Betrugs-SMS auf den Kanaren: Kriminelle geben sich als Seguridad Social aus
Das spanische Cybersicherheitsinstitut Incibe warnt vor gefälschten Nachrichten. Empfänger sollen persönliche Daten und Kreditkartenangaben preisgeben.

Symbolbild – mit künstlicher Intelligenz erstellt
Eine Person prüft auf Gran Canaria eine verdächtige SMS der spanischen Sozialversicherung auf dem Smartphone
Inhaltsverzeichnis
Auf den Kanaren kursieren betrügerische SMS im Namen der spanischen Sozialversicherung. Das Instituto Nacional de Ciberseguridad, kurz Incibe, warnt vor einer aktuellen Kampagne.
Die Absender geben sich als Tesorería General de la Seguridad Social (TGSS) aus. Mit einer angeblich notwendigen Aktualisierung versuchen sie, persönliche Daten und Kreditkartenangaben zu erbeuten.
Die Nachrichten wirken offiziell. Ihr Link führt jedoch nicht zur echten Sozialversicherung, sondern auf eine nachgebaute Internetseite.
So funktioniert die Betrugsmasche
In der SMS werden die Empfänger aufgefordert, auf einen Link zu klicken. Als Grund nennen die Täter eine noch ausstehende Aktualisierung.
Nach dem Klick erscheint eine Internetseite, die den Auftritt der TGSS nachahmt. Dort wird behauptet, eine finanzielle Leistung müsse überprüft und anschließend ausgezahlt werden.
Für die angebliche Bearbeitung verlangt die Seite persönliche Angaben. Dazu zählen laut der Warnung die spanische Ausweisnummer DNI und die Nummer der Kreditkarte.
Die Aussicht auf eine ausstehende Zahlung soll dazu führen, dass Betroffene schnell handeln. Gleichzeitig kann die angeblich dringende Aktualisierung den Eindruck erwecken, ohne Eingabe der Daten drohten Nachteile.
Daran lässt sich die falsche SMS erkennen
Entscheidend ist die Aufforderung, persönliche oder finanzielle Angaben über einen Link in einer SMS einzugeben. Die spanische Sozialversicherung nutzt diesen Weg dafür nicht.
Incibe stellt klar: Die Seguridad Social fordert per SMS weder zur Begleichung von Schulden noch zur Aktualisierung persönlicher Daten auf. Solche Vorgänge werden über die offiziellen Anwendungen der Sozialversicherung abgewickelt.
Empfänger sollten außerdem misstrauisch werden, wenn eine Nachricht überraschend eine Zahlung ankündigt oder Zeitdruck erzeugt. Auch eine Internetseite mit vertrauten Logos ist kein Beleg für ihre Echtheit. Kriminelle können das Erscheinungsbild offizieller Portale täuschend ähnlich kopieren.
Was Empfänger jetzt tun sollten
Wer eine solche SMS erhält, sollte den enthaltenen Link nicht öffnen. Persönliche Daten, DNI-Nummern und Angaben zu Bank- oder Kreditkarten gehören nicht in Formulare, die über eine unerwartete Nachricht aufgerufen wurden.
Die Nachricht sollte zunächst nicht gelöscht werden. Incibe empfiehlt, verfügbare Beweise zu sichern. Dazu gehören die SMS, die Telefonnummer des Absenders und der versandte Link.
Anschließend kann der Vorfall bei den zuständigen spanischen Sicherheitskräften angezeigt werden. Die gesicherten Informationen können dabei helfen, den Betrugsversuch nachzuvollziehen.
Wenn bereits Daten eingegeben wurden
Wer den Link nur geöffnet hat, sollte die Seite sofort schließen und dort keine Angaben machen. Wurden bereits persönliche Informationen oder Kreditkartendaten übermittelt, ist schnelles Handeln wichtig.
Betroffene sollen unverzüglich ihre Bank kontaktieren und auf den möglichen Betrug hinweisen. Das Geldinstitut kann prüfen, welche Schutzmaßnahmen für das Konto oder die Karte notwendig sind.
Auch in diesem Fall sollten Screenshots, Nachricht, Absendernummer und Link gesichert werden. Danach ist eine Anzeige bei den Fuerzas y Cuerpos de Seguridad del Estado ratsam.
Bedeutung für Bewohner der Kanaren
Die Warnung richtet sich an alle Mobilfunknutzer auf den Inseln. Besonders aufmerksam sollten Menschen sein, die tatsächlich Leistungen der Seguridad Social beziehen oder gerade einen Antrag bearbeiten. Für sie kann die erfundene Mitteilung über eine ausstehende Zahlung glaubwürdig wirken.
Offizielle Angelegenheiten sollten ausschließlich über die bekannten Anwendungen und Internetangebote der Seguridad Social erledigt werden. Statt einen Link aus einer SMS zu nutzen, ist es sicherer, das offizielle Portal selbst aufzurufen.
Quelle
Canarias7, RTVC
https://www.canarias7.es/economia/alerta-canarios-nuevo-fraude-sms-suplanta-seguridad-20260901102026-nt.htmlRedaktion Spanienleben.de
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Veröffentlicht am 02. September 2026
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