdqYUM4MjNBeGhydUw2azBLeGFoNVdFbExtMm5wOVpIOGdEVEhDTm1aWllJb0ZiLTZtbGxsUkpIZGNrWEREYThLZkZRZnBicU9tdlZQZDN5bGNJMG9TSDZnRHE3WTJOb3ZmdHhNZkItN1VrTXQ5b2VkSFhBNXY3WEFQbUwyY3ZNRVI2ajJVOUt2cDFuLWdnY3JQT2JjN1R6SnE3VUFIc2tPSVVoRXlvUmNEY0xfUGtkbG94YXBjWTl1cTlra1M4QlFfbnptOVh4WVhLMFlqVmx6a1c4MVBSQm8zNUMtY3Vx0gGsAkFVX3lxTE0tckYyTjBKN1dFdnJJb1Frc3c5WmljcWcyT2pEVTZXTTEzdmVvSHJDQlhIY0ZGWUNEZ1Bub2prZDk2cXBfRUZLYU43akxyRmU0QXFudUZyUTdmeE9MSkRiMkdaY2JuLXpoVWc4U1ZlTC1ySlNaOXZpMEF4Qk1lOGFQa1RMS0xWYnpTMk1yQXh4VGo3UzQ5WFhBblB2OUI5aWhiejIwMjl1aXNjLVc4N3Y0VjA3T2lBOXNoS1N6NGpTNmJsU3hQaWhPQWZTM0lPZkw4eE9kSmZyOUU1NEpUSURjSU5Iblh1VHRrMVppQVhVV1ZCQ0VnWGFtaW9UZVZEVGFZN2o5VDBBaUtBc09QM1k3OUFHcXo3SDRoWDRKdUREdTcyUUxOblBUMTUyUw?oc=5Redaktion Spanienleben.de
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Veröffentlicht am 05. August 2026
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