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Aktuelle Nachrichten 01. September 2026

Balearen zählen 3.057 touristische Wohnungen weniger

Von Redaktion Spanienleben.de

Das Online-Angebot an Ferienwohnungen ist auf den Inseln binnen eines Jahres um 12 Prozent gesunken. Besonders deutlich fällt der Rückgang in Palma aus.

Ferienwohnungen und Wohnhäuser an der Küste von Mallorca mit dem Mittelmeer im Hintergrund

Symbolbild – mit künstlicher Intelligenz erstellt

Ferienwohnungen und Wohnhäuser an der Küste von Mallorca mit dem Mittelmeer im Hintergrund

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Auf den Balearen werden deutlich weniger touristische Wohnungen online angeboten als noch vor einem Jahr. Im Mai wurden 21.304 Ferienunterkünfte mit insgesamt 134.282 verfügbaren Plätzen erfasst.

Das waren 3.057 Wohnungen weniger als im Mai 2025. Der Rückgang belief sich damit auf 12 Prozent.

Besonders stark war die Abnahme in Palma. Dort sank die Zahl der veröffentlichten Anzeigen um 400 beziehungsweise 43,6 Prozent.

Was die Statistik tatsächlich erfasst

Die Angaben stammen aus einer experimentellen Statistik des spanischen Statistikamts INE. Dafür untersucht das Institut zweimal jährlich die Anzeigen auf drei Online-Plattformen für die Vermietung von Unterkünften.

Die Erhebungen finden jeweils im Mai und November statt. Gezählt werden online veröffentlichte Angebote. Die Zahlen bilden deshalb vor allem die sichtbare Vermarktung auf den untersuchten Plattformen ab.

Ein Rückgang der Anzeigen muss nicht in jedem Fall bedeuten, dass die entsprechende Wohnung nicht mehr touristisch genutzt wird. Angebote können entfernt, auf andere Vertriebswege verlagert oder vorübergehend nicht veröffentlicht worden sein. Aus den vorliegenden Daten geht nicht hervor, welche dieser Gründe im Einzelfall ausschlaggebend waren.

Regierung sieht Kurs gegen illegale Vermietung bestätigt

Die balearische Tourismusbehörde wertet die Entwicklung als Bestätigung ihrer Maßnahmen. Nach ihren Angaben bekräftigen die Zahlen die Politik der Regionalregierung gegen illegale Ferienvermietung.

Auch die eigenen Daten der Behörde zeigten denselben Trend. Zugleich betont die Tourismusverwaltung, das eigentliche Ziel bleibe, illegale Angebote vollständig zu beseitigen.

Die INE-Erhebung zählt veröffentlichte Anzeigen. Sie unterscheidet in den genannten Ergebnissen jedoch nicht zwischen ordnungsgemäß zugelassenen und möglicherweise illegal angebotenen Unterkünften. Der Rückgang des Online-Angebots lässt sich daher nicht ausschließlich mit dem Vorgehen der Behörden erklären.

Pollença bleibt Zentrum der Ferienvermietung

Innerhalb der Balearen gibt es große Unterschiede zwischen den Gemeinden. Den höchsten Anteil touristischer Wohnungen am gesamten örtlichen Wohnungsbestand verzeichnet Pollença mit 17 Prozent.

Dahinter folgen Escorca mit 13,6 Prozent und Formentera mit 12 Prozent. Diese Werte zeigen, wie stark die Ferienvermietung besonders in einzelnen Urlaubsorten und kleineren Gemeinden konzentriert ist.

Pollença weist zugleich die höchste absolute Zahl auf. Dort registrierte das INE 2.344 veröffentlichte Anzeigen für touristische Wohnungen.

In Alcúdia waren es mehr als 1.400 Angebote. Ciutadella auf Menorca kam auf 1.280. Für Santanyí weist die Statistik rund 1.000 touristische Wohnungen aus.

Balearen stellen sechs Prozent des spanischen Angebots

Trotz des deutlichen Rückgangs bleiben die Inseln ein wichtiger Markt für Ferienwohnungen. Nach der experimentellen INE-Statistik entfallen 6 Prozent aller in Spanien erfassten touristischen Wohnungen auf die Balearen.

Die 134.282 angebotenen Schlafplätze verteilen sich auf Mallorca, Menorca, Ibiza und Formentera. Wie viele der 21.304 erfassten Wohnungen eine gültige touristische Zulassung besitzen, lässt sich aus den veröffentlichten Zahlen nicht ablesen.

Bedeutung für Urlauber und Residenten

Für Urlauber bedeutet das kleinere Online-Angebot zunächst weniger sichtbare Auswahl auf den drei untersuchten Buchungsplattformen. Ob sich daraus höhere Preise oder Engpässe ergeben, geht aus der Statistik nicht hervor.

Gäste sollten bei einer Buchung darauf achten, dass eine Unterkunft über die vorgeschriebene touristische Registrierung verfügt. Das ist besonders wichtig, wenn Angebote außerhalb bekannter Plattformen vermittelt werden.

Für Residenten ist der Rückgang ebenfalls relevant. Ob die nicht mehr beworbenen Ferienwohnungen dauerhaft auf den regulären Wohnungsmarkt zurückkehren, belegen die Daten allerdings nicht. Die Statistik zeigt zunächst nur, dass im Mai weniger touristische Angebote online veröffentlicht waren als ein Jahr zuvor.

Redaktion Spanienleben.de

Wir berichten aus Spanien über Auswandern, Alltag, Immobilien und aktuelle Nachrichten – recherchiert anhand offizieller Quellen und spanischer Medien.

Veröffentlicht am 01. September 2026

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