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Aktuelle Nachrichten 17. August 2026

Ausländische Käufer prägen den Immobilienmarkt in der Valencianischen Gemeinschaft

Rund 30 Prozent der Immobilienverkäufe in der Comunidad Valenciana gehen an Käufer aus dem Ausland – in Alicante, Valencia und Castellón mit sehr unterschiedlichem Gewicht.

Ausländische Käufer prägen den Immobilienmarkt in der Valencianischen Gemeinschaft

Symbolbild – mit künstlicher Intelligenz erstellt

Inhaltsverzeichnis

Der Anteil ausländischer Immobilienkäufer in der Valencianischen Gemeinschaft bleibt außergewöhnlich hoch. Rund 30 Prozent der Immobilienverkäufe in der gesamten Region entfallen inzwischen auf Käufer aus dem Ausland.

Besonders hoch ist der Anteil in der Provinz Alicante. Doch auch Valencia und Castellón verzeichnen eine erhebliche internationale Nachfrage.

Damit betrifft die Entwicklung alle drei Provinzen der Region – nicht nur die bekannten Ferienorte an der Costa Blanca.

Rund 7.800 Käufe in einem Quartal

In der Comunidad Valenciana wurden im zuletzt ausgewerteten Quartal insgesamt 25.137 Immobilienverkäufe registriert. Etwa 7.800 Objekte gingen an ausländische Käufer.

Das entspricht rund 31 Prozent aller Transaktionen. Beinahe jede dritte verkaufte Immobilie in der Region wechselte damit in ausländischen Besitz.

Im Vergleich der spanischen Regionen liegt nur die Balearen-Region darüber. Dort erreicht der Anteil rund 32 Prozent.

Der Bericht nennt außerdem insgesamt 30.850 Käufe durch Ausländer. Auf welchen genauen Zeitraum sich diese Gesamtzahl bezieht, wird in den vorliegenden Angaben nicht näher erläutert.

Kein kurzfristiges Phänomen

Die hohe internationale Nachfrage besteht nicht erst seit Kurzem. Bereits seit 2023 liegt der Anteil der Immobilienkäufe durch Ausländer in der Valencianischen Gemeinschaft bei rund 30 Prozent.

Damit wird seit mehreren Jahren ungefähr jede dritte verkaufte Immobilie in der Region von einem Käufer aus dem Ausland erworben.

Die Unterschiede zwischen den drei Provinzen sind dabei allerdings erheblich.

Alicante liegt deutlich über dem regionalen Durchschnitt

Am stärksten ausgeprägt ist die internationale Nachfrage in der Provinz Alicante, zu der große Teile der Costa Blanca gehören.

Zwischen April und Mai 2026 entfielen dort rund 46 Prozent aller Immobilienkäufe auf ausländische Käufer. Fast jede zweite verkaufte Immobilie in der Provinz ging damit an Menschen aus dem Ausland.

Der Wert liegt rund 15 Prozentpunkte über dem Durchschnitt der gesamten Comunidad Valenciana. Neben klassischen Ferienimmobilien spielen dabei zunehmend auch dauerhafte Wohnsitze und Zweitwohnsitze eine Rolle.

Valencia und Castellón bei rund 16 Prozent

In den beiden anderen Provinzen fällt der Anteil deutlich geringer aus. Sowohl in Valencia als auch in Castellón stehen ausländische Käufer für jeweils rund 16 Prozent der Verkäufe.

Der Abstand zu Alicante beträgt damit etwa 30 Prozentpunkte. Die regionale Gesamtquote wird folglich in erheblichem Maß durch die hohe Nachfrage in der südlichsten Provinz geprägt.

Relevant bleibt die internationale Nachfrage aber auch nördlich davon: Die Regionalhauptstadt Valencia samt Umland sowie die Provinz Castellón mit der Costa de Azahar ziehen ebenfalls Käufer aus dem Ausland an.

Niederländer bilden die größte genannte Käufergruppe

Unter den aufgeführten Nationalitäten liegen Käufer aus den Niederlanden vorn. Ihnen werden rund 3.000 erworbene Immobilien zugerechnet.

Es folgen Käufer aus dem Vereinigten Königreich mit 2.547 Objekten. Belgische Staatsangehörige kommen auf 2.255 Käufe, polnische auf 2.177.

Diese vier Länder stellen damit einen bedeutenden Teil der internationalen Nachfrage. Der britische Markt bleibt wichtig, wird in den genannten Zahlen aber von den Niederlanden übertroffen.

Hohe Nachfrage trifft auf angespannten Wohnungsmarkt

Die Entwicklung fällt in eine Zeit, in der der Wohnungsmarkt in vielen Teilen der Valencianischen Gemeinschaft ohnehin angespannt ist.

Mieten sind in zahlreichen Städten und Küstenregionen gestiegen, während bezahlbarer Wohnraum vielerorts knapp ist. Gleichzeitig bleibt die Nachfrage nach Wohneigentum hoch.

Der große Anteil internationaler Käufer sorgt deshalb zunehmend für Diskussionen darüber, welchen Einfluss die ausländische Nachfrage auf Immobilienpreise und das verfügbare Angebot hat.

Bedeutung für Käufer und Residenten

Wer in der Region eine Immobilie sucht, trifft je nach Provinz auf sehr unterschiedliche Marktlagen. In Alicante konkurrieren Interessenten in hohem Maß mit Käufern aus anderen europäischen Ländern, in Valencia und Castellón deutlich weniger.

Die Daten sagen allerdings nichts über einzelne Orte, Immobilientypen oder Preisgruppen aus. Für eine Kaufentscheidung sollten Interessenten die Lage vor Ort prüfen und aktuelle Vergleichspreise heranziehen.

Region bleibt für internationale Käufer attraktiv

Die Zahlen zeigen, dass sich die internationale Immobiliennachfrage längst nicht mehr auf einzelne bekannte Ferienorte beschränkt.

Die gesamte Valencianische Gemeinschaft mit den Provinzen Alicante, Valencia und Castellón gehört zu den spanischen Regionen mit dem höchsten Anteil ausländischer Immobilienkäufer.

Besonders die Costa Blanca bleibt ein Schwerpunkt. Gleichzeitig gewinnen auch Valencia, das Umland der Regionalhauptstadt und die Costa de Azahar für Käufer aus dem Ausland an Bedeutung.

Redaktion Spanienleben.de

Wir berichten aus Spanien über Auswandern, Alltag, Immobilien und aktuelle Nachrichten – recherchiert anhand offizieller Quellen und spanischer Medien.

Veröffentlicht am 17. August 2026

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