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Aktuelle Nachrichten 01. September 2026

Balearen setzen auf mehr Wintertourismus statt Wachstum im Sommer

Von Redaktion Spanienleben.de

Vizepräsident Antoni Costa verteidigt die Verlängerung der Saison. Einen generellen Rückgang der Besucherzahlen lehnt er aus Sorge um Arbeitsplätze ab.

Touristen spazieren an einem sonnigen Wintertag an der Promenade von Palma de Mallorca

Symbolbild – mit künstlicher Intelligenz erstellt

Touristen spazieren an einem sonnigen Wintertag an der Promenade von Palma de Mallorca

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Die Balearen-Regierung will mehr Touristen in der Nebensaison gewinnen. Vizepräsident Antoni Costa sieht darin kein Problem und bezeichnet zusätzliche Besucher im Winter als positiv.

Im Sommer soll die Zahl der Gäste dagegen nicht weiter steigen. Costa erklärte, die Maßnahmen zur Eindämmung in der Hauptsaison zeigten bereits Wirkung.

Einen allgemeinen Rückgang des Tourismus lehnt der Vizepräsident ab. Dieser würde nach seiner Einschätzung Arbeitsplätze kosten und könnte eine Krise auslösen.

Wachstum soll sich in den Winter verlagern

Die Regierung verfolgt nach Costas Worten ein klares Ziel. Im Sommer sollen die Besucherzahlen nicht weiter wachsen, während in der Nebensaison noch Spielraum besteht.

Damit verteidigt er eine Verlängerung der Saison. Zusätzliche Wintergäste seien aus seiner Sicht nicht schädlich.

Costa sagte zugleich, er verstehe den Unmut in der Bevölkerung. Die Verantwortung für den starken Zuwachs der vergangenen Jahre sieht er jedoch beim früheren Linksbündnis Pacte. Dieses habe mehr als 100.000 touristische Plätze legalisiert.

Warnung vor einem Rückgang des Tourismus

Forderungen nach einem bewussten Schrumpfen des Tourismussektors erteilte Costa eine Absage. Ein solcher Kurs würde seiner Einschätzung nach zu Arbeitsplatzverlusten führen.

Befürworter eines Rückgangs müssten deshalb auch dessen Folgen erklären. Costa warnte ausdrücklich, dass Menschen ihre Beschäftigung verlieren könnten.

Statt einer pauschalen Reduzierung setzt die Regierung auf eine Begrenzung des Wachstums. Dabei sollen keine neuen touristischen Plätze geschaffen und illegale Angebote stärker bekämpft werden. Costa erwartet, dass dadurch die Gesamtzahl der Besucher nicht weiter steigt.

Fahrzeuglimits für alle Inseln angekündigt

Bis zum Ende der laufenden Legislaturperiode soll nach Costas Darstellung jede Baleareninsel eine Obergrenze für einreisende Fahrzeuge erhalten. Details zu den jeweiligen Limits nannte er nicht.

Solche Beschränkungen sollen vor allem den Druck während stark ausgelasteter Zeiten verringern. Auf einzelnen Inseln gibt es bereits Regelungen zur Einreise von Fahrzeugen. Costa stellt nun ein entsprechendes Instrument für den gesamten Archipel in Aussicht.

Andere zuvor angekündigte Maßnahmen sollen dagegen vorerst nicht kommen. Dazu zählen eine höhere Touristensteuer im Sommer, eine Wasserabgabe für Großverbraucher und eine Steuer auf Mietwagen. Costa begründete dies damit, dass die Ankünfte im Sommer bereits eingedämmt worden seien und diese Schritte derzeit nicht benötigt würden.

Wohnungsproblem bleibt ungelöst

Beim Thema Wohnen räumte Costa ein, dass die Regierung das Problem in dieser Amtszeit nicht lösen werde. Sie lege aber nach seiner Darstellung die Grundlagen für Verbesserungen auf mittlere und lange Sicht.

Eine Begrenzung der Mietpreise lehnt er ab. Costa befürchtet, dass Eigentümer ihre Wohnungen vom Markt nehmen könnten, wenn sie nicht zum gewünschten Preis vermieten dürften. Zudem warnte er vor mehr nicht deklarierten Zahlungen.

Bedeutung für Urlauber und Residenten

Für Mallorca-Urlauber deutet der Kurs auf eine stärkere Förderung von Reisen außerhalb der Sommermonate hin. In der Hauptsaison stehen dagegen weitere Begrenzungen im Raum, insbesondere für Fahrzeuge, die auf die Inseln gebracht werden.

Residenten müssen kurzfristig weder mit der angekündigten höheren Touristensteuer im Sommer noch mit einer neuen Mietwagensteuer rechnen. Wie die Fahrzeuglimits ausgestaltet werden und wen sie betreffen, ist bislang offen.

Die politische Debatte über Belastungsgrenzen dürfte dennoch weitergehen. Die Regierung setzt nicht auf weniger Tourismus insgesamt, sondern auf eine gleichmäßigere Verteilung über das Jahr.

Redaktion Spanienleben.de

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Veröffentlicht am 01. September 2026

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