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Aktuelle Nachrichten 25. August 2026

Bis zu 17 Tage Wartezeit auf einen Arzttermin auf Gran Canaria

Je nach Gesundheitszentrum unterscheiden sich die Wartezeiten deutlich. Als Hauptgrund nennen Ärzte fehlende Vertretungen während der Ferien.

Eingang eines öffentlichen Gesundheitszentrums auf Gran Canaria mit wartenden Patienten

Eingang eines öffentlichen Gesundheitszentrums auf Gran Canaria mit wartenden Patienten

Inhaltsverzeichnis
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Patienten auf Gran Canaria müssen derzeit je nach Gesundheitszentrum sehr unterschiedlich lange auf einen Termin beim Hausarzt warten. Die Spanne reicht von einem Tag bis zu 17 Tagen.

Besonders lang sind die Wartezeiten unter anderem in Guanarteme, Vecindario, Doctoral und Gáldar. In ländlichen Gebieten wie Tejeda, Caideros oder San Bartolomé de Tirajana ist eine Behandlung dagegen teilweise fast ohne Verzögerung möglich.

Die Engpässe belasten auch die Notaufnahmen. Patienten mit akuten Beschwerden weichen dorthin aus, wenn das zuständige Gesundheitszentrum keinen zeitnahen Termin anbieten kann.

Termin erst mehr als zwei Wochen später

Eine Patientin aus Guanarteme bat am 18. August um einen persönlichen Termin. Das Gesundheitszentrum bot ihr den 3. September an. Damit hätte sie 16 Tage warten müssen.

Die Frau litt nach eigenen Angaben an einer akuten Infektion, die rasch behandelt werden musste. „Mir blieb nichts anderes übrig, als in die Notaufnahme zu gehen“, schilderte sie ihre Situation.

Die in Guanarteme festgestellte Wartezeit von bis zu 17 Tagen gilt allerdings nicht als Normalzustand. Die Hausärztin Ana Patricia Cruz Martín, Sprecherin für die Primärversorgung bei der kanarischen Ärztegewerkschaft, bezeichnet die derzeitige Verzögerung dort als ungewöhnlich.

Fehlende Vertretungen in der Ferienzeit

Juan Cabal, Präsident der Spanischen Gesellschaft für Allgemein- und Familienmedizin auf den Kanaren, sieht eine zentrale Ursache in fehlenden Urlaubsvertretungen. Zu dieser Jahreszeit könnten sich rund 20 Prozent der Belegschaft im Urlaub befinden.

Werden diese Ausfälle nicht ersetzt, müssen die verbliebenen Ärzte zusätzliche Patienten übernehmen. Besonders deutlich kann sich das in kleinen Einrichtungen auswirken. Fehlen dort beispielsweise zwei von fünf Ärzten, steigt eine übliche Wartezeit von einem Tag schnell erheblich an.

Gesundheitszentren mit Assistenzärzten, Lehrpersonal oder weiteren unterstützenden Kräften können Ausfälle laut Cabal besser auffangen. Ähnliche Engpässe treten auch während der Oster- und Weihnachtsferien auf. Der aktuelle Rückstau könnte bis Mitte September anhalten.

Große Unterschiede zwischen den Gesundheitszentren

Nicht allein die Ferien bestimmen die Wartezeit. Selbst innerhalb eines Gesundheitszentrums kann sie je nach Arztpraxis und Zahl der zugeteilten Patienten stark variieren.

Auch die soziale Struktur der jeweiligen Gegend spielt nach Einschätzung von Cruz Martín eine Rolle. In Orten wie Doctoral oder Vecindario lebten mehr Menschen in wirtschaftlich unsicheren Verhältnissen. Sie nutzten das öffentliche Gesundheitswesen häufiger als erste Anlaufstelle.

In Maspalomas und Canalejas beträgt die durchschnittliche Wartezeit etwa zwei Tage. In Gáldar, Ingenio, Vecindario, Agüimes und Tamaraceite liegt sie dagegen im Durchschnitt bei mehr als einer Woche.

Hinzu kommen Bürokratie, Überweisungen aus Krankenhäusern und eine allgemein hohe Nachfrage. Im Gesundheitszentrum von Doctoral wurden nach einer etwa vier Jahre alten Berechnung an Werktagen bis zu 300 Notfallpatienten innerhalb von 17 Stunden versorgt. An Wochenenden und anderen arbeitsfreien Tagen waren es bis zu 600 Menschen in 24 Stunden.

Folgen für die Notfallversorgung

Wenn Hausarzttermine fehlen, suchen mehr Menschen die Notaufnahmen der Gesundheitszentren oder Krankenhäuser auf. Deren Personalstärke bleibt in der Ferienzeit zwar bestehen, doch die zusätzliche Nachfrage führt zu einer höheren Arbeitsbelastung.

Einige Einrichtungen setzen Ärzte ein, die kurzfristige Ausfälle und Notfälle abfangen. Solche Kräfte stehen jedoch nicht überall zur Verfügung. Dadurch verteilt sich die Mehrarbeit ungleichmäßig.

Besonders kritisch sehen Mediziner unterbrochene Kontrollen bei chronischen Erkrankungen. Menschen mit Diabetes, Bluthochdruck oder anderen dauerhaften Beschwerden benötigen eine regelmäßige Betreuung. Auch vermeintlich leichte akute Erkrankungen wie eine Bindehautentzündung sollten nicht länger als zwei Wochen unbehandelt bleiben.

Bedeutung für Bewohner und Residenten

Wer auf Gran Canaria kurzfristig einen Arzt benötigt, sollte bei der Terminvereinbarung deutlich angeben, ob akute Beschwerden vorliegen. Bei einer erheblichen Verschlechterung oder einem medizinischen Notfall ist die reguläre Wartezeit nicht maßgeblich.

Für chronisch Kranke ist es ratsam, notwendige Kontrolltermine und Rezepte frühzeitig zu organisieren. Die aktuelle Lage kann je nach Gesundheitszentrum stark abweichen und sich bis Mitte September hinziehen.

Quelle

Canarias7 – „Hasta 17 días para una cita en un centro de salud de Canarias: «Tuve que ir a urgencias»“

https://www.canarias7.es/sociedad/salud/dias-cita-centro-salud-canarias-urgencias-20260825060000-nt.html

Redaktion Spanienleben.de

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Veröffentlicht am 25. August 2026

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