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Aktuelle Nachrichten 02. September 2026

Ärztin am Hospital Costa del Sol warnt vor Personalmangel

Von Redaktion Spanienleben.de

In der Onkologie des Krankenhauses in Marbella können moderne Geräte laut einer Ärztin nicht ausreichend eingesetzt werden. Auch andere Bereiche finden nur schwer Fachkräfte.

Außenansicht des Hospital Universitario Costa del Sol bei Marbella

Symbolbild – mit künstlicher Intelligenz erstellt

Außenansicht des Hospital Universitario Costa del Sol bei Marbella

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Eine Ärztin des Hospital Costa del Sol in Marbella schlägt wegen fehlenden Personals Alarm. In der onkologischen Radiotherapie könnten Krebspatienten nicht angemessen versorgt werden, erklärt Cristina Guitard Echaluce.

Die Medizinerin richtet ihren SOS-Appell an die Junta de Andalucía. Besonders angesprochen sind das regionale Gesundheitsministerium und dessen Vertretung in Málaga.

Der Konflikt reicht über die Onkologie hinaus. Nach Angaben einer weiteren Gewerkschaft verschärfen hohe Wohnkosten, ungeeignete Busverbindungen und die sommerliche Mehrbelastung die Personalsuche im Krankenhaus.

Moderne Geräte, aber zu wenig Personal

Guitard ist Delegierte des Sindicato Médico de Málaga in Marbella. Sie bezeichnet die Lage als „gravísima“, also äußerst ernst.

Dem Krankenhaus stehen nach ihren Angaben zwei moderne Linearbeschleuniger zur Verfügung. Hinzu kommt ein Gerät für die Brachytherapie. Beide Verfahren werden zur Strahlenbehandlung von Krebserkrankungen eingesetzt.

Die technische Ausstattung allein löse das Problem jedoch nicht. Wegen mangelnder Planung und fehlender Beschäftigter könnten die Geräte nicht genutzt werden, kritisiert die Ärztin in einem Video, das sich in sozialen Netzwerken verbreitet hat.

Guitard formuliert die Folgen deutlich. „Wir können die Krebspatienten nicht angemessen versorgen“, sagt sie zur Situation im Fachbereich.

Engpässe bestehen auch in anderen Berufsgruppen

Auch die Gewerkschaft CSIF berichtet von Problemen bei der Personalgewinnung. Ihr Vertreter im Hospital Universitario Costa del Sol, Adrián Fernández, nennt vor allem Pflegekräfte, Hebammen und Ärzte.

In diesen Berufsgruppen würden zahlreiche angebotene Verträge abgelehnt. Es sei „súper complicado“, Fachkräfte für eine Tätigkeit in Marbella zu gewinnen. Die Schwierigkeiten bestünden das ganze Jahr und nähmen im Sommer zu.

Bei Krankenhausträgern und Pflegehilfskräften seien dagegen laut Fernández keine offenen Stellen unbesetzt. Dort gebe es jedoch einen ständigen Wechsel. Ersatzkräfte sagten ab, worauf erneut nach Ersatz gesucht werden müsse.

Diese Fluktuation belaste die bestehenden Teams. Neue Beschäftigte brächten zudem nicht immer die nötige Erfahrung für spezialisierte Bereiche wie Intensivstationen oder Operationssäle mit.

Hohe Mieten und schlechte Verbindungen

Als wichtige Ursache nennt Fernández die Wohnkosten in Marbella. Diese steigen in der Sommersaison zusätzlich. Für Beschäftigte mit zeitlich begrenzten Verträgen wird es dadurch schwieriger, eine bezahlbare Unterkunft zu finden.

Hinzu kommt nach seiner Darstellung das öffentliche Verkehrsangebot. Die Busfahrpläne seien nicht auf die Schichten im Krankenhaus abgestimmt. Beschäftigte aus umliegenden Orten könnten den Arbeitsplatz deshalb teilweise nicht rechtzeitig erreichen.

Fernández berichtet auch von Mitarbeitern, die in ihren Autos übernachten. Das Krankenhaus liege aus Sicht der Beschäftigten ungünstig, wenn kein eigenes Fahrzeug zur Verfügung stehe.

Mehr Patienten während der Sommersaison

Marbella verzeichnet im Sommer einen starken Bevölkerungszuwachs. Damit steigt auch die Nachfrage nach medizinischer Versorgung. Nach Angaben des CSIF-Vertreters bleibt die Zahl der Beschäftigten im Hospital Costa del Sol dabei gleich oder fällt sogar geringer aus.

Wer im Sommer arbeitet und keinen Urlaub nimmt, müsse zusätzliche Verantwortung übernehmen. Besonders schwierig sei das in spezialisierten Abteilungen, in denen Erfahrung und eingespielte Abläufe wichtig sind.

Die Junta de Andalucía widerspricht der Darstellung einer fehlenden Anpassung. Das Krankenhaus und das öffentliche Gesundheitssystem Andalusiens planten ihre Ressourcen nach dem tatsächlichen Bedarf der Bevölkerung.

Die medizinische Tätigkeit werde fortlaufend überprüft und die Ausstattung angepasst. Damit sollten die Versorgung und eine angemessene Abdeckung der Nachfrage gewährleistet werden. Vertragsabsagen seien nach Auffassung der Regionalregierung persönliche und individuelle Entscheidungen.

Redaktion Spanienleben.de

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Veröffentlicht am 02. September 2026

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