Aemet warnt in 16 Regionen vor Hitze, Gewittern und Starkregen
Eine DANA nähert sich Spanien von Westen. Während vielerorts ungewöhnliche Hitze herrscht, drohen im Nordwesten kräftige Schauer, Hagel und Sturmböen.

Symbolbild – mit künstlicher Intelligenz erstellt
Dunkle Gewitterwolken über einer spanischen Landschaft bei großer Hitze
Inhaltsverzeichnis
Der spanische Wetterdienst Aemet hat für Samstag, 5. September, in 16 autonomen Regionen Warnungen vor großer Hitze aktiviert. In Aragón, Katalonien und Navarra gilt regional die orangefarbene Warnstufe.
Im Landesinneren werden vielerorts mehr als 35 Grad erwartet. In den heißesten Gebieten des Südwestens und Nordostens können die Temperaturen bis auf 40 Grad steigen.
Zugleich nähert sich von Westen eine DANA. Sie sorgt vor allem im Nordwesten für Gewitter und teils kräftige Schauer.
Orange Warnstufe in drei Regionen
In Aragón betrifft die orangefarbene Hitzewarnung Gebiete der Provinzen Huesca und Zaragoza. In Katalonien stehen Teile der Provinzen Barcelona, Girona, Lleida und Tarragona unter dieser Warnstufe.
Auch im Zentrum und in den Pyrenäen Navarras gilt Orange. Für die Ribera del Ebro in Navarra wurde dagegen eine gelbe Warnung ausgegeben.
Gelbe Hitzewarnungen gelten außerdem in Teilen Andalusiens, Asturiens, der Balearen, Kantabriens, Kastilien-La Manchas, Kastilien und Leóns, der Extremadura, Galiciens, der Kanaren, Madrids, des Baskenlands, La Riojas und der Valencianischen Gemeinschaft. Auch die Provinz Teruel in Aragón ist betroffen.
Gewitter ziehen im Nordwesten auf
Die herannahende DANA bringt zunehmend instabile Luft in den Westen der Iberischen Halbinsel. Am Nachmittag werden Gewitter im nordwestlichen Viertel erwartet. Sie können auch weitere Gebiete an der kantabrischen Küste und die Extremadura erreichen.
Aemet hat Warnungen vor Regen und Gewittern für die Küste und den Südwesten Asturiens sowie für Lugo und Ourense aktiviert. In León und Zamora beziehen sich die Warnungen ausschließlich auf Gewitter.
Meist fällt bei den Gewittern nur wenig Regen. Im äußersten Nordwesten können die Schauer jedoch kräftiger ausfallen. Besonders betroffen sind möglicherweise Galicien, Asturien und der Nordwesten von Kastilien und León.
Dort ist auch Hagel möglich. In anderen Gewittergebieten können örtlich sehr starke Windböen auftreten. Für Cádiz besteht zudem eine Warnung vor hohem Wellengang.
Bis zu 40 Grad und sehr warme Nächte
Die Temperaturen liegen für Anfang September ungewöhnlich hoch. Mehr als 35 Grad werden in großen Teilen des Landesinneren sowie örtlich auf den Inseln erwartet.
Die höchsten Werte mit bis zu 40 Grad sind in den Senken des Südwestens und Nordostens möglich. Auf den Kanaren, an der Alborán-Küste, im Norden Galiciens und im äußersten Südwesten sollen die Höchstwerte steigen.
In Kantabrien, im Zentrum und in der südlichen Hälfte der Halbinsel gehen die Temperaturen dagegen voraussichtlich zurück. Die Nächte bleiben dennoch vielerorts belastend.
In weiten Teilen der Halbinsel sinkt das Thermometer nicht unter 20 Grad. Ausgenommen ist vor allem das nördliche Drittel. Auf den Kanaren, an der Mittelmeerküste und in den südlichen Tälern der Atlantikseite können die Tiefstwerte örtlich sogar über 25 Grad bleiben.
Wind, Calima und schlechte Sicht
Auf den Balearen bleibt der Himmel überwiegend gering bewölkt. Auf den Kanaren werden mehr Wolken erwartet. In höheren Lagen sind dort einzelne Schauer oder Gewitter möglich.
Morgendlicher Nebel kann in Galicien, am Kantabrischen Meer, am unteren Ebro sowie rund um die Straße von Gibraltar und das Alborán-Meer auftreten. Im Westen der Halbinsel und auf den Kanaren ist zudem leichter Calima-Staub möglich.
Auf den Kanaren weht der Passat zeitweise stark und kann sehr heftige Böen bringen. Tramontana wird im Ampurdán und auf Menorca erwartet. An der Straße von Gibraltar sind ebenfalls stärkere Böen möglich.
Bedeutung für Urlauber und Residenten
Wer unterwegs ist, sollte die Warnstufe für den jeweiligen Aufenthaltsort direkt bei Aemet prüfen. Das gilt besonders für Aragón, Katalonien und Navarra sowie für Reisen in den Nordwesten.
An heißen Orten sollten Aktivitäten in der Mittagszeit reduziert werden. Bei Gewittern sind offene Flächen, Berglagen und überschwemmungsgefährdete Straßen zu meiden. An der Küste von Cádiz ist wegen des Wellengangs zusätzliche Vorsicht geboten.
Quelle
El Confidencial, elDiario.es
https://www.elconfidencial.com/espana/2026-09-05/alertas-meteorologicas-calor-tormentas-1tps_4418298/
Redaktion Spanienleben.de
Wir berichten aus Spanien über Auswandern, Alltag, Immobilien und aktuelle Nachrichten – recherchiert anhand offizieller Quellen und spanischer Medien.
Veröffentlicht am 05. September 2026
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